Zirkularitätsdatenlandkarte
Project Idea Metadata
- Project Idea Name: Zirkularitätsdatenlandkarte
- Date: 4/4/2025 2:23:47 PM
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Project Idea Description
Projektbeschreibung Zirkularitätsdatenlandkarte
Kurze Einführung in die Idee (max. 512 Zeichen)
Eine Herausforderung für die Umsetzung von Zirkularität in der Bauwirtschaft ist die fehlende Übersicht über vorhandene und nutzbare Daten. Daher möchten wir eine Zirkularitätsdatenlandkarte entwickeln, die bestehende Datenquellen strukturiert erfasst und Datenlücken sowie Schnittstellen offenlegt. Neben schweizerischen Vorschriften werden Nachhaltigkeitsbewertungssystemen analysiert, um ihre Eignung und Potenziale zu bewerten und so eine bessere Integration in eine Zirkularitätsbewertung zu ermöglichen.
Welche Herausforderung in der zirkulären Bauwirtschaft adressiert deine Idee? (max. 50 Wörter)
Derzeit erfassen Stakeholder zirkularitätsrelevante Daten isoliert, ohne sie gemeinsam zu nutzen. Die daraus resultierende fehlende Übersicht und eine unzureichende Integration von Vorschriften und Nachhaltigkeitsbewertungssystemen erschweren eine koordinierte Umsetzung von Zirkularität. Eine gemeinsame systematische Übersicht kann Stakeholder besser vernetzen, um ein gemeinsames Verständnis für zirkuläre Prozesse zu schaffen.
Was ist deine Vision zur Lösung dieser Herausforderung? Warum ist dein Ansatz innovativ? Wer profitiert von deiner Lösung? (max. 200 Wörter)
Unsere Vision ist eine systematische Nutzung und Verknüpfung von Daten aus unterschiedlichen Quellen zur Bewertung der Zirkularität in Bauprojekten.
Bereits heute werden Daten, die für eine Messung und Bewertung von Zirkularität genutzt werden können, aufgrund von schweizerischen Vorschriften (z.B. Baueingaben, Abfalldeklarationen) und Nachhaltigkeitsbewertungssystemen (z.B. SNBS, Minergie) erhoben. Die vorhandenen Daten sollen die Basis einer Zirkularitätsdatenlandkarte werden. Zusätzlich erforderliche Daten sollen danach integriert werden.
Der innovative Ansatz besteht darin, bestehende Daten aus schweizerischen Vorschriften mit Daten aus Nachhaltigkeitsbewertungssystemen zu verknüpfen und ihre Zusammenhänge zu visualisieren. Dies ermöglicht neben einer Bestandsübersicht, die gezielte Entwicklung zusätzlich erforderlicher Daten und eine Vermeidung von doppelten Datenerhebungen. Die Übersicht und Vermeidung von Doppelspurigkeiten sollen dazu beitragen das Verständnis für und Akzeptanz von Zirkularität in der Branche zu erhöhen.
Von der Zirkularitätsdatenlandkarte profitieren Bestellende, da sie eine Übersicht über bereits erhobene Daten erhalten und so erforderliche Leistungen besser identifizieren können, wodurch ihre Bestellerkompetenz steigt. Planende und Bauausführende profitieren von der Klarheit über relevante Datenquellen und können effektiv und effizient erforderliche Daten erheben und/oder erhalten. Behörden und öffentliche Stellen können Synergien und Lücken von bestehenden Datenerhebungen erkennen und Optimierungspotenziale für zukünftige Vorschriften identifizieren.
Entwickelnde von Zirkularitätsmessungs und -bewertungssystemen können systematisch Lösungen für die identifizierten Lücken erarbeiten.
Wie könnte deine Idee langfristig positive Auswirkungen auf Umwelt, Gesellschaft oder Wirtschaft haben? (max. 100 Wörter)
Die Zirkularitätsdatenlandkarte schafft eine transparente Basis für eine besseren Austausch von Daten zwischen verschiedenen Stakeholdern. Der Austausch von Daten ist ein wesentlicher Bestandteil für die Weitergabe von Ressourcen über verschiedene Lebenszyklusphasen. Eine optimierte Datenintegration ermöglicht eine Vermeidung von deponierten Bauabfällen, da Materialen durch die Datenweitergabe eindeutig beschrieben und zugeordnet werden können. Dies ermöglicht Geschäftsmodelle, die von der Kreislaufführung von Ressourcen profitieren oder sogar darauf basieren. Entsprechend können Ressourcen geschont werden, was einen unmittelbar positiven Einfluss auf die Ökologie hat. Gleichzeitig wird die Zusammenarbeit von verschiedenen Akteuren verbessert, und die Transparenz ihres Arbeitsergebnisses erhöht, was eine positive gesellschaftliche Entwicklung ist.
Welche Annahmen oder Konzepte möchtest du testen? Was planst du während des Booster-Programms, und welches Ergebnis strebst du an? (max. 200 Wörter)
Wir möchten testen, welche bestehenden Datenquellen für eine Zirkularitätsbewertung genutzt werden können, wo Synergien bestehen und welche Lücken geschlossen werden müssen. Unser Fokus liegt darauf, Daten aus öffentlichen Vorschriften (z. B. Baueingaben, Abfalldeklarationen) und Nachhaltigkeitsbewertungssystemen (z. B. SNBS, Minergie) zu analysieren, systematisch zu erfassen und miteinander zu verknüpfen.
Im Rahmen des cbi booster identifizieren wir relevante Datenquellen, analysieren ihre Qualität und vergleichen sie mit den Indikatoren der Auslegeordnung. Daraus entsteht eine Zirkularitätsdatenlandkarte, die nicht nur bestehende Daten sichtbar macht, sondern auch fehlende Informationen aufzeigt. Ergänzend leiten wir erste Handlungsempfehlungen ab, um eine bessere Integration der Daten in zukünftige Bewertungsansätze zu ermöglichen.
Das erwartete Ergebnis ist eine strukturierte Übersicht über relevante Datenquellen sowie ein erster Vorschlag, wie diese systematisch genutzt werden können. Dies bildet die Grundlage für die Entwicklung eines standardisierten Zirkularitätsindikators und ermöglicht es, nachhaltige Bauweisen datenbasiert zu bewerten. Langfristig trägt dies dazu bei, eine effektivere Steuerung von Ressourcenflüssen zu ermöglichen und den Übergang zu einer kreislauforientierten Bauwirtschaft zu beschleunigen.
Wurde deine Idee bereits getestet? Falls ja, welche Ergebnisse gab es? Was muss noch geprüft werden? (max. 100 Wörter)
In unterschiedlichen Studien wurde festgestellt, dass eine Übersicht über verschiedene Zirkularitätsdaten erforderlich ist und der Aufwand der Datenerhebung möglichst reduziert werden soll.
Die FHNW-Studie „Zirkularität Messbar Machen“ (ZMM) hat bestätigt, dass ein standardisiertes Bewertungsverfahren auf grosses Interesse stösst. Nun gilt es, vorhandene Datenquellen detailliert zu analysieren und herauszufinden, wo bereits relevante Daten erhoben werden.
Die Studie ZMM (Nov. 2024) definiert in einer ersten Auslegeordnung Indikatoren ohne Zuordnung von Datenquellen. Der CBC-Leitfaden (Feb. 2025) verweist auf bestehende Normen und Labels, ohne deren Inhalte und Zusammenhänge darzulegen. Unsere Arbeit soll diese Lücke schliessen, Synergien zwischen bestehenden Datenquellen aufzeigen zur Reduktion von Erhebungsaufwand.
- Wer ist in deinem Team, und welche Expertise bringen die Mitglieder mit? (max. 150 Wörter)
Margarete Olender – Professorin für Prozesse für nachhaltiges Planen und Bauen, FHNW
- Erstautorin der FHNW-Studie Zirkularität Messbar Machen
- Expertin für Projektabwicklungsmodelle, z.B. Integrated Projekt Delivery (IPD), Co-Leitung der Arbeitsgruppe des Deutschen IPA Zentrums «IPA im Lebenszyklus» (IPA = Integrierte Projektabwicklung= IPD)
- Expertin für interdisziplinäre Zusammenarbeit, insbesondere bei komplexen Projekten mit hohen Anforderungen
Aufgabe im Projekt: Durchführung des Projekts
Elisabeth Papazouglou - Leiterin Fachstelle Baustoffkreislauf, AUE Baselland
- Expertin für Baustoffkreisläufe und Baustoffdeklaration
- Cercle déchets
Aufgabe im Projekt: Sounding Board, Unterstützung bei der Identifikation von Datenquellen aus öffentlichen Vorschriften
Wie planst du, die erforderlichen Drittmittel (10 % der Gesamtfördersumme) aufzubringen? (max. 100 Wörter)
Einwerben von Drittmitteln über Verbände, öffentliche Hand oder alternativ über Eigenleistung der FHNW.
Eine Herausforderung für die Umsetzung von Zirkularität in der Bauwirtschaft ist die fehlende Übersicht über vorhandene und nutzbare Daten. Daher möchten wir eine Zirkularitätsdatenlandkarte entwickeln, die bestehende Datenquellen strukturiert erfasst und Datenlücken sowie Schnittstellen offenlegt. Neben schweizerischen Vorschriften werden Nachhaltigkeitsbewertungssystemen analysiert, um ihre Eignung und Potenziale zu bewerten und so eine bessere Integration in eine Zirkularitätsbewertung zu ermöglichen.