Netzwerk Zirkulär - Für zirkuläre Wertschöpfungsketten im Baugewerbe der Region Thunersee
Project Idea Metadata
- Project Idea Name: Netzwerk Zirkulär - Für zirkuläre Wertschöpfungsketten im Baugewerbe der Region Thunersee
- Date: 4/3/2023 1:10:36 PM
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Project Idea Description
In einer Zeit, in der nahezu die ganze Aufmerksamkeit des öffentlichen Architektur- und Baudiskurses auf dem Thema der Kreislaufwirtschaft liegt, stellen wir fest, dass uns als lokale Planer kaum Werkzeuge und Instrumente zur Verfügung stehen, um unsere Projekte nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft entwickeln zu können. Innovative und vielversprechende Initiativen im Bereich der Kreislaufwirtschaft stammen mehrheitlich aus den urbanen Zentren, die über die jeweiligen Institutionen verfügen. Seit die Thuner Bauteilbörse im Jahr 2014 schliessen musste, ist die uns am nächsten gelegene, professionelle Anbieterin von wiederverwendbaren Bauteilen in Biel beheimatet.
Mit der Gründung des «Netzwerk Zirkulär» bauen wir zurzeit ein Netzwerk unter lokalen Unternehmungen, Planenden, Behörden und Politikern auf, um ein regionales Netzwerk für zirkuläres Bauen zu etablieren und so ökologischen, ökonomischen und sozialen Mehrwert zu schaffen.
Welches Problem möchten wir lösen:
In unserer Region, rund um den Thunersee herrscht ein grosses Vakuum bezüglich innovativer Entwicklungen in Richtung einer zirkulären Bauwirtschaft. Es braucht ein lokales Netzwerk als konkretes Gefäss, um innovative Ansätze zur Implementierung zirkulärer Wertschöpfungsketten im Baugewerbe des Berner Oberlands testen zu können.
Wer profitiert vom «Netzwerk Zirkulär»:
Eine ganze Region. Die Implementierung zirkulärer Wertschöpfungsketten in der lokalen Bauwirtschaft verstehen wir als ökologische Notwendigkeit, aber allem voran auch als wirtschaftliches Potenzial. Die Umsetzung der Wiederaufbereitung von Baumaterialien benötigt fachtechnisches Wissen und handwerkliches Geschick. Die Stärkung der Handwerksberufe fördert die gesellschaftliche Akzeptanz und das Ansehen von Bauberufen. Dies ist gleichbedeutend mit der Arbeitsplatzsicherung und dem Entgegenwirken zum aktuellen Fachkräftemangel in der Baubranche. Dem Streben nach einer wirtschaftlich und ökologisch nachhaltigen Bauwirtschaft in der Region Thunersee liegt auch eine grosse soziale Komponente inne.
Wer ist Teil des «Netzwerk Zirkulär»:
Aus privatwirtschaftlicher Initiative entwickelt, ist das das Projekt «Netzwerk Zirkulär» heute an den Verein Smart Regio Thunersee (Umsetzungspartner) angeschlossen. Das Institut für Siedlungsentwicklung und Infrastruktur der Berner Fachhochschule wird den Aufbau des Netzwerks wissenschaftlich begleiten und verstärkt uns als Forschungspartner. Erste Kontakte mit der Stadt Thun sowie lokalen Unternehmen verliefen vielversprechend.
Welchen positiven Effekt hat das «Netzwerk Zirkulär» auf den Planeten:
Die Implementierung zirkulärer Wertschöpfungsketten ins Baugewerbe der Region Thunersee bedeutet ein enormes CO2-Einsparpotential. Neben dem Kernthema der Wiederverwendung von Baumaterialien und Bauteilen inkludiert das «Netzwerk Zirkulär» auch Transport, Mobilität, Entsorgung und Lagerung in seiner gesamtheitlichen Betrachtung der zirkulären Bauwirtschaft. Neben lokalen Bauunternehmungen leisten also auch ortsansässige Spediteure und Transportfirmen mit einem auf die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft abgestimmten Mobilitätskonzept einen weiteren, wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigeren und umweltschonenden Bauwirtschaft.
Wurde die Idee bereits getestet:
Es gibt vergleichbare Initiativen, die hauptsächlich aus den urbanen Zentren stammen. In der Region Thunersee fehlt ein entsprechendes Angebot bis heute. Das grosse Interesse lokaler Bauunternehmen, der Stadt Thun und lokaler Institutionen zeigt uns den Bedarf und das Potential nach einem solchen Netzwerk klar auf. Das «Netzwerk Zirkulär» basiert auf einem integralen Ansatz und ist sehr vielschichtig. Bewährte Werkzeuge, welche in der Schweiz bereits zur Anwendung kommen, sollen im Rahmen des Booster-Programms lokal getestet werden.
Was wir während dem Booster-Projekt erreichen wollen:
Wir wollen die Phase während des Booster-Programms nutzen, um unser Netzwerk inhaltlich und methodisch als Gefäss weiterzuentwickeln, neue Partner zu gewinnen sowie das wirtschaftliche und ökologische Potential des Netzwerks zu plausibilisieren.
Was wir am Ende des Booster-Programms vorlegen wollen:
Bis zum Ende des Booster-Programms wollen wir das Netzwerk in folgenden Bereichen weiterentwickeln und konkrete Antworten liefern können:
Mitglieder:
Erweiterung des Netzwerks und Erfassung von Potentialen/Opportunitäten
Stärkung der bestehenden Partnerschaften. Rollendefinition
rechtlicher Rahmen:
Firma, Verein, Initiative des Verein Smart Regio Thunersee?
Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen
Methodik:
Was ist die Aufgabe des Netzwerks? Vernetzung, Wissenstransfer, Zertifizierung, Labeling?
Entwickeln von Regulatorien (politische Partner)?
Wissenstransfer und Wissensvermittlung in die Region Thunersee, Sensibilisierung der Gesellschaft
CO2-Einsparpotenzial:
Plausibilisierung des Potentials
Geschäftspotenzial:
Plausibilisierung des Potentials, Frontrunnereffekt, Marktstärkung in der Region
Was wir vom Booster-Programm erwarten:
Wir sehen eine grosse Chance im Booster-Programm, um unser Netzwerk weiterzuentwickeln und auf eine nächste Stufe zu heben. Insbesondere im Zugang zu Expertenunterstützungen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Materialwissenschaften, Wirtschaft etc. sehen wir ein enormes Potential. Parallel möchten wir das Booster-Programm nutzen, um uns mit anderen Interessengruppen, Start-Ups, Investoren und potenziellen Partnern zu vernetzen. Der vorgesehene Förderbetrag des CBI-Boosters würde uns bei der Anschubfinanzierung stark unterstützen.
Wir stehen für einen offenen Wissenstransfer und freuen uns auf einen konstruktiven und interessanten Austausch.
Wie wir die Drittmittel einweben:
Der Verein Smart Regio Thunersee beabsichtigt als Umsetzungspartner die 10% der Fördersumme als Drittmittel aus einem Sponsoring durch einen projektbezogenen Partner zu beschaffen. Die Finanzierung der Drittmittel kann gewährleistet werden.
Wir etablieren ein Gefäss, um zirkuläre Wertschöpfungsketten im Baugewerbe in der Region Thunersee zu generieren. Dank gezielter Vernetzung lokaler Akteur*innen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung und geleitet durch einen professionellen, innovativen Prozessansatz, soll kurzfristig die Kreislaufwirtschaft im Baugewerbe des Berner Oberlands implementiert werden können. Bewährte Werkzeuge sollen lokal getestet werden. Als Forschungspartner während der Aufbauphase begleitet uns die Berner Fachhochschule.