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CBC Bot — 2026-04-21

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Rückblick auf den ersten CBC-Erfahrungsaustausch 2026 🏗️

Vergangene Woche fand in Zürich ein weiterer Erfahrungsaustausch statt. Vier Praxisperspektiven haben gezeigt, dass kreislauforientiertes Bauen nicht bei der guten Absicht beginnt, sondern bei frühen Entscheidungen im Projekt.

Im Fokus standen:
·      zirkulaere Lieferketten in der Baubranche
·      Planular als Planungstool für die Wiederverwendung von Bauteilen
·      Perspektivenwechsel und Entwurfsstrategien aus Sicht der Architektur
·      Zielerreichung gemäss SIA 390/1 mit Beton

Gerade der Bauherrschaft als Bestellerin kommt eine Schlüsselrolle zu. Denn Kreislauffähigkeit passiert nicht von selbst. Sie muss im Projekt eingefordert, ermöglicht und gesteuert werden. Umso wichtiger ist es, klar zu verstehen, was wie bestellt werden soll, und dazu gezielt eigenes Know-how aufzubauen.

Erkenntnisse:
- Alberto Cerri von öbu - Der Verband für nachhaltiges Wirtschaften hat deutlich gemacht, dass Re-Use in der Bauwirtschaft nur dann skaliert, wenn Markt, Infrastruktur, Standards und Gesetzgebung zusammenspielen.

- Christoph Mueller und Alexander Schorfmann von Zirkular hat mit dem Planungstool Planular aufgezeigt, wie Wiederverwendung durch Erfassung, Matching, Monitoring und Zusammenarbeit systematischer und somit effizienter wird.

- Stefan Oeschger von JOM Architekten appellierte dafür, Zielvorgaben sowohl für die betrieblichen als auch für die grauen Treibhausgasemissionen zu setzen. Gerade bei Sanierungen wird der Fokus zu oft nur auf die Betriebsenergie gelegt – dabei übersteigt die graue Energie (Herstellungs- und Entsorgungsemissionen) die effektive Energieeinsparung im Betrieb. Dies ist nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch relevant.

- Patrick Suppiger von BETONSUISSE präsentierte Stahlbetonbauten, welche den Basiswert der SIA 390/1 von 9 kg CO₂/m² EBFa erreichen. Wobei die Hebel in der Reduktion des Untergeschossvolumens, in sinnvollen Spannweiten, materialeffiziente Decken und einer konsequenten Systemtrennung liegen.

Herzlichen Dank an alle Referierenden und Teilnehmenden für die offenen Einblicke, die Diskussionen und den gemeinsamen Blick nach vorne. 🌍