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Die Kommunikation über die Reparatur Vorwärts bringen - Studie zu Kommunikationsmassnahmen um städtische Repair Cafés bekannter zu machen

Project Idea Metadata

Project Idea Description

Welches Problem möchtet ihr lösen?​ Welche systemischen Problemhypothesen sind Ausgangspunkt für die Idee?

Die Repair Cafés (RC) leisten einen niederschwelligen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft. Breiten Bevölkerungsschichten wird es mit dem Angebot der RCs ermöglicht, Alltagsgegenstände zu reparieren. Dies ist sowohl ökologisch als auch ökonomisch in den meisten Fällen sinnvoll. Inzwischen gibt es über 200 RCs in der Schweiz. Ausgangspunkt dieses Projekts ist die Tatsache, dass RCs vor allem in ländlichen Gebieten und der Agglomeration organisiert werden und noch nicht zum Mainstream gehören. Wachstum für die RC Bewegung bedeutet also zwangsläufig in die Städte zu expandieren und sich dort weiter zu verbreiten. Gerade in städtischen Gebieten könnten viele Personen und insbesondere auch Menschen mit tieferem Einkommen adressiert werden. Gründe für diese geografischen Unterschiede sind jedoch nicht bekannt. Eine Hypothese ist, dass es viele alternative bzw. konkurrenzierende (Freizeit-) Angebote in urbanen Gebieten gibt. Folgende Fragen sollen in diesem Projekt geklärt werden:

Wie trägt die Idee zur Lösung des Problems bei?

Die oben genannten Fragen sollen durch eine wissenschaftliche Studie beantwortet werden. Weiter können somit die ermöglichenden Rahmenbedingungen ermittelt werden, die dem Mainstreaming von RCs dienen sollen. In einem ersten Schritt werden durch eine grossflächige Befragung Erkenntnisse zur Bekanntheit, Bedarf und möglichen Treibern und Hürden von RCs bzw. Reparatur im urbanen Raum gewonnen. Ausserdem soll ermittelt werden, über welche Kanäle und mit welcher Art von Kommunikation die Zielgruppe erreicht werden kann. In einem zweiten Schritt werden basierend auf den Ergebnissen Kommunikationsmassnahmen und Marketingstrategien erarbeitet, um die Repair Cafés oder Reparatur-Bewegungen in den Städten zu etablieren. Mit Hilfe einer Kommunikationsagentur (zu definieren) als externen Dienstleister sollen die definierten Massnahmen und Strategien bereits konkret getestet und konkrete Designs entwickelt werden. Im Rahmen der Studie sollen diese Werbemassnahmen als Pilot auch innerhalb der Stadt Zürich verbreitet werden (z.B. Werbung auf Social Media, Diffusion von Werbemittel, etc.). Längerfristig sollen die Ergebnisse der Studie sowohl in die Kommunikation des Konsumentenschutzes und der RCs fliessen als auch für weitere Dritte (Reparaturinitiativen, Behörden, weitere) zur Verfügung stehen.

Wer wird von der Lösung profitieren und wie?

Die Erkenntnisse der Studie sollen Lösungsansätze hervorheben, wie man bestehende Reparatur-Initiativen zum Mainstream verhelfen kann. Somit können auch andere Projekte oder Initiativen von den Erkenntnissen profitieren und Grassroots sich durch gute Kommunikation vermehren und wachsen. Von den Erkenntnissen können also sowohl der Konsumentenschutz als Dachorganisation, als auch die einzelnen Repair Cafés oder die Stadt Zürich (und weitere grössere CH-Städte) selbst profitieren. Die Auswertung der Studie soll aufzeigen, welche Kommunikations- und Marketingstrategien umgesetzt werden müssen, um die Repair Cafés für die breite Bevölkerung zugänglicher und attraktiver zu machen. Anhand der erhobenen Daten können gezielte Kommunikationskonzepte erstellt werden und die Reparaturbewegung durch Kommunikation gefördert werden. Die Erarbeitung erster Designs und der Test der Diffusion der Designs sollen die Erkenntnisse festigen.

Wie trägt die Idee zum Ziel der Klimagerechtigkeit bei?

Reparieren ist in der Schweiz sehr teuer und viele Menschen entscheiden sich deshalb bei einem Schaden oft für einen Neukauf, anstatt eine Reparatur zu unternehmen. Die Repair Cafés wollen diesem Trend entgegenwirken und damit ein Zeichen gegen den Ressourcenverschleiss und die wachsenden Abfallberge setzen. Eine Verstärkung der Repair Café Bewegung leistet einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und schlussendlich zu mehr Klimagerechtigkeit. Zudem bieten Repair Cafés einen Ort für Austausch und Beisammensein und können somit eine Nachbarschaft stärken und Menschen in Quartieren zusammenbringen.

Welche Personen/Organisationen gibt es in Eurem Team und was ist ihre Rolle?

Unser Team besteht aus der Stiftung für Konsumentenschutz als Koordinatorin und Unterstützerin der Repair Cafés Schweiz und dem Institut für Marketing Management der ZHAW als Wissenschaftspartner mit Expertin im Bereich Marketing, (Nachhaltigkeits-)Kommunikation und Konsumentenforschung. Die Studie wird von beiden Organisationen gemeinsam durchgeführt. Als externer Partner holen wir uns eine Kommunikationsagentur an Bord, die erste Designs auf Grundlage der wissenschaftlichen Erkenntnisse liefert.

Wurde die Idee (in Varianten) bereits getestet? Wenn ja, mit welchen Erkenntnissen?

Im Herbst 2023 wurde eine kleine Studie zur Ermittlung von Treibern und Hürden für die Teilnahme an Repair Cafés durgeführt. Die geplante Studie knüpft an diese Erkenntnisse an. Eine Studie zur Nachfrage von Repair Cafés oder ähnlichen Initiativen im urbanen Raum wurde unseres Wissens in der Schweiz bisher noch nie durchgeführt.

Woran möchtet ihr während des Boosters arbeiten (z. B. Machbarkeitsstudie, Entwicklung eines klimagerechten Geschäftsmodells, Bau eines ersten Prototyps, Test-Mainstreaming usw.)? Was werdet ihr am Ende des Boosters liefern?

Während des Boosters wird die Studie durchgeführt, um neue Erkenntnisse zur Verbreitung und Etablierung von Repair Cafés in Städten gewinnen und präsentieren zu können. Ziel ist es ausserdem, ein Kommunikationskonzept und erste Designs zu entwickeln, welches verschiedenen Organisationen helfen soll, sich auch in den Städten weiter zu verbreiten. Das bedeutet, dass bereits während der Studie die ersten Ergebnisse der wissenschaftlichen Studie (z.B. Kommunikationsstrategien und deren Designs) sowohl analog wie digital getestet werden.

Was erhofft ihr Euch von dem Booster (z. B. Suche nach bestimmten Partner:innen, Expert:innenunterstützung usw.)?

Durch den Booster erhoffen wir uns die Repair Café Bewegung in der Schweiz weiterbringen zu können und auch die städtische Bevölkerung vermehrt auf die wachsende Reparaturbewegung aufmerksam zu machen und sie diese damit weiter zu verstärken. Ebenso sollen Synergien zur Kreislaufwirtschaftsstrategie der Stadt Zürich insbesondere zum Reparaturbonus, hergestellt werden.

Wen brauchst du als Expert:in, um die Idee weiter voranzutreiben?

Um die Studie weiter vorantreiben zu können benötigen wir Expert:innen Meinungen aus den Bereichen Marketing und Kommunikation, sowie aus der Forschung zu Konsumverhalten. Zudem benötigen wir für die Umsetzung der RC Etablierung Expert:innen aus den Städten selbst, um mögliche Räume für Reparaturwerkstätten zu schaffen und die Reparatur den Menschen näherzubringen.

Wie viel Budget fordert ihr von uns für was?

Insgesamt beantragen wir ein Budget von CHF 21’000 sowie CHF 4’000 für Expert:innen (siehe Anlagen zur Projekt Idee für die genaue Budgetberechnung). Diese Mittel ermöglichen es uns, die Studie zu entwickeln, die Pilotphase der Werbemassnahmen durchzuführen und wertvolle Erkenntnisse für die Etablierung und das Mainstreaming von RCs in Städten zu gewinnen.

Herzlichen Dank für die Unterstützung!

Als wichtiges Angebot der Kreislaufwirtschaft sind die Repair Cafés in der Schweiz weitverbreitet - werden jedoch vor allem in ländlichen Gebieten und Agglomerationen organisiert. Diese Ausgangslage soll in einer Studie näher untersucht werden: Erstens soll eruiert werden, wie gross der Bedarf nach Repair Cafés in Zürich ist. Zweitens sollen Kommunikationsstrategien erarbeitet und getestet werden, die nötig sind, damit die Repair Café Bewegung im urbanen Umfeld bekannter wird.