AI Quick Summary
In Zeiten knapper Ressourcen ist ein Umdenken im Konsumverhalten dringend nötig. Noch fehlt es an öffentlich legitimierten Möglichkeiten, gebrauchte Gegenstände kostenlos weiterzugeben statt zu entsorgen. Unsere Zirkulations-App schliesst diese Lücke. Das Ziel: Die Fertigstellung der App und der Aufbau strategischer Partnerschaften. WOP schafft nicht nur eine effiziente Lösung, sondern bewirkt systemischen Wandel im urbanen Konsum- und Recyclingverhalten, der Ressourcen schont und die Gemeinschaft stärkt.
Challenge: Kreislauf der DingeWOP Prototyp Launch und Abklärungen PartnerschaftenZeitrahmen: Oktober-Dezember 2024Wir möchten das Verschenken und Weitergeben aus der Nische holen. Dazu schaffen wir eine Lösung, die unabhängig von Big Tech und Social Media genutzt werden kann, um die Lebensdauer von Gegenständen zu verlängern. Durch die Unabhängigkeit schaffen wir die Basis um von Städten und Institutionen empfohlen zu werden und für Kooperationen offen zu sein. Die rege Nutzung von bestehenden Angeboten wie Facebook-Gruppen (“Will öpper…”, mehrere Gruppen über 10k) und Telegram-Chats (“Unkommerzieller Marktplatz Zureich”, über 23k) lassen ein klares Bedürfnis erkennen – genauso wie die etwas mehr als 400 Mitglieder unseres Vereins WOP (World of Plenty). Doch aus mehreren Gründen sind diese aktuellen Lösungen nicht Mainstream-tauglich: A) Nicht alle Personen haben ein Konto auf den entsprechenden Plattformen und/oder kennen diese Gruppenchats. B) Je grösser die Gruppen, desto unübersichtlicher werden sie. Die Zugänglichkeit von Informationen nimmt beim Skalieren stark ab, weil sich Angebote schlecht filtern und durchsuchen lassen. C) Weil sie in privaten, gewinnorientierten Plattformen eingebettet sind, können diese Angebote nicht öffentlich legitimiert werden und zum Beispiel von städtischen Institutionen genutzt und gefördert werden. Ein konkretes Beispiel dafür ist die Stadt Zürich, die interessiert wäre, das WOP-Angebot in die neue ERZ-App zu integrieren, um Gegenstände vor der Entsorgung zu retten. Neben der Fertigstellung des Prototyps, wollen wir im Rahmen des FUS-Boosters gezielt am Aufbau strategischer Partnerschaften arbeiten, um möglichst viele Bedürfnisse des zirkulären Ökosystems aufzunehmen.Welches Problem möchtet ihr lösen?Viele Dinge werden grundsätzlich entweder entsorgt oder nicht mehr genutzt und verstauben im Kellerabteil oder im Schrank. Und das, obwohl sie perfekt funktional sind. Die Neuverteilung dieser Dinge ist aufwändig und schlecht zugänglich (bestehende Lösungen sind fragmentiert und nicht öffentlich legitimiert). Durch das regelmässiges Erhalten und Weitergeben unbenutzter Dinge findet ein Umdenken im Umgang mit Konsum und Besitz statt. Der zirkuläre Gedanke stärkt das Bewusstsein für nachhaltigen Konsum. Ebenso wird das Knüpfen von Kontakten in der Nachbarschaft damit gefördert. Dadurch, dass WOP auf Werbung und käufliche Artikel verzichtet, werden Nutzende nicht durch Verkaufsangebote abgelenkt und der Konsum nicht zusätzlich angeregt.Wer profitiert von der Lösung und wie?Menschen, die den eigenen Überfluss unkompliziert weiterschenken wollenMenschen, die aus finanziellen und/oder idealistischen Gründen Dinge nicht neu kaufen können/möchtenInstitutionen und bestehende Angebote, die systemische Umverteilung fördernEntsorgung & Recycling Abteilungen von Städten (ERZ Zürich)Betreibende von Brocki’s, Zirkulationszonen, Bring- und Holtage, Bücherschränken, Tauschmobilen, Kleidertausch, etc.Die Natur: Wird die Lebensdauer von Gegenständen verlängert, Besitz temporärer und sozialer gedacht, können wir die Umwelt schonenDurch die schnelle und einfache Abwicklung ohne finanzielle Transaktionen mit Fokus auf den sozialen und ökologischen Aspekt des Weitergebens in einem sicheren Rahmen, profitieren Nachbar*innen und Nachbarn, unsere Umwelt und unsere Städte. Durch besser verknüpfte Anwohner*innen fördern wir eine faire Zukunft für alle. Die App wird schweizweit nutzbar sein, einer Skalierung steht jedoch nichts im Weg. Für Partnerschaften und den Aufbau der Community gilt momentan der Fokus auf den Standort Zürich. Wer sind die Personen/Organisationen in eurem Team und welche Rolle spielen sie?Unser Kernteam setzt sich aus zusammen:Carla Opetnik (Koordinatorin Zirkulationszonen ZHdK, BAE Art Education und Social Entrepreneur)Marc Pfändler (Linux Spezialist und Full Stack Developer)Jan Lienemann (Softwareingenieur im Bereich Quantum Computing)Tobija Fischer (selbstständiger UX-Designer und Webentwickler)Lisa Ochsenbein unterstützt uns als Expertin in bei Fragen zu nachhaltigen, zukunftsorientierten Konzepten. Sie ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Industrial Design. Ebenso steht uns Nadja Keller-Fässler, Nachhaltigkeitsbeauftragte Bereich Direktion - Services an der ZHdK bei Fragen zu Rat.Unser Team deckt Teile der DEAL-Logik ab. Besonders bei Design und Awareness sind wir stark aufgestellt. Grosses Potenzial sehen wir bei E(Empowerment) und L(Legitimierung) durch die Partnerschaften und Kooperationen sowie die Unterstützung durch den FUS Booster. Die Verbreitung des bestehenden Ansatzes mittels der unabhängigen App, das daraus entstehende Wachstum der Community und der Menge der ver- und beschenkten Objekte in Kombination mit dem Vernetzen von bisherigen Angeboten hat grosses Potenzial und ermöglicht, dass unser Lösungsansatz für soziale Innovation seine Wirkung entfalten kann.Zusätzlich haben uns unter anderen folgende Personen punktuell unterstützt: Aïssata Paschke, Anne-Sophie Keller, Linda Sulzer, Guillem Gelabert, Anja Popp, Julie Wiederkehr, Inka Meier, Jessy Bänziger, Gil Scheitlin und Damian “Otto” Perez.Unseren Antrag geben wir als Verein WOP ein, der aus dem Wunsch, sich von Facebook zu lösen, entstanden ist. WOP ist ein Verein mit etwas mehr als 400 Mitgliedern.Wie wirkt sich die Lösung positiv auf den Planeten aus?Die WOP-Applikation und Community bietet ganz konkret eine Lösung für mehr Zirkularität und Nachhaltigkeit im Alltag. Sprich: Unsere Lösung wirkt positiv auf den Planeten, indem sie Abfall reduziert und Ressourcen schont. Durch das Verschenken von Gegenständen werden Müllmengen verringert, da noch brauchbare Dinge im Kreislauf bleiben. Dies senkt auch den Bedarf an neuen Produkten, wodurch Rohstoffe, Energie und Wasser eingespart werden. Gleichzeitig werden Treibhausgasemissionen minimiert, da weniger produziert und transportiert werden muss. Unsere Plattform fördert nachhaltigeren Konsum, stärkt Gemeinschaften und fördert das Bewusstsein für Kreislaufwirtschaft, was durch das Handeln unserer Nutzer*innen den ökologischen Fußabdruck verkleinert und den Planeten deutlich weniger belastet..Wurde die Idee schon einmal getestet?Ja, das Konzept der Umverteilung wird bereits in diversen, etwas verteilten und unübersichtlichen Angeboten wie Facebook- oder Telegram-Gruppen sowie auf Plattformen wie Tutti & Co mit der Gratisfunktion gelebt. Diese Gruppen erfreuen sich sehr grosser Beliebtheit und zeigen, dass eine grosse Nachfrage nach solchen Angeboten besteht.Allerdings haben diese Gruppen auch das Problem, dass sie schlecht skalieren, da sie schnell sehr unübersichtlich werden (siehe «Unkommerzieller Marktplatz Zureich» auf Telegram) und die Einträge in der Masse untergehen. Ausserdem sorgt die Zerstückelung in verschiedene Gruppen dafür, dass harte Grenzen (zb. Stadtgrenze) entstehen, statt in Umkreisen gedacht wird.Auch unsere Idee ist nicht neu - sie hat vor 7 Jahren als Facebook Gruppe namens “Will öpper” begonnen und hat seither über 10k Mitglieder angezogen. Auf Facebook entstand ein Netzwerk solcher Gruppen in vielen anderen Städten der Schweiz. So ist «Will öpper» neben dem “Unkommerziellen Marktplatz” auf Telegram eine der meistgenutzten Lösungen zur unkommerziellen Weitergabe von vorgeliebten Objekten. Auf Facebook stossen wir aus folgenden Gründen an unsere Grenzen:Auch wenn Facebook noch immer viele Nutzende zählt, geht Gen Z verloren. Nur ca 17-25% besitzen einen Account. Wir verlieren also die Generation, die sich am meisten für die Anliegen der Klimakrise einsetzt.Anders als in der App werden Nutzende auf Facebook immer wieder mit Werbung zu mehr Konsum angeregt.Auch ausserhalb der jüngeren Generationen besitzen viele kein Facebook/Meta-Konto mehrMehrwert der eigenen Plattform abseits von Facebook:Spielraum für inklusives und intuitives Design führt dazu, dass Personen mit besonderen Bedürfnissen adressiert werden können.Datenspeicherung wird auf ein Minimum reduziert, Privatsphäre & Datenschutz respektiertDer Fokus kann auf Zirkularität gelegt werdenPartnerschaften (z.B. mit der Stadt Zürich) können eher geschlossen werden, da der Fokus durchgehend auf Zirkularität und soziale Innovation gesetzt werden kann.Woran möchtet ihr während der Förderphase arbeiten?Um den Ressourcenverbrauch zu reduzieren, ist eine grundlegende Veränderung im Konsumverhalten nötig. Dadurch, das WOP keine Lagerräume braucht, sondern Nutzende die Objekte immer direkt weitergeben, ist die Plattform momentan immer noch ein Insider-Tipp und im öffentlichen Raum kaum sichtbar. Noch gibt es keine Möglichkeit, welche auch durch die Stadt Zürich legitimiert wird, um bereits gebrauchte Produkte online zu erfassen und damit weiterzugeben statt zu entsorgen. Das wollen wir mit WOP ändern und somit den Kreislauf für “alle” erschliessen. Ziel ist die Fertigstellung der Zirkulations-Applikation auf Basis des momentanen Prototypen sowie die Abklärung mit möglichen Partnerschaften, um herauszufinden, wie die Plattform einen grösseren systemischen Impact haben kann.Wir sehen wir grosses Potenzial in der Zusammenarbeit mit städtischen Institutionen wie Hochschulen, Universitäten, Spitälern und Services wie dem ERZ und EWZ. Auch in Kooperationen mit gleichdenkenden Plattformen, sehen wir eine grosse Chance, sich gegenseitig zu stärken.Momentaner Stand:Mit Pumpipumpe/Züriteilt sind wir schon im Gespräch für eine allfällige Zusammenarbeit.Auch mit Nicolas Esseiva vom ERZ und dem Facility Management der ZHdK, haben wir schon Kontakt geknüpft.Der App-Prototyp braucht noch etwas Arbeit, bevor er getestet und in einem zweiten Schritt für den Launch finalisiert werden kann. Gemeinsam mit unserem Netzwerk, dem FUS-Team und den zur Verfügung gestellten Budget, können wir uns dem Projekt widmen.Was werdet ihr am Ende des Boosters abliefern? Eine App, die Menschen verbindet, indem sie ihre vorgeliebten Objekte in der Nachbarschaft zirkulieren lassen. Legitimiert durch langfristige Partnerschaften und Kooperationen, wird die Plattform aus der Nische wachsen und unzählige Lachen auf die Gesichter unserer Anwohnenden zaubern, die an den Türen ihrer Nachbar*innen gratis Objekte abholen. Am Ende des Boosters möchten wir die ersten Partnerschaften geknüpft und die App im launchfähigen Zustand finalisiert haben. Durch ein Journal möchten wir FUS kontinuierlich up to date halten. Diese Journaleinträge werden Basis sein für unseren Schlussbericht in welchem wir Erfolge, Gelerntes und Überraschendes zusammenfassen, um für die Phase nach dem Booster möglichst viel zu lernen.Was erwartet ihr vom FUS-Booster-TeamRegelmässiger Austausch für gegenseitige Fragen & FeedbackInputs und Unterstützung beim Aufbau von Partnerschaften Von vorhandener Erfahrung rund um Innovation und Digitalisierung profitierenFinanzielle Unterstützung durch 21'000CHF + Expert*innengutscheineWen benötigt ihr als Expert:in, um das Projekt voranzutreiben?Nachwievor interessiert sind wir an gut vernetzten Personen in den Bereichen Zirkularität, Recycling & Nachhaltigkeit zum Aufbau strategischer Partnerschaften. Expert:innen im Bereich CO²-Berechnung, um den Klima-Impact von WOP messbarer zu machen und Expert:innen für Community-Building, die unsere WOP-Gemeinschaft kontinuierlich ausbauen und stärken möchten.Wie viel Budget fordert ihr von und für was?Mit dem Budget von 21’000 (+4000) CHF können wir in Partnerschaft- und Netzwerkentwicklung sowie Planung investieren (ca. 5’000 + 2’000 Expert:innen-Gutscheine), unser Konzept und Design finalisieren (ca. 7’000 + (1’000 Expert:innen-Gutscheine), die Programmierung sowie das Projekt auf einen launchfähigen Zustand bringen (ca. 9'000 CHF + 1’000 Expert:innen-Gutscheine), damit die WOP-App vor Ende Jahr nutzbar wird. Dieses Budget ist nur durch unser Team möglich, das WOP (nebst bezahlten Einsätzen) durch viel freiwilliges Engagement unterstützt.Wieso unser Projekt?WOP bietet eine konkrete Lösung für ein wachsendes Problem und bringt Menschen verschiedenster Hintergründe durch ein gemeinsames Anliegen zusammen. Die Plattform fördert so, ganz spielerisch, das Bewusstsein für verantwortungsvolleren Konsum und gemeinschaftliches Leben. Radikal simpel und trotzdem mit so grossem Potenzial.
Project Idea Description
Challenge: Kreislauf der Dinge
WOP Prototyp Launch und Abklärungen Partnerschaften
Zeitrahmen: Oktober-Dezember 2024
Wir möchten das Verschenken und Weitergeben aus der Nische holen. Dazu schaffen wir eine Lösung, die unabhängig von Big Tech und Social Media genutzt werden kann, um die Lebensdauer von Gegenständen zu verlängern. Durch die Unabhängigkeit schaffen wir die Basis um von Städten und Institutionen empfohlen zu werden und für Kooperationen offen zu sein. Die rege Nutzung von bestehenden Angeboten wie Facebook-Gruppen (“Will öpper…”, mehrere Gruppen über 10k) und Telegram-Chats (“Unkommerzieller Marktplatz Zureich”, über 23k) lassen ein klares Bedürfnis erkennen – genauso wie die etwas mehr als 400 Mitglieder unseres Vereins WOP (World of Plenty).
Doch aus mehreren Gründen sind diese aktuellen Lösungen nicht Mainstream-tauglich:
A) Nicht alle Personen haben ein Konto auf den entsprechenden Plattformen und/oder kennen diese Gruppenchats.
B) Je grösser die Gruppen, desto unübersichtlicher werden sie. Die Zugänglichkeit von Informationen nimmt beim Skalieren stark ab, weil sich Angebote schlecht filtern und durchsuchen lassen.
C) Weil sie in privaten, gewinnorientierten Plattformen eingebettet sind, können diese Angebote nicht öffentlich legitimiert werden und zum Beispiel von städtischen Institutionen genutzt und gefördert werden.
Ein konkretes Beispiel dafür ist die Stadt Zürich, die interessiert wäre, das WOP-Angebot in die neue ERZ-App zu integrieren, um Gegenstände vor der Entsorgung zu retten. Neben der Fertigstellung des Prototyps, wollen wir im Rahmen des FUS-Boosters gezielt am Aufbau strategischer Partnerschaften arbeiten, um möglichst viele Bedürfnisse des zirkulären Ökosystems aufzunehmen.
Welches Problem möchtet ihr lösen?
Viele Dinge werden grundsätzlich entweder entsorgt oder nicht mehr genutzt und verstauben im Kellerabteil oder im Schrank. Und das, obwohl sie perfekt funktional sind. Die Neuverteilung dieser Dinge ist aufwändig und schlecht zugänglich (bestehende Lösungen sind fragmentiert und nicht öffentlich legitimiert). Durch das regelmässiges Erhalten und Weitergeben unbenutzter Dinge findet ein Umdenken im Umgang mit Konsum und Besitz statt. Der zirkuläre Gedanke stärkt das Bewusstsein für nachhaltigen Konsum. Ebenso wird das Knüpfen von Kontakten in der Nachbarschaft damit gefördert. Dadurch, dass WOP auf Werbung und käufliche Artikel verzichtet, werden Nutzende nicht durch Verkaufsangebote abgelenkt und der Konsum nicht zusätzlich angeregt.
Wer profitiert von der Lösung und wie?
- Menschen, die den eigenen Überfluss unkompliziert weiterschenken wollen
- Menschen, die aus finanziellen und/oder idealistischen Gründen Dinge nicht neu kaufen können/möchten
- Institutionen und bestehende Angebote, die systemische Umverteilung fördern
- Entsorgung & Recycling Abteilungen von Städten (ERZ Zürich)
- Betreibende von Brocki’s, Zirkulationszonen, Bring- und Holtage, Bücherschränken, Tauschmobilen, Kleidertausch, etc.
- Die Natur: Wird die Lebensdauer von Gegenständen verlängert, Besitz temporärer und sozialer gedacht, können wir die Umwelt schonen
Durch die schnelle und einfache Abwicklung ohne finanzielle Transaktionen mit Fokus auf den sozialen und ökologischen Aspekt des Weitergebens in einem sicheren Rahmen, profitieren Nachbar*innen und Nachbarn, unsere Umwelt und unsere Städte. Durch besser verknüpfte Anwohner*innen fördern wir eine faire Zukunft für alle.
Die App wird schweizweit nutzbar sein, einer Skalierung steht jedoch nichts im Weg. Für Partnerschaften und den Aufbau der Community gilt momentan der Fokus auf den Standort Zürich.
Wer sind die Personen/Organisationen in eurem Team und welche Rolle spielen sie?
Unser Kernteam setzt sich aus zusammen:
- Carla Opetnik (Koordinatorin Zirkulationszonen ZHdK, BAE Art Education und Social Entrepreneur)
- Marc Pfändler (Linux Spezialist und Full Stack Developer)
- Jan Lienemann (Softwareingenieur im Bereich Quantum Computing)
- Tobija Fischer (selbstständiger UX-Designer und Webentwickler)
Lisa Ochsenbein unterstützt uns als Expertin in bei Fragen zu nachhaltigen, zukunftsorientierten Konzepten. Sie ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Industrial Design. Ebenso steht uns Nadja Keller-Fässler, Nachhaltigkeitsbeauftragte Bereich Direktion - Services an der ZHdK bei Fragen zu Rat.
Unser Team deckt Teile der DEAL-Logik ab. Besonders bei Design und Awareness sind wir stark aufgestellt. Grosses Potenzial sehen wir bei E(Empowerment) und L(Legitimierung) durch die Partnerschaften und Kooperationen sowie die Unterstützung durch den FUS Booster. Die Verbreitung des bestehenden Ansatzes mittels der unabhängigen App, das daraus entstehende Wachstum der Community und der Menge der ver- und beschenkten Objekte in Kombination mit dem Vernetzen von bisherigen Angeboten hat grosses Potenzial und ermöglicht, dass unser Lösungsansatz für soziale Innovation seine Wirkung entfalten kann.
Zusätzlich haben uns unter anderen folgende Personen punktuell unterstützt: Aïssata Paschke, Anne-Sophie Keller, Linda Sulzer, Guillem Gelabert, Anja Popp, Julie Wiederkehr, Inka Meier, Jessy Bänziger, Gil Scheitlin und Damian “Otto” Perez.
Unseren Antrag geben wir als Verein WOP ein, der aus dem Wunsch, sich von Facebook zu lösen, entstanden ist. WOP ist ein Verein mit etwas mehr als 400 Mitgliedern.
Wie wirkt sich die Lösung positiv auf den Planeten aus?
Die WOP-Applikation und Community bietet ganz konkret eine Lösung für mehr Zirkularität und Nachhaltigkeit im Alltag. Sprich: Unsere Lösung wirkt positiv auf den Planeten, indem sie Abfall reduziert und Ressourcen schont. Durch das Verschenken von Gegenständen werden Müllmengen verringert, da noch brauchbare Dinge im Kreislauf bleiben. Dies senkt auch den Bedarf an neuen Produkten, wodurch Rohstoffe, Energie und Wasser eingespart werden. Gleichzeitig werden Treibhausgasemissionen minimiert, da weniger produziert und transportiert werden muss. Unsere Plattform fördert nachhaltigeren Konsum, stärkt Gemeinschaften und fördert das Bewusstsein für Kreislaufwirtschaft, was durch das Handeln unserer Nutzer*innen den ökologischen Fußabdruck verkleinert und den Planeten deutlich weniger belastet..
Wurde die Idee schon einmal getestet?
Ja, das Konzept der Umverteilung wird bereits in diversen, etwas verteilten und unübersichtlichen Angeboten wie Facebook- oder Telegram-Gruppen sowie auf Plattformen wie Tutti & Co mit der Gratisfunktion gelebt. Diese Gruppen erfreuen sich sehr grosser Beliebtheit und zeigen, dass eine grosse Nachfrage nach solchen Angeboten besteht.
Allerdings haben diese Gruppen auch das Problem, dass sie schlecht skalieren, da sie schnell sehr unübersichtlich werden (siehe «Unkommerzieller Marktplatz Zureich» auf Telegram) und die Einträge in der Masse untergehen. Ausserdem sorgt die Zerstückelung in verschiedene Gruppen dafür, dass harte Grenzen (zb. Stadtgrenze) entstehen, statt in Umkreisen gedacht wird.
Auch unsere Idee ist nicht neu - sie hat vor 7 Jahren als Facebook Gruppe namens “Will öpper” begonnen und hat seither über 10k Mitglieder angezogen. Auf Facebook entstand ein Netzwerk solcher Gruppen in vielen anderen Städten der Schweiz. So ist «Will öpper» neben dem “Unkommerziellen Marktplatz” auf Telegram eine der meistgenutzten Lösungen zur unkommerziellen Weitergabe von vorgeliebten Objekten.
Auf Facebook stossen wir aus folgenden Gründen an unsere Grenzen:
- Auch wenn Facebook noch immer viele Nutzende zählt, geht Gen Z verloren. Nur ca 17-25% besitzen einen Account. Wir verlieren also die Generation, die sich am meisten für die Anliegen der Klimakrise einsetzt.
- Anders als in der App werden Nutzende auf Facebook immer wieder mit Werbung zu mehr Konsum angeregt.
- Auch ausserhalb der jüngeren Generationen besitzen viele kein Facebook/Meta-Konto mehr
Mehrwert der eigenen Plattform abseits von Facebook:
- Spielraum für inklusives und intuitives Design führt dazu, dass Personen mit besonderen Bedürfnissen adressiert werden können.
- Datenspeicherung wird auf ein Minimum reduziert, Privatsphäre & Datenschutz respektiert
- Der Fokus kann auf Zirkularität gelegt werden
- Partnerschaften (z.B. mit der Stadt Zürich) können eher geschlossen werden, da der Fokus durchgehend auf Zirkularität und soziale Innovation gesetzt werden kann.
Woran möchtet ihr während der Förderphase arbeiten?
Um den Ressourcenverbrauch zu reduzieren, ist eine grundlegende Veränderung im Konsumverhalten nötig. Dadurch, das WOP keine Lagerräume braucht, sondern Nutzende die Objekte immer direkt weitergeben, ist die Plattform momentan immer noch ein Insider-Tipp und im öffentlichen Raum kaum sichtbar. Noch gibt es keine Möglichkeit, welche auch durch die Stadt Zürich legitimiert wird, um bereits gebrauchte Produkte online zu erfassen und damit weiterzugeben statt zu entsorgen. Das wollen wir mit WOP ändern und somit den Kreislauf für “alle” erschliessen. Ziel ist die Fertigstellung der Zirkulations-Applikation auf Basis des momentanen Prototypen sowie die Abklärung mit möglichen Partnerschaften, um herauszufinden, wie die Plattform einen grösseren systemischen Impact haben kann.
Wir sehen wir grosses Potenzial in der Zusammenarbeit mit städtischen Institutionen wie Hochschulen, Universitäten, Spitälern und Services wie dem ERZ und EWZ. Auch in Kooperationen mit gleichdenkenden Plattformen, sehen wir eine grosse Chance, sich gegenseitig zu stärken.
Momentaner Stand:
Mit Pumpipumpe/Züriteilt sind wir schon im Gespräch für eine allfällige Zusammenarbeit.
Auch mit Nicolas Esseiva vom ERZ und dem Facility Management der ZHdK, haben wir schon Kontakt geknüpft.
Der App-Prototyp braucht noch etwas Arbeit, bevor er getestet und in einem zweiten Schritt für den Launch finalisiert werden kann. Gemeinsam mit unserem Netzwerk, dem FUS-Team und den zur Verfügung gestellten Budget, können wir uns dem Projekt widmen.
Was werdet ihr am Ende des Boosters abliefern?
Eine App, die Menschen verbindet, indem sie ihre vorgeliebten Objekte in der Nachbarschaft zirkulieren lassen. Legitimiert durch langfristige Partnerschaften und Kooperationen, wird die Plattform aus der Nische wachsen und unzählige Lachen auf die Gesichter unserer Anwohnenden zaubern, die an den Türen ihrer Nachbar*innen gratis Objekte abholen.
Am Ende des Boosters möchten wir die ersten Partnerschaften geknüpft und die App im launchfähigen Zustand finalisiert haben. Durch ein Journal möchten wir FUS kontinuierlich up to date halten. Diese Journaleinträge werden Basis sein für unseren Schlussbericht in welchem wir Erfolge, Gelerntes und Überraschendes zusammenfassen, um für die Phase nach dem Booster möglichst viel zu lernen.
Was erwartet ihr vom FUS-Booster-Team
- Regelmässiger Austausch für gegenseitige Fragen & Feedback
- Inputs und Unterstützung beim Aufbau von Partnerschaften
- Von vorhandener Erfahrung rund um Innovation und Digitalisierung profitieren
- Finanzielle Unterstützung durch 21'000CHF + Expert*innengutscheine
Wen benötigt ihr als Expert:in, um das Projekt voranzutreiben?
Nachwievor interessiert sind wir an gut vernetzten Personen in den Bereichen Zirkularität, Recycling & Nachhaltigkeit zum Aufbau strategischer Partnerschaften. Expert:innen im Bereich CO²-Berechnung, um den Klima-Impact von WOP messbarer zu machen und Expert:innen für Community-Building, die unsere WOP-Gemeinschaft kontinuierlich ausbauen und stärken möchten.
Wie viel Budget fordert ihr von und für was?
Mit dem Budget von 21’000 (+4000) CHF können wir in Partnerschaft- und Netzwerkentwicklung sowie Planung investieren (ca. 5’000 + 2’000 Expert:innen-Gutscheine), unser Konzept und Design finalisieren (ca. 7’000 + (1’000 Expert:innen-Gutscheine), die Programmierung sowie das Projekt auf einen launchfähigen Zustand bringen (ca. 9'000 CHF + 1’000 Expert:innen-Gutscheine), damit die WOP-App vor Ende Jahr nutzbar wird. Dieses Budget ist nur durch unser Team möglich, das WOP (nebst bezahlten Einsätzen) durch viel freiwilliges Engagement unterstützt.
Wieso unser Projekt?
WOP bietet eine konkrete Lösung für ein wachsendes Problem und bringt Menschen verschiedenster Hintergründe durch ein gemeinsames Anliegen zusammen. Die Plattform fördert so, ganz spielerisch, das Bewusstsein für verantwortungsvolleren Konsum und gemeinschaftliches Leben. Radikal simpel und trotzdem mit so grossem Potenzial.
In Zeiten knapper Ressourcen ist ein Umdenken im Konsumverhalten dringend nötig. Noch fehlt es an öffentlich legitimierten Möglichkeiten, gebrauchte Gegenstände kostenlos weiterzugeben statt zu entsorgen. Unsere Zirkulations-App schliesst diese Lücke. Das Ziel: Die Fertigstellung der App und der Aufbau strategischer Partnerschaften. WOP schafft nicht nur eine effiziente Lösung, sondern bewirkt systemischen Wandel im urbanen Konsum- und Recyclingverhalten, der Ressourcen schont und die Gemeinschaft stärkt.