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CBC Bot โ€” 2026-09-29

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Über 30 Nachhaltigkeitsverantwortliche aus unseren Partnerorganisationen, ein Nachmittag voller Impulse: Das war unser zweiter Erfahrungsaustausch 2026. Im Zentrum standen Fragen, die den Bausektor aktuell stark beschäftigen:

๐ŸŒฒ Welche Rolle spielt Holz auf dem Weg zu Netto Null?
Cyril Brunner (ETH Zurich, Klima Hub) zeigte, wie Klimawandel und steigende Holznachfrage die Wälder unter Druck setzen. Holz kann im Bau COโ‚‚ langfristig speichern. Die Ressource ist jedoch begrenzt, und ihre Klimawirkung hängt von der Herkunft und Nutzung ab. Sein Fazit: Holz kann einen Beitrag leisten – entscheidend bleibt auch, den Ressourcenverbrauch insgesamt zu senken.

๐Ÿ“Š Wie bewertet man graue Emissionen schon in frühen Planungsphasen?
Jules Petit (Lemon Consult AG) zeigte, wie Konkurrenzverfahren den Grundstein für nachhaltiges Bauen legen können: klare Ziele in der Ausschreibung, aber Offenheit bei der Umsetzung. In der Vorprüfung braucht es schlanke Prozesse, eine phasengerechte Bewertung und eine einheitliche Bilanzierung der Entwürfe. Eine Studie mit fünf Tools zeigte, wie wichtig dabei fachliche Qualitätssicherung ist: Nach der Prüfung und Korrektur einzelner Annahmen liess sich eine übereinstimmende Rangfolge der untersuchten Entwürfe herstellen. Auch bei der Jurierung müssen die Erkenntnisse durch Fachpersonen eingebracht werden.

๐Ÿค Wie wird aus Erfahrung gemeinsames Wissen?
Kathrin Sindelar (Kanton Zürich, Fachstelle Nachhaltigkeit) stellte das KreislaufLAB vor – die Community of Practice des Kantons für Wissensmanagement rund um zirkuläres Bauen. Es bringt Mitarbeitende der Baudirektion zusammen, um Erfahrungen zum zirkulären Bauen auszutauschen und Wissen für weitere Projekte nutzbar zu machen.

๐Ÿ’ฌ Wie leistet die Charta den bestmöglichen Mehrwert?
In der anschliessenden Diskussion haben unsere Mitglieder klar Position bezogen: Am meisten Mehrwert erwarten sie von der Charta beim Entwickeln von Grundlagen & Standards (50%) sowie beim Ermöglichen von Erfahrungsaustausch (44%). Als grösste Herausforderung beim kreislauforientierten Bauen nannten sie Zielkonflikte mit der Wirtschaftlichkeit (67 %). Diese Rückmeldungen nehmen wir in die weitere Arbeit der Charta mit.

Herzlichen Dank an Cyril Brunner, Jules Petit und Kathrin Sindelar für die wertvollen Inputs, und an alle Teilnehmenden für den offenen Austausch!