natourli - abenteuer natürlich
Project Idea Metadata
- Project Idea Name: natourli - abenteuer natürlich
- Date: 3/27/2023 1:17:13 PM
- Administrators:
Project Idea Description
Mit unseren natourli-Sheltern aus Schweizer Holz ermöglichen wir umweltverträgliches Übernachten in der Wildnis und zwar ohne Kompromisse in Sachen Natur oder Abenteuer. Denn angereist wird zu Fuss oder mit dem Velo, im Schlafsack und im Schutz des Shelters wird übernachtet und das mit Blick auf den (im besten Fall) klaren Sternenhimmel.
Ein Shelter ist ein einfacher Holzunterstand, der zu einer Seite offen ist und Platz für bis zu sechs Personen bietet. Der Shelter ist ein Ort der Begegnung und kann für zehn Franken pro Nacht und Person gebucht werden. Bevorzugt man eine private Übernachtung, kann für eine Zusatzgebühr der gesamte Shelter reserviert werden.
Alles, was man für eine Übernachtung braucht, ist eine Matte und ein der Jahreszeit entsprechender Schlafsack. Auf dem Feuer vor dem Shelter kann gekocht und Feuerholz optional dazu bestellt werden. Fliessendes Wasser gibt es entweder direkt beim Shelter oder ganz in der Nähe und das kleine oder grosse Geschäft kann auf der vorhandenen Natur-Toilette verrichtet werden.
Der ideale Shelterstandort ist in der freien Natur. Das kann beispielsweise am Waldrand oder in der Nähe eines Gewässers sein. Besonders interessante Plätze sind bestehende Feuerstellen, die mit einem Shelter erweitert werden können. Ein Shelter kann von verschiedenen Personen und Gruppierungen betrieben werden. Das können beispielsweise ein lokaler Naturverein, Landwirtschaftsbetriebe oder die Gemeinde selbst sein. Der Aufwand für den Betrieb soll möglichst gering sein. Kurze Kontrollbesuche stellen sicher, dass der Shelter und die Toilette in gutem Zustand sind.
Durch solche positive Naturerlebnisse soll das Umweltbewusstsein der Besuchenden gesteigert werden. Langfristig möchten wir durch geführte Aktivitäten , wie beispielsweise Wildkräuterkurse oder Kochen über dem Feuer, sie sogar begeistern, sich für unsere schöne Schweizer Natur stark zu machen. Attraktive Angebote sollen so den Mikrotourismus in der Region stärken, so dass gar auf längere Reisen verzichtet werden kann.
Welches Problem möchten wir lösen?
Viele Menschen verbringen ihre Freizeit gerne draussen. Auch das individuelle Übernachten in der Wildnis wird immer beliebter. Dieses bietet jedoch grosses Konfliktpotential mit den jeweiligen Grundstückbesitzer:innen oder der schützenswerten, natürlichen Umgebung.
Für viele, insbesondere internationale Gäste sind die verfügbaren Übernachtungs-möglichkeiten in der Schweiz zu teuer, was sie wiederum ebenfalls dazu verleitet, an unerlaubten Orten zu übernachten. Mit Shelter- und Naturcampingplätzen schafft natourli Übernachtungsplätze im Einklang mit der Natur. Das Angebot schafft einen Anreiz, seine Freizeit in der Nähe zu verbringen, reduziert dadurch unnötige Kilometer mit dem Auto und leistet einen Beitrag an die regionale Entwicklung.
Wer wird von unserer Lösung profitieren und wie?
Von unserer Lösung profitieren Betreibende und Besuchende gleichermassen. Betreibende wie beispielsweise Landwirte oder Gemeinden erwirtschaften ein kleinen Nebenerwerb und sorgen gleichzeitig dafür, dass an einem dafür vorgesehenen Ort übernachtet wird.
Für Besuchende stellt der Shelter der ideale Ort dar, um naturnah und gleichzeitig naturschonen zu übernachten. Die Shelter sind mit 10 Franken pro Person und Nacht erschwinglich und deshalb auch eine echte Alternative für Familien mit geringem Einkommen oder Reisende aus anderen Ländern.
Welche Personen/Unternehmen gibt es in unserem Team und welche Rolle spielen sie?
Verein natourli
Der Vorstand von natourli setzt sich aus sieben motivierten Persönlichkeiten mit spezifischen Fähigkeiten und Hintergründen, die für den Aufbau der Organisation unabdingbar sind.
· Dario Küng, Fachlehrperson Sport, Niederweningen
· Sarah Lämmli, Geschäftsführerin Bistro mes Amis, Luzern
· Claudio Clematide, Leiter Finanzen Stiftung Sinnovativ, Bern
· Pirmin Bütler, Projektleiter bei Energie Zukunft Schweiz, Zürich und ehemaliger Marketingleiter der NPO Solafrica, Bern
· Marieline Bader, Programmleiterin und Fundraiserin bei Solafrica, Bern
· Jonas Müller, Bereichsleiter Raumplanung Gemeinde Hitzkirch
· Olivia Gähwiler, Produzentin bei SRF, Zürich
Implementations-Partner Hochschule Luzern
Auf Seiten Hochschule Luzern arbeiten wir in erster Linie mit Fachpersonen aus dem Bereich Architektur und Wirtschaftsingenieurwissenschaften zusammen.
· Miro Bannwart, Dozent für Digital Construction, Hochschule Luzern
· Michele Kellerhals, Head of Institute & Programme Director, Institute for Innovation & Technology Management, Hochschule Luzern
Wie wirkt sich unsere Herausforderung positiv auf den Planeten aus?
Mit dem Bau von Sheltern schafft natourli ein attraktives Angebot für Ferien und Ausflüge in der Umgebung. Dadurch werden CO2-Emissionen durch wegfallende Reisen reduziert. Gleichzeitig ist ein Aufenthalt in einem Shelter besonders ressourcenschonend, da für den Betrieb eines Shelters keinerlei Energie notwendig ist. Der Shelter selbst wird aus 100% Schweizer Holz gefertigt und ist für eine lange Lebensdauer ausgelegt.
Wurde unsere Idee bereits getestet?
Shelter sind etwas komplett neues für die Schweiz, in den skandinavischen Ländern haben Shelter aber eine lange Tradition. Zu Tausenden sind sie über Schweden, Norwegen, Finnland und Dänemark verteilt und kommen in ganz unterschiedlichen Formen und Ausbaustandards daher. Das Angebot wird rege genutzt und laufend ausgebaut. Höchste Zeit, dass dieses bewährte Modell auch in der Schweiz Fuss fasst.
Woran wollen wir während des Booster-Projekts arbeiten?
Das Jahr 2023 steht ganz im Zeichen der Vorbereitungen für den Bau der ersten Shelter. Die baurechtliche Situation wurde in einem ersten Austausch mit dem Rechtsdienst des Kanton Luzern als grundsätzlich positiv beurteilt. In einem nächsten Schritt wollen wir nun erste Shelter bauen. Hierzu entwickeln wir gemeinsam mit der Hochschule Luzern im Rahmen des Moduls Digital Construction innerhalb des Herbstsemester fünf verschiedene Sheltertypen. Die ersten fünf Shelter werden bei bestehenden Feuerstellen in einem Zentralschweizer Wandergebiet gebaut. Während des Boosters wollen wir an der Entwicklung und den Vorbereitungen für den Bau dieser fünf Shelter arbeiten. Der Beitrag soll ein Teil der Material und Baukosten tragen.
Was erhoffen wir uns vom Booster?
Neben der finanziellen Unterstützung erhoffen wir uns intensiven Austausch mit Experten und den Aufbau eines Netzwerkes, das uns bei der Umsetzung unserer Pläne zur Seite steht.
Wie wollen wir die Drittmittel einwerben (10 % der gesamten Fördersumme)?
Die Drittmittel von 2000 Franken werden wir über institutionelle Fundraising einwerben oder aus Eigenkapital beisteuern.
Natourli ist ein gemeinnütziger Verein mit der Vision, mehr Menschen für unsere einzigartige Natur zu begeistern. An naturnahen Orten errichten wir Übernachtungsplätze mit einfachen, ästhetischen Holzunterständen (Shelter), damit im Einklang mit der Natur übernachtet werden kann. Geführte Aktivitäten und Tipps für Ausflüge rund um diese Plätze ergänzen das Übernachtungsangebot.