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NEUNOI aus Zürich entwickelt nachhaltige Kindersneaker inklusive Reparatursystem um Lebensdauern zu verlängern und Verschwendung zu reduzieren. Weil Kinderfüsse schnell wachsen werden ständig neue Schuhe benötigt – und damit auch neue Ressourcen verbraucht. Genau hier setzt NEUNOI an: Mit einem lokalen, innovativen Sharing- und Reparatursystem zeigen wir, dass faire Kreislaufwirtschaft in der Sneakerbranche erfolgreich umsetzbar ist – und setzen damit einen klaren Gegenpol zur Fast Fashion-Industrie.
Welches Problem möchtet ihr lösen? Welche systemischen Problemhypothesen sind Ausgangspunkt für die Idee?Wie wir konsumierenWir hinterfragen die bestehende Wegwerf-Kultur und die Fast-Fashion-Industrie, da diese erheblich zur Umweltverschmutzung beitragen. Im Fokus unseres Projekts steht der Kinderschuh als Verschleissprodukt. Aufgrund des schnellen Wachstums von Kinderfüssen werden häufig neue Schuhe benötigt und die alten werden entsorgt. Wir möchten das systemische Problem der linearen Konsum- und Produktionsmuster in der Schuhbranche lösen, die auf ständigen Neukauf und Wegwerfen ausgerichtet sind. Dabei stehen wir vor einer grossen Herausforderung: Wie lassen sich gebrauchte Schuhe möglichst attraktiv gestalten? MikroplastikDer Abrieb von Schuhsohlen trägt erheblich zur globalen Mikroplastikbelastung bei. Laut dem Fraunhofer Institut (2018) ist der Abrieb von Schuhsohlen der siebt grösste Verursacher von Mikroplastik weltweit - ein Problem, das dringend mehr Beachtung finden muss, da Schuhe ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Alltags sind. FussgesundheitEin weiteres Problem ist, dass Kinder oft zu kleine oder zu grosse Schuhe tragen, was ihre Fussgesundheit beeinträchtigen kann. Weil Kinderfüsse so schnell wachsen, werden Schuhe oft entweder zu lange getragen oder extra eine Nummer zu gross gekauft, um sie länger nutzen zu können. Zweitens herrscht je nach Abnutzungsgrad des Schuhwerks durch das Tragen von bereits gebrauchten Schuhen das Risiko von Fussfehlstellungsübertragungen. Vor Allem Performanceverlust im Material und Verformungen von eingelaufenen Innensohlen oder schräg abgeriebenen Aussensohlen sind funktional kritische Stellen. Die NEUNOI-Sneaker verfolgen das Ziel, diese Herausforderungen gezielt anzugehen und nachhaltige Lösungen zu bieten.Wie trägt die Idee zur Lösung des Problems bei?NEUNOI ist ein innovatives Start-up, das an der ZHdK in Zürich gegründet wurde. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, nachhaltige Schuhe für Kinder im Alter von 3 bis 12 Jahren zu entwickeln, die nicht nur dem Trend folgen, sondern auch den hohen Anforderungen an ressourcenschonende und umweltfreundliche Produktion entsprechen. Der NEUNOI-Ansatz deckt den gesamten Produktlebenszyklus ab – von der Materialbeschaffung über Mehrfachnutzung bis hin zu fachgerechter Entsorgung oder Recycling der einzelnen Komponenten.Konsum und Reparatur: Ressourcenschonung ist unser Grundsatz. Wie können wir Materialien möglichst lange in einem Kreislauf behalten? Ein Abosystem ist hier die Lösung. Die passenden Kinderschuhe werden ausgeliehen und, sobald die Füsse wachsen und der Schuh zu klein wird, wird der Sneaker in die Reparatur geschickt. Der neue Schuh kann dann bequem online ausgewählt werden. Durch die regelmässige Rückkehr der Schuhe sind NEUNOIs weit über die Lebensdauer herkömmlicher Sneaker hinaus nutzbar. Nach mehreren Kindern werden die Schuhe aus dem aktiven Kreislauf genommen, wobei ihre Einzelteile fachgerecht entsorgt oder recycelt werden. Von der Herstellung, wo wir bereits viele Restmaterialien verwenden, bis zur Endentsorgung ermöglicht unser System einen respektvollen Umgang mit den Materialien eines Schuhs. Die aktuelle Preisschätzung für die monatlichen Kosten im Abo liegt zwischen CHF 14 und CHF 29.Abosystem:Anstatt auf ständigen Neukauf zu setzen, fördert unser Konzept die Langlebigkeit der Schuhe durch ein effektives Reparatursystem mit spezifischen und effizienten Reparaturlösungen für jede Stelle des Schuhs. Die Reparatur sollte lokal durchgeführt werden in der Schweiz. Das durchdachte Repair-Design macht fast alle Teile des Schuhs leicht zugänglich und austauschbar, wodurch ein kreislauffähiges Produkt überhaupt erst entstehen kann. Durch unsere Reparaturlösungen können wir gebrauchte Schuhe sowohl optisch wieder ansprechend gestalten als auch funktional verbessern, um potenzielle gesundheitliche Risiken zu minimieren. Eine offensichtliche Reparaturlösung sind farbige Lederpatches, die über Löcher oder abgenutzte Stellen genäht werden können und die dem Schuh nach der Reparatur ein neues Aussehen verleihen. Auch das Innenfutter, die Schuhzunge und alle Verschlussteile verfügen über Reparaturlösungen, die gezielt auf die jeweiligen Bereiche abgestimmt sind.Unser NameDer Name NEUNOI mit seiner kindlichen Verdoppelung spiegelt das Konzept wider, indem er mit dem Wort „Neu“ spielt. NEU = erster Schuh, klassisch "neu". NOI = Schweizer Dialekt für Neu; symbolisiert den reparierten Schuh und die Gemeinschaft. Wir hinterfragen also den Begriff "Neu" bewusst und möchten damit vermitteln, dass ein reparierter Schuh denselben Wert und Nutzen wie ein neuer Schuh haben kann.Die Basis bilden die Materialien: Unsere Sneaker zeichnen sich ebenso durch die Verwendung fortschrittlicher, nachhaltiger Materialien aus: NEUNOI setzt nahezu ausschliesslich auf recycelte und upgecycelte Materialien, darunter die Verwendung von lokalen Lederresten der Industrie, recycelter Baumwolle der Schweizer Textilfirma Stotz und zugesetzte Algen in der Zwischensohle von Bloom Materials. Die Zwischensohle besteht aus EVA (Ethylenvinylacetat) von BLOOM, das Algen aus Umweltschutzprojekten nutzt, um umweltfreundlichere Alternativen zu schaffen. Mikroplastik: Zudem stellt der Plastikabbrieb eines der grössten Umweltprobleme herkömmlicher Schuhe dar. Auch hier setzt NEUNOI neue Massstäbe: Unsere Schuhe sind mit einem innovativen und revolutionären Material des Zürcher Start-Ups KUORI ausgestattet,einem biologisch abbaubaren und austauschbaren Sohlenmaterial. KUORI wird aus Nebenprodukten der Lebensmittelindustrie hergestellt und ist ein biobasiertes, elastisches Material. Lebenszyklusanalysen zeigen, dass KUORI mindestens fünfmal umweltfreundlicher ist als herkömmliche Kunststoffe. Gesundheit: Auf gesundheitlicher Ebene unterstützt unser Abosystem dabei, stets perfekt passende Schuhe zu gewährleisten und diese nur so lange zu tragen, bis sie zu klein sind. Das Risiko, Fussfehlstellungen durch das Tragen von gebrauchten Schuhen eines anderen Kindes zu übertragen, wird bei unserem Ansatz vermieden. Jedes Mal, wenn die Schuhe weitergegeben werden, ersetzen wir die Innen- und Aussensohlen, um eine neutrale und sichere Passform für das nächste Kind zu garantieren. Dies kann helfen Fussfehlstellungen zu vermeiden. Diese Erkenntnisse basieren auf intensiven Beratungen mit der Kinderfussexpertin Sabine Adamy und wurde uns bislang von allen weiteren befragten Schuhmachern und Experten bestätigt. Wer wird von der Lösung profitieren und wie?Umweltbewusste Eltern:Die Zielgruppe umfasst zu Beginn umweltbewusste Eltern, die nicht nur Wert auf Qualität und Design, sondern auch auf nachhaltigen Konsum legen. Die Warteliste mit über 200 Anmeldungen bestätigt das grosse Interesse an unserem Konzept, welches bereits in der Testphase der ersten Prototypen steckt. Elternfreundliche LösungDas Abosystem reduziert den Aufwand und die Kosten für häufigen Schuhwechsel. Eltern müssen sich keine Sorgen mehr um das Wachstum der Füsse ihrer Kinder machen oder alte Schuhe entsorgen.KinderKinder im Alter zwischen 3-12 Jahren, welche die Schuhgrössen 19 bis 39 tragen. In Workshops mit Kindern wurde der NEUNOI gemeinsam entwickelt, wobei ihre Wünsche massgeblich berücksichtigt wurden – so entstanden beispielsweise der farbenfrohe Stil und die Idee eines Geheimfachs in der Schuhzunge. Was könnte nachhaltiger sein, als bereits bei den Kleinsten anzusetzen und ihnen durch praktische Beispiele spielerisch das Bewusstsein für Kreislaufwirtschaft und nachhaltigen Konsum zu vermitteln? Es muss nicht alles neu sein, um wertvoll zu sein. Durch das Abosystem haben Kinder immer die perfekt sitzenden Schuhen und das Risiko für Fussfehlstellungen werden reduziert.WissensvermittlungDer NEUNOI ist aktuell im Landesmuseum Zürich in der Ausstellung "Das zweite Leben der Dinge" vertreten und repräsentiert als einziges aktuelles Objekt die respektvolle Nutzung von Ressourcen. Zudem wurden wir zu den Designmessen in Mailand, Zürich und Berlin eingeladen, um unser zukunftsorientiertes Projekt auszustellen und den Diskurs über nachhaltige Lösungen in der Modeindustrie mitgestalten. Gesellschaftlich bald unverzichtbarUnser Konzept hinterfragt das globale Konsummuster des ständigen Neukaufs und bietet eine nachhaltige Alternative durch ein zirkuläres System. In unserem Fall geht es darum, Schuhe effizient reparierbar und wiederverwendbar zu gestalten. Dieser Ansatz ist zukunftsweisend und kann auf beliebig viele weitere Produkte und Dienstleistungen angewendet werden.Wie trägt die Idee zum Ziel der Klimagerechtigkeit bei?In Kürze: 1) Ressourcenschonend dank Mehrfachnutzung, 2) Kreislaufwirtschaft 3) Kein schädlicher Mikroplastik-Abrieb 4) Umdenken: Nicht neu kaufen, sondern reparieren und wiederverwenden 5) Transparente Lieferkette; Produktion innerhalb Europas Auf dem Weg zur Klimagerechtigkeit leistet der NEUNOI-Ansatz folgende Beiträge: 1) Reduktion von Ressourcenverbrauch: NEUNOI-Schuhe sollen durch schnelle Reparaturen durchschnittlich von bis zu 5 Kindern getragen werden, anstatt nur einem Kind. Das Abosystem minimiert den Bedarf an neuen Materialien und reduziert den Ressourcenverbrauch erheblich. Zudem verbraucht die Reparatur (inkl. Transport) eines Schuhs deutlich weniger Energie als die Herstellung eines neuen Sneakers, was zusätzlich den Energieaufwand senkt.2) Verringerung von Abfall: Viel von unseren hochwertigen Materialien sind theoretisch “Abfall”: Lederreste für den Oberschuh, Lebensmittelreste in der Sohle, überschüssige Algen in der Zwischensohle und Secondhand-Pullovers als Innenfutter.Eigentlich trägt alles am Schuh dazu bei, Abfall zu minimieren und zu verhindern, dass Schuhe vorzeitig in die Müllhalde gelangen. Dies reduziert die Umweltbelastung und unterstützt eine Kreislaufwirtschaft.3) Vermeidung von Mikroplastik: Durch die Verwendung biologisch abbaubarer Schuhsohlen tragen wir direkt zur Reduzierung der globalen Mikroplastik-Verschmutzung bei. In Deutschland erzeugt ein Mensch durchschnittlich etwa 100 Gramm Abrieb durch Schuhsohlen pro Jahr. (Fraunhofer Institut, 2018).4) Sensibilisierung und Bildung für Kinder und Eltern: Nicht zu unterschätzen ist die Signalwirkung der NEUNOI Sneaker. Wir vermitteln vor allem Kindern, aber auch ihren Eltern Werte der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Wie könnten wir besser ein langfristiges Bewusstsein für umweltfreundliches Verhalten und Klimagerechtigkeit fördern?5) Förderung nachhaltiger Praktiken: Unsere innovative Lösung setzt ein Beispiel für nachhaltige Produktentwicklung und Konsumverhalten, das andere Unternehmen und Konsumenten dazu anregen kann, ebenfalls umweltfreundliche und gerechte Entscheidungen zu treffen.6) Reduktion des CO2-Fussabdrucks: Durch die lokale Produktion und den Transport von Materialien innerhalb der Region reduzieren wir Emissionen, die bei langen Transportwegen entstehen, erheblich.7) Förderung lokaler Wertschöpfung: Die Herstellung und Reparatur der Schuhe erfolgt lokal, was zur Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen in der Region beiträgt und gleichzeitig die Abhängigkeit von globalen Lieferketten verringert.8) Förderung sozialer Gerechtigkeit: Indem wir auf faire Arbeitsbedingungen und nachhaltige Lieferketten achten, tragen wir zu einem sozial gerechteren Wirtschaftssystem bei, das Umwelt- und Arbeitsgerechtigkeit zusammenführt.9) Langfristiger Nutzen für die Gesundheit: Gut passende Schuhe, die regelmässig erneuert und repariert werden, fördern die Fussgesundheit von Kindern und verhindern langfristige gesundheitliche Schäden durch unpassende Schuhe.Da NEUNOI in der Schweiz produziert und vermarktet wird, leisten all die erwähnten Punkte einen bedeutenden Beitrag zur Klimagerechtigkeit in der Schweiz.Welche Personen/Organisationen gibt es in Eurem Team und was ist ihre Rolle? Kernteam:– Narada Zürrer (Gründer): Verantwortlich für die Leitung, Konzeption und Entwicklung von NEUNOI. – Vesna und Sofia (Umweltnaturwissenschaftlerinnen und Mitarbeiterinnen): Unterstützen Narada in der täglichen Arbeit, vor allem in den Bereichen Organisation und Koordination.– Thibaut Wenger (Miterfinder): Thibaut ist nach Beendigung der Bachelorarbeit nicht mehr Teil von NEUNOI, u.a. da er sich derzeit keine Selbstständigkeit vorstellen kann. Seine Rechte am Projekt werden vertraglich an NEUNOI übertragen. Produktion:– Atelier Verein A, Schaffhausen: Partner für die Herstellung der Schuhe: Lorenz Burri (Schuh- und Schäftemacher, Ausbildner, Werkstattleiter)– Aktuell Auszubildende: Aimée, Linus, Siu, Emilia und Yanik– Moesha Scheller und Jemima Robles: Junge Schuhmacherinnen mit Ergonomie- und Gesundheits-Background, die bei ausreichendem Budget das Team verstärken werden.Materialpartner:– KUORI - waste turns material (Sarah Harbarth, Arthur, Erika): Entwicklung und Lieferung des Sohlenmaterials aus Abfallprodukten.– Ventile Textiles (Daniel Odermatt): Lokaler Lieferant für recycelte Materialien.– Bloom Materials (Stephan Slunitschek): Weiches Sohlenmaterial mit Algen. Mentoren und Coaches– Business Mentoren: Damon Bonser, Bertrand Thievent, Philipp Kotsopoulos, Oliver Gessl, Ronald Zürrer, Michel Hueter. – Produktdesign: Lisa Ochsenbein, Susanne Marti, Robert Wettstein, Laetitia DeAllegri, Katarina Rimarcikova und mehr.– Kommunikation und Medien: Narottam Aventaggiato, Nadine Brandenberg, Romain Casella und mehr.– Unterstützende Institutionen:Pro Helvetia und Z-Kubator der Zürcher Hochschule der Künste: finanzielle Unterstützung und umfassendes Coaching/Mentoring. Creative Team– Nino Valpiani, Nicolas Burri, Josy Lee, Micha Niederhäuser, Simon Hardmeier, Jaron Gyger, Dominik Lindegger. (Art Direktoren, Grafiker, Foto- und Videografen und Website-Entwickler)Externe Kontakte– Testfamilien: Familien Rüegg, Schlüter, Vogeler, Robles, Gessl, Bertschi. – Footwear-Kontakte: Sufi und Niklas Bernhard (On Running), Sabine Adamy (Ehemals Wildling), Yohanna Rieckhoff (Re-Club, ECAL).– Medienkontakte: Pia Seidel (Senior Editor Galaxus), Christian Rensch (Journalist SRF), Alyssia Kugler (Redaktion Founded), Jutta Duft, und mehr. Geplante Erweiterung des Teams– Businessperson/Co-Lead, um die Geschäftsführung zu verstärken.– Weiterer Teamaufbau bis zur Serie: Bei erfolgreicher Umsetzung wird NEUNOI viele Mitarbeiter in der Schweiz beschäftigen. (Reparateur:in, Vertrieb und Verkauf, Kundensupport, Logistik und Lager, Finanzen und Buchhaltung, Kommunikation und PR, etc.) Laufende BewerbungenAktuell warten wir auf den Bescheid der IKEA Stiftung Schweiz und des Zürcher Zukunftspreises, wo wir als letztes Fördergesuche eingereicht haben.Wir haben eine detaillierte Funding-Liste mit passenden Wettbewerben und Institutionen für NEUNOI erstellt und werden uns jeweils fristgerecht dafür anmelden. Wurde die Idee (in Varianten) bereits getestet? Wenn ja, mit welchen Erkenntnissen?Test-Phase: Aktuell werden unsere NEUNOI-Sneaker getestet, juhu! Das erste Test-Kind trägt die Sneaker bereits seit Juni, und unsere Schuhe waren über die Sommerferien weltweit im Einsatz – von Japan bis Afrika. Total sind sieben Test-Prototypen bei Familien im Einsatz, die wir möglichst eng begleiten.Sohle aus KUORI: Leider konnten wir das KUORI-Material bisher nur an einem Schuh testen, weshalb uns noch wichtige Erkenntnisse über seine Alltagstauglichkeit fehlen. Der Grund dafür liegt in den signifikanten Kosten der KUORI Sohle. Bisher wurde die KUORI Sohle mit einem 3D- Drucker hergestellt, dieses Verfahren ist aber zu teuer. Dies zu optimieren wird nun priorisiert und mit dem nächsten Budget umgesetzt, da es sich um eines der wichtigsten USPs am Schuh handelt. Diese so gewonnenen Ergebnisse sind auch entscheidend für unsere weitere Planung.Feedback, Regen und Pricing: Das Feedback ist aber durchweg höchst positiv, besonders was das Design, die Idee und den Tragekomfort betrifft. Die Sneaker haben starke Regenphasen und andere Wetterbedingungen gut überstanden. Dennoch sehen wir Handlungsbedarf, insbesondere beim Verschlusssystem, das für verschiedene Fusstypen noch optimiert werden muss. Grundsätzlich sind alle Kinder und Eltern begeistert, allerdings zeigt sich, dass die Zahlungsbereitschaft nicht so hoch sein könnte, wie wir zuerst erhofft hatten. Dies wird ein wichtiger Punkt für die Weiterentwicklung unserer Preisstrategie und die langfristige Skalierung des Projekts sein. Erkenntnis: Nicht nur für Füsse, auch für Köpfe!Unser NEUNOI-Sneaker hat sich bereits als Vermittlungsobjekt im Bereich Nachhaltigkeit und Wiederverwendung etabliert und ist im Landesmuseum Zürich ausgestellt. Die Ausstellung, „Das zweite Leben der Dinge“, wird oft von Schulklassen besucht, da das Thema Nachhaltigkeit im Lehrplan verankert ist. NEUNOI ist das einzige zeitgenössische Exponat, das diese traditionellen Strategien der Ressourcenschonung aufgreift und in den begleitenden Workshops intensiv am Beispiel “Kinderschuh” besprochen wird.Woran möchtet ihr während des Boosters arbeiten (z. B. Machbarkeitsstudie, Entwicklung eines klimagerechten Geschäftsmodells, Bau eines ersten Prototyps, Test-Mainstreaming usw.)? Was werdet ihr am Ende des Boosters liefern? Warum benötigen wir die Förderung?Ohne zusätzliche Mittel können wir weder das finales Design abschliessen, noch die Serienproduktion starten. Unser aktuell verfügbares Budget von ca. 15'000 CHF reicht nicht aus, um die notwendigen Schritte sicher zu gehen und wichtige Ziele zu erreichen. Der frühe Ausstieg von Mitgründer Thibaut hat die Arbeitslast auf wenige Schultern verteilt, was die Dringlichkeit erhöht. Biologisch abbaubare Sohlen kostenBesonders die KUORI-Sohle, ein Schlüsselelement (USP) unserer Schuhe, muss in einem kostengünstigeren Herstellungsprozess entwickelt werden. Der 3D-Druck der Sohlen ist zu teuer, weshalb wir ein Plattenmaterial entwickeln wollen, das effizient in der Produktion zugeschnitten werden kann. Dieser Prozess ist aufwändiger als erwartet, da Materialien wie KUORI noch nicht marktreif und somit viel teurer sind als herkömmliche Kunststoffe.Laufende Tests und ZeitgewinnUnsere erste Prototypen-Musterserie wird derzeit getestet. Dies gibt uns Zeit, uns erstmals fokussiert um die weitere Finanzierung des Projekts zu kümmern. Anmerkung: In Schaffhausen produziert unser Partner fortlaufend und in enger Abstimmung weitere Prototypen, bis wir das finale Serien-Design erreicht haben. Finanzierungsbedarf und DringlichkeitWir planen, die Mittel flexibel einzusetzen – in erster Linie für die Weiterentwicklung unserer Prototypen und den Ausbau des Teams. Die wichtigsten Ziele umfassen:Auf Produktbasis: Prototypenentwicklung (ca. 45’000.- CHF)– eigenes Plattenmaterial für Rubbersohle entwickeln (Noppenprofil aus KUORI Material inkl. Material-Recycling-Prozess): ca. 20'000 CHF– Testing: (Durch enges Begleiten der Testfamilien erhalten wir bessere Verbesserungsvorschläge, auch videografisch begleiten.) ca. 3'000 CHF– Zusätzliche Schuhmacher:innen-Kapazitäten (z.B. für eine schnellere Anpassung der Änderungen an den Prototypen): ca. 5'000-10’000 CHF– Zulieferer finden für Europa-Produktion– Gesundheitskonzept für Wachstumsgruppen entwickeln, Research und Prototypen-Iteration Barfussschuh, grosse Zehenbox, 0-Sprengung, etc: ca. 10’000 CHF– Herstellung eines eigenen Leistensortiments: ca. 5'000 CHF– Lifecycle-Analyse zur Nachhaltigkeitsbewertung: ca. 1'000 CHFAuf Systembasis: Entwicklung und Skalierung – Ausbau des Teams und Co-Lead finden– Detailliertes Finanzierungs- und Kostenmodell für unser Angebot: ca. 5'000 CHF– Skalierung der Produktionsmöglichkeiten und Finalisierung der Materialpalette – Entwicklung von Logistik und Versand (Art der Verpackung, Postwege, vermutlich wird es eine Zusammenarbeit mit den nachhaltigen Lösung von kickback.ch)– Zusammenarbeit mit einem Schweizer Emissions- und Nachhaltigkeitsrechner der “acting responsibly AG” (in der Entwicklung steckend)Weiterer Prototypen Entwicklungsbedarf– Erweiterung der Grössenauswahl (Grössen 33-39): 5'000 CHF– Entwicklung Stanzformen für finale Teile die zu Beginn zum Oberschuhdesign gehören: ca. 6’000 CHF– Entwicklung sinnvolle Individualisierungsmöglichkeiten (mit UpCycling): ca. 6’000 CHF– Nachhaltige Druck- und Applikationstechniken für Patterns, Logos etc.Was werden wir am Ende des Boosters liefern?Am Ende des Boosters planen wir, folgende Ergebnisse zu liefern:1) Eigenes Plattenmaterial (Sohle) aus KUORI herstellen und an den Prototypen anbringen 2) Detaillierter Testbericht: Wir werden einen umfassenden Bericht erstellen, der die Performance unserer Schuhe in realen Alltagssituationen beschreibt – idealerweise auch als Videoformat zur besseren Veranschaulichung3) Fast finales Prototypen-Design: Optimierte gesundheitliche Anpassungen für die Schuhmodelle, etc. 4) Detaillierte Kalkulation der Preisstruktur und des Geschäftsmodells “Schuh plus Dienstleistungssystem"5) Ein erweitertes Team, Co-Lead Was erhofft ihr Euch von dem Booster (z. B. Suche nach bestimmten Partner:innen, Expert:innenunterstützung usw.)?Forschungspartner:inVon Zusammenarbeit mit unserer Forschungspartnernin Lisa Ochsenbein von der ZHdK (Dozentin Designpraxis, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Design & Technology Lab) erhoffen wir uns ein Wiederaufnehmen der regelmässigen Besprechungen, wie es bereits 2023 im Rahmen der Bachelorarbeit stattgefunden hat. Das Coaching bzw. die Partnerschaft kommt zeitlich genau richtig, da die Expertenbegleitung von Pro Helvetia gerade zu Ende geht. Wir erhoffen uns: … finanzielle Hilfe … fachkundige Unterstützung … starke Sichtbarkeit unter Gleichgesinnten: Im Workshop wurde klar, dass wir ganz viele sind und alle sehr ähnliche Ziele anstreben und ähnliche Werte ausgeprägt besitzen. ... weitere mediale Aufmerksamkeit Die Vernetzung durch die Future Urban Society hilft uns konkret… …einen passenden Co-Lead zu finden. … ein lokales Reparaturnetzwerk aufzubauen.… mehr gemeinsame einzelne Projekte umzusetzen oder auch diverse längere Partnerschaften aufzubauen. (Mit Fachhochschulen, Läden/Shops, andere Designer, Maison Shift, Repair-Cafe, …)Wie viel Budget fordert ihr von uns für was? (maximal CHF 21’000 + CHF 4’000 für Expert:innen-Gutscheine)Gesuchter Betrag: 21’000 CHF + CHF 4’000 (Maximum) Wofür? auf Produktebene: – Prototypen mit KOURI Sohle – Für das Erarbeiten eines nahezu finalen Prototypen-Designs– Ausführlicher Testingbericht, im Idealfall als NEUNOI-Video. – Optimierte gesundheitliche Anpassungen für die Schuhmodelleauf Teamebene: – Möglichkeit das Team passend zu erweiternauf Systemebene: – Kalkulation der Preisstruktur durchführen für nachhaltigen Schuh + Dienstleistungssystem. Das separate Experten Budget:– Das separate Budget von CHF 4'000 soll gezielt für Beratungsleistungen auf Produkt-, System- und Businessebene eingesetzt werden.– Dies bietet uns die Möglichkeit, zusätzliche externe Expertise in den Bereichen Business-Entwicklung, Marketing und Produktdesign nahtlos an Narada Zürrers bestehendes Coaching-Programm anzuhängen.Die aktuelle Experten-Begleitung war wirklich hilfreichDas aktuell laufende Coaching durch Pro Helvetia (genannt “Starting Power Programm”) hat Narada bzw. NEUNOI bereits stark unterstützt, und das zusätzliche Budget wird es uns ermöglichen, mit weiteren Experten zusammenzuarbeiten, um NEUNOI optimal auf die nächste Phase vorzubereiten.
Project Idea Description
Welches Problem möchtet ihr lösen? Welche systemischen Problemhypothesen sind Ausgangspunkt für die Idee?
Wie wir konsumieren
Wir hinterfragen die bestehende Wegwerf-Kultur und die Fast-Fashion-Industrie, da diese erheblich zur Umweltverschmutzung beitragen. Im Fokus unseres Projekts steht der Kinderschuh als Verschleissprodukt. Aufgrund des schnellen Wachstums von Kinderfüssen werden häufig neue Schuhe benötigt und die alten werden entsorgt. Wir möchten das systemische Problem der linearen Konsum- und Produktionsmuster in der Schuhbranche lösen, die auf ständigen Neukauf und Wegwerfen ausgerichtet sind. Dabei stehen wir vor einer grossen Herausforderung: Wie lassen sich gebrauchte Schuhe möglichst attraktiv gestalten?
Mikroplastik
Der Abrieb von Schuhsohlen trägt erheblich zur globalen Mikroplastikbelastung bei. Laut dem Fraunhofer Institut (2018) ist der Abrieb von Schuhsohlen der siebt grösste Verursacher von Mikroplastik weltweit - ein Problem, das dringend mehr Beachtung finden muss, da Schuhe ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Alltags sind.
Fussgesundheit
Ein weiteres Problem ist, dass Kinder oft zu kleine oder zu grosse Schuhe tragen, was ihre Fussgesundheit beeinträchtigen kann. Weil Kinderfüsse so schnell wachsen, werden Schuhe oft entweder zu lange getragen oder extra eine Nummer zu gross gekauft, um sie länger nutzen zu können.
Zweitens herrscht je nach Abnutzungsgrad des Schuhwerks durch das Tragen von bereits gebrauchten Schuhen das Risiko von Fussfehlstellungsübertragungen. Vor Allem Performanceverlust im Material und Verformungen von eingelaufenen Innensohlen oder schräg abgeriebenen Aussensohlen sind funktional kritische Stellen.
Die NEUNOI-Sneaker verfolgen das Ziel, diese Herausforderungen gezielt anzugehen und nachhaltige Lösungen zu bieten.
Wie trägt die Idee zur Lösung des Problems bei?
NEUNOI ist ein innovatives Start-up, das an der ZHdK in Zürich gegründet wurde. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, nachhaltige Schuhe für Kinder im Alter von 3 bis 12 Jahren zu entwickeln, die nicht nur dem Trend folgen, sondern auch den hohen Anforderungen an ressourcenschonende und umweltfreundliche Produktion entsprechen. Der NEUNOI-Ansatz deckt den gesamten Produktlebenszyklus ab – von der Materialbeschaffung über Mehrfachnutzung bis hin zu fachgerechter Entsorgung oder Recycling der einzelnen Komponenten.
Konsum und Reparatur:
Ressourcenschonung ist unser Grundsatz. Wie können wir Materialien möglichst lange in einem Kreislauf behalten? Ein Abosystem ist hier die Lösung. Die passenden Kinderschuhe werden ausgeliehen und, sobald die Füsse wachsen und der Schuh zu klein wird, wird der Sneaker in die Reparatur geschickt. Der neue Schuh kann dann bequem online ausgewählt werden.
Durch die regelmässige Rückkehr der Schuhe sind NEUNOIs weit über die Lebensdauer herkömmlicher Sneaker hinaus nutzbar. Nach mehreren Kindern werden die Schuhe aus dem aktiven Kreislauf genommen, wobei ihre Einzelteile fachgerecht entsorgt oder recycelt werden. Von der Herstellung, wo wir bereits viele Restmaterialien verwenden, bis zur Endentsorgung ermöglicht unser System einen respektvollen Umgang mit den Materialien eines Schuhs. Die aktuelle Preisschätzung für die monatlichen Kosten im Abo liegt zwischen CHF 14 und CHF 29.
Abosystem:
Anstatt auf ständigen Neukauf zu setzen, fördert unser Konzept die Langlebigkeit der Schuhe durch ein effektives Reparatursystem mit spezifischen und effizienten Reparaturlösungen für jede Stelle des Schuhs.
Die Reparatur sollte lokal durchgeführt werden in der Schweiz. Das durchdachte Repair-Design macht fast alle Teile des Schuhs leicht zugänglich und austauschbar, wodurch ein kreislauffähiges Produkt überhaupt erst entstehen kann.
Durch unsere Reparaturlösungen können wir gebrauchte Schuhe sowohl optisch wieder ansprechend gestalten als auch funktional verbessern, um potenzielle gesundheitliche Risiken zu minimieren.
Eine offensichtliche Reparaturlösung sind farbige Lederpatches, die über Löcher oder abgenutzte Stellen genäht werden können und die dem Schuh nach der Reparatur ein neues Aussehen verleihen. Auch das Innenfutter, die Schuhzunge und alle Verschlussteile verfügen über Reparaturlösungen, die gezielt auf die jeweiligen Bereiche abgestimmt sind.
Unser Name
Der Name NEUNOI mit seiner kindlichen Verdoppelung spiegelt das Konzept wider, indem er mit dem Wort „Neu“ spielt.
NEU = erster Schuh, klassisch "neu".
NOI = Schweizer Dialekt für Neu; symbolisiert den reparierten Schuh und die Gemeinschaft.
Wir hinterfragen also den Begriff "Neu" bewusst und möchten damit vermitteln, dass ein reparierter Schuh denselben Wert und Nutzen wie ein neuer Schuh haben kann.
Die Basis bilden die Materialien:
Unsere Sneaker zeichnen sich ebenso durch die Verwendung fortschrittlicher, nachhaltiger Materialien aus: NEUNOI setzt nahezu ausschliesslich auf recycelte und upgecycelte Materialien, darunter die Verwendung von lokalen Lederresten der Industrie, recycelter Baumwolle der Schweizer Textilfirma Stotz und zugesetzte Algen in der Zwischensohle von Bloom Materials. Die Zwischensohle besteht aus EVA (Ethylenvinylacetat) von BLOOM, das Algen aus Umweltschutzprojekten nutzt, um umweltfreundlichere Alternativen zu schaffen.
Mikroplastik:
Zudem stellt der Plastikabbrieb eines der grössten Umweltprobleme herkömmlicher Schuhe dar. Auch hier setzt NEUNOI neue Massstäbe: Unsere Schuhe sind mit einem innovativen und revolutionären Material des Zürcher Start-Ups KUORI ausgestattet,einem biologisch abbaubaren und austauschbaren Sohlenmaterial. KUORI wird aus Nebenprodukten der Lebensmittelindustrie hergestellt und ist ein biobasiertes, elastisches Material. Lebenszyklusanalysen zeigen, dass KUORI mindestens fünfmal umweltfreundlicher ist als herkömmliche Kunststoffe.
Gesundheit:
Auf gesundheitlicher Ebene unterstützt unser Abosystem dabei, stets perfekt passende Schuhe zu gewährleisten und diese nur so lange zu tragen, bis sie zu klein sind. Das Risiko, Fussfehlstellungen durch das Tragen von gebrauchten Schuhen eines anderen Kindes zu übertragen, wird bei unserem Ansatz vermieden. Jedes Mal, wenn die Schuhe weitergegeben werden, ersetzen wir die Innen- und Aussensohlen, um eine neutrale und sichere Passform für das nächste Kind zu garantieren. Dies kann helfen Fussfehlstellungen zu vermeiden. Diese Erkenntnisse basieren auf intensiven Beratungen mit der Kinderfussexpertin Sabine Adamy und wurde uns bislang von allen weiteren befragten Schuhmachern und Experten bestätigt.
Wer wird von der Lösung profitieren und wie?
Umweltbewusste Eltern:
Die Zielgruppe umfasst zu Beginn umweltbewusste Eltern, die nicht nur Wert auf Qualität und Design, sondern auch auf nachhaltigen Konsum legen. Die Warteliste mit über 200 Anmeldungen bestätigt das grosse Interesse an unserem Konzept, welches bereits in der Testphase der ersten Prototypen steckt.
Elternfreundliche Lösung
Das Abosystem reduziert den Aufwand und die Kosten für häufigen Schuhwechsel. Eltern müssen sich keine Sorgen mehr um das Wachstum der Füsse ihrer Kinder machen oder alte Schuhe entsorgen.
Kinder
Kinder im Alter zwischen 3-12 Jahren, welche die Schuhgrössen 19 bis 39 tragen. In Workshops mit Kindern wurde der NEUNOI gemeinsam entwickelt, wobei ihre Wünsche massgeblich berücksichtigt wurden – so entstanden beispielsweise der farbenfrohe Stil und die Idee eines Geheimfachs in der Schuhzunge. Was könnte nachhaltiger sein, als bereits bei den Kleinsten anzusetzen und ihnen durch praktische Beispiele spielerisch das Bewusstsein für Kreislaufwirtschaft und nachhaltigen Konsum zu vermitteln? Es muss nicht alles neu sein, um wertvoll zu sein. Durch das Abosystem haben Kinder immer die perfekt sitzenden Schuhen und das Risiko für Fussfehlstellungen werden reduziert.
Wissensvermittlung
Der NEUNOI ist aktuell im Landesmuseum Zürich in der Ausstellung "Das zweite Leben der Dinge" vertreten und repräsentiert als einziges aktuelles Objekt die respektvolle Nutzung von Ressourcen. Zudem wurden wir zu den Designmessen in Mailand, Zürich und Berlin eingeladen, um unser zukunftsorientiertes Projekt auszustellen und den Diskurs über nachhaltige Lösungen in der Modeindustrie mitgestalten.
Gesellschaftlich bald unverzichtbar
Unser Konzept hinterfragt das globale Konsummuster des ständigen Neukaufs und bietet eine nachhaltige Alternative durch ein zirkuläres System. In unserem Fall geht es darum, Schuhe effizient reparierbar und wiederverwendbar zu gestalten.
Dieser Ansatz ist zukunftsweisend und kann auf beliebig viele weitere Produkte und Dienstleistungen angewendet werden.
Wie trägt die Idee zum Ziel der Klimagerechtigkeit bei?
In Kürze:
1) Ressourcenschonend dank Mehrfachnutzung,
2) Kreislaufwirtschaft
3) Kein schädlicher Mikroplastik-Abrieb
4) Umdenken: Nicht neu kaufen, sondern reparieren und wiederverwenden
5) Transparente Lieferkette; Produktion innerhalb Europas
Auf dem Weg zur Klimagerechtigkeit leistet der NEUNOI-Ansatz folgende Beiträge:
1) Reduktion von Ressourcenverbrauch: NEUNOI-Schuhe sollen durch schnelle Reparaturen durchschnittlich von bis zu 5 Kindern getragen werden, anstatt nur einem Kind. Das Abosystem minimiert den Bedarf an neuen Materialien und reduziert den Ressourcenverbrauch erheblich. Zudem verbraucht die Reparatur (inkl. Transport) eines Schuhs deutlich weniger Energie als die Herstellung eines neuen Sneakers, was zusätzlich den Energieaufwand senkt.
2) Verringerung von Abfall: Viel von unseren hochwertigen Materialien sind theoretisch “Abfall”: Lederreste für den Oberschuh, Lebensmittelreste in der Sohle, überschüssige Algen in der Zwischensohle und Secondhand-Pullovers als Innenfutter.
Eigentlich trägt alles am Schuh dazu bei, Abfall zu minimieren und zu verhindern, dass Schuhe vorzeitig in die Müllhalde gelangen. Dies reduziert die Umweltbelastung und unterstützt eine Kreislaufwirtschaft.
3) Vermeidung von Mikroplastik: Durch die Verwendung biologisch abbaubarer Schuhsohlen tragen wir direkt zur Reduzierung der globalen Mikroplastik-Verschmutzung bei. In Deutschland erzeugt ein Mensch durchschnittlich etwa 100 Gramm Abrieb durch Schuhsohlen pro Jahr. (Fraunhofer Institut, 2018).
4) Sensibilisierung und Bildung für Kinder und Eltern: Nicht zu unterschätzen ist die Signalwirkung der NEUNOI Sneaker. Wir vermitteln vor allem Kindern, aber auch ihren Eltern Werte der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Wie könnten wir besser ein langfristiges Bewusstsein für umweltfreundliches Verhalten und Klimagerechtigkeit fördern?
5) Förderung nachhaltiger Praktiken: Unsere innovative Lösung setzt ein Beispiel für nachhaltige Produktentwicklung und Konsumverhalten, das andere Unternehmen und Konsumenten dazu anregen kann, ebenfalls umweltfreundliche und gerechte Entscheidungen zu treffen.
6) Reduktion des CO2-Fussabdrucks: Durch die lokale Produktion und den Transport von Materialien innerhalb der Region reduzieren wir Emissionen, die bei langen Transportwegen entstehen, erheblich.
7) Förderung lokaler Wertschöpfung: Die Herstellung und Reparatur der Schuhe erfolgt lokal, was zur Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen in der Region beiträgt und gleichzeitig die Abhängigkeit von globalen Lieferketten verringert.
8) Förderung sozialer Gerechtigkeit: Indem wir auf faire Arbeitsbedingungen und nachhaltige Lieferketten achten, tragen wir zu einem sozial gerechteren Wirtschaftssystem bei, das Umwelt- und Arbeitsgerechtigkeit zusammenführt.
9) Langfristiger Nutzen für die Gesundheit: Gut passende Schuhe, die regelmässig erneuert und repariert werden, fördern die Fussgesundheit von Kindern und verhindern langfristige gesundheitliche Schäden durch unpassende Schuhe.
Da NEUNOI in der Schweiz produziert und vermarktet wird, leisten all die erwähnten Punkte einen bedeutenden Beitrag zur Klimagerechtigkeit in der Schweiz.
Welche Personen/Organisationen gibt es in Eurem Team und was ist ihre Rolle?
Kernteam:
– Narada Zürrer (Gründer): Verantwortlich für die Leitung, Konzeption und Entwicklung von NEUNOI.
– Vesna und Sofia (Umweltnaturwissenschaftlerinnen und Mitarbeiterinnen): Unterstützen Narada in der täglichen Arbeit, vor allem in den Bereichen Organisation und Koordination.
– Thibaut Wenger (Miterfinder): Thibaut ist nach Beendigung der Bachelorarbeit nicht mehr Teil von NEUNOI, u.a. da er sich derzeit keine Selbstständigkeit vorstellen kann. Seine Rechte am Projekt werden vertraglich an NEUNOI übertragen.
Produktion:
– Atelier Verein A, Schaffhausen: Partner für die Herstellung der Schuhe: Lorenz Burri (Schuh- und Schäftemacher, Ausbildner, Werkstattleiter)
– Aktuell Auszubildende: Aimée, Linus, Siu, Emilia und Yanik
– Moesha Scheller und Jemima Robles: Junge Schuhmacherinnen mit Ergonomie- und Gesundheits-Background, die bei ausreichendem Budget das Team verstärken werden.
Materialpartner:
– KUORI - waste turns material (Sarah Harbarth, Arthur, Erika): Entwicklung und Lieferung des Sohlenmaterials aus Abfallprodukten.
– Ventile Textiles (Daniel Odermatt): Lokaler Lieferant für recycelte Materialien.
– Bloom Materials (Stephan Slunitschek): Weiches Sohlenmaterial mit Algen.
Mentoren und Coaches
– Business Mentoren: Damon Bonser, Bertrand Thievent, Philipp Kotsopoulos, Oliver Gessl, Ronald Zürrer, Michel Hueter.
– Produktdesign: Lisa Ochsenbein, Susanne Marti, Robert Wettstein, Laetitia DeAllegri, Katarina Rimarcikova und mehr.
– Kommunikation und Medien: Narottam Aventaggiato, Nadine Brandenberg, Romain Casella und mehr.
– Unterstützende Institutionen:
Pro Helvetia und Z-Kubator der Zürcher Hochschule der Künste: finanzielle Unterstützung und umfassendes Coaching/Mentoring.
Creative Team
– Nino Valpiani, Nicolas Burri, Josy Lee, Micha Niederhäuser, Simon Hardmeier, Jaron Gyger, Dominik Lindegger. (Art Direktoren, Grafiker, Foto- und Videografen und Website-Entwickler)
Externe Kontakte
– Testfamilien: Familien Rüegg, Schlüter, Vogeler, Robles, Gessl, Bertschi.
– Footwear-Kontakte: Sufi und Niklas Bernhard (On Running), Sabine Adamy (Ehemals Wildling), Yohanna Rieckhoff (Re-Club, ECAL).
– Medienkontakte: Pia Seidel (Senior Editor Galaxus), Christian Rensch (Journalist SRF), Alyssia Kugler (Redaktion Founded), Jutta Duft, und mehr.
Geplante Erweiterung des Teams
– Businessperson/Co-Lead, um die Geschäftsführung zu verstärken.
– Weiterer Teamaufbau bis zur Serie: Bei erfolgreicher Umsetzung wird NEUNOI viele Mitarbeiter in der Schweiz beschäftigen. (Reparateur:in, Vertrieb und Verkauf, Kundensupport, Logistik und Lager, Finanzen und Buchhaltung, Kommunikation und PR, etc.)
Laufende Bewerbungen
Aktuell warten wir auf den Bescheid der IKEA Stiftung Schweiz und des Zürcher Zukunftspreises, wo wir als letztes Fördergesuche eingereicht haben.
Wir haben eine detaillierte Funding-Liste mit passenden Wettbewerben und Institutionen für NEUNOI erstellt und werden uns jeweils fristgerecht dafür anmelden.
Wurde die Idee (in Varianten) bereits getestet? Wenn ja, mit welchen Erkenntnissen?
Test-Phase:
Aktuell werden unsere NEUNOI-Sneaker getestet, juhu! Das erste Test-Kind trägt die Sneaker bereits seit Juni, und unsere Schuhe waren über die Sommerferien weltweit im Einsatz – von Japan bis Afrika. Total sind sieben Test-Prototypen bei Familien im Einsatz, die wir möglichst eng begleiten.
Sohle aus KUORI:
Leider konnten wir das KUORI-Material bisher nur an einem Schuh testen, weshalb uns noch wichtige Erkenntnisse über seine Alltagstauglichkeit fehlen. Der Grund dafür liegt in den signifikanten Kosten der KUORI Sohle. Bisher wurde die KUORI Sohle mit einem 3D- Drucker hergestellt, dieses Verfahren ist aber zu teuer. Dies zu optimieren wird nun priorisiert und mit dem nächsten Budget umgesetzt, da es sich um eines der wichtigsten USPs am Schuh handelt. Diese so gewonnenen Ergebnisse sind auch entscheidend für unsere weitere Planung.
Feedback, Regen und Pricing:
Das Feedback ist aber durchweg höchst positiv, besonders was das Design, die Idee und den Tragekomfort betrifft. Die Sneaker haben starke Regenphasen und andere Wetterbedingungen gut überstanden. Dennoch sehen wir Handlungsbedarf, insbesondere beim Verschlusssystem, das für verschiedene Fusstypen noch optimiert werden muss.
Grundsätzlich sind alle Kinder und Eltern begeistert, allerdings zeigt sich, dass die Zahlungsbereitschaft nicht so hoch sein könnte, wie wir zuerst erhofft hatten. Dies wird ein wichtiger Punkt für die Weiterentwicklung unserer Preisstrategie und die langfristige Skalierung des Projekts sein.
Erkenntnis: Nicht nur für Füsse, auch für Köpfe!
Unser NEUNOI-Sneaker hat sich bereits als Vermittlungsobjekt im Bereich Nachhaltigkeit und Wiederverwendung etabliert und ist im Landesmuseum Zürich ausgestellt. Die Ausstellung, „Das zweite Leben der Dinge“, wird oft von Schulklassen besucht, da das Thema Nachhaltigkeit im Lehrplan verankert ist. NEUNOI ist das einzige zeitgenössische Exponat, das diese traditionellen Strategien der Ressourcenschonung aufgreift und in den begleitenden Workshops intensiv am Beispiel “Kinderschuh” besprochen wird.
Woran möchtet ihr während des Boosters arbeiten (z. B. Machbarkeitsstudie, Entwicklung eines klimagerechten Geschäftsmodells, Bau eines ersten Prototyps, Test-Mainstreaming usw.)? Was werdet ihr am Ende des Boosters liefern?
Warum benötigen wir die Förderung?
Ohne zusätzliche Mittel können wir weder das finales Design abschliessen, noch die Serienproduktion starten. Unser aktuell verfügbares Budget von ca. 15'000 CHF reicht nicht aus, um die notwendigen Schritte sicher zu gehen und wichtige Ziele zu erreichen. Der frühe Ausstieg von Mitgründer Thibaut hat die Arbeitslast auf wenige Schultern verteilt, was die Dringlichkeit erhöht.
Biologisch abbaubare Sohlen kosten
Besonders die KUORI-Sohle, ein Schlüsselelement (USP) unserer Schuhe, muss in einem kostengünstigeren Herstellungsprozess entwickelt werden. Der 3D-Druck der Sohlen ist zu teuer, weshalb wir ein Plattenmaterial entwickeln wollen, das effizient in der Produktion zugeschnitten werden kann. Dieser Prozess ist aufwändiger als erwartet, da Materialien wie KUORI noch nicht marktreif und somit viel teurer sind als herkömmliche Kunststoffe.
Laufende Tests und Zeitgewinn
Unsere erste Prototypen-Musterserie wird derzeit getestet. Dies gibt uns Zeit, uns erstmals fokussiert um die weitere Finanzierung des Projekts zu kümmern.
Anmerkung: In Schaffhausen produziert unser Partner fortlaufend und in enger Abstimmung weitere Prototypen, bis wir das finale Serien-Design erreicht haben.
Finanzierungsbedarf und Dringlichkeit
Wir planen, die Mittel flexibel einzusetzen – in erster Linie für die Weiterentwicklung unserer Prototypen und den Ausbau des Teams. Die wichtigsten Ziele umfassen:
Auf Produktbasis: Prototypenentwicklung (ca. 45’000.- CHF)
– eigenes Plattenmaterial für Rubbersohle entwickeln (Noppenprofil aus KUORI Material inkl. Material-Recycling-Prozess): ca. 20'000 CHF
– Testing: (Durch enges Begleiten der Testfamilien erhalten wir bessere Verbesserungsvorschläge, auch videografisch begleiten.) ca. 3'000 CHF
– Zusätzliche Schuhmacher:innen-Kapazitäten (z.B. für eine schnellere Anpassung der Änderungen an den Prototypen): ca. 5'000-10’000 CHF
– Zulieferer finden für Europa-Produktion
– Gesundheitskonzept für Wachstumsgruppen entwickeln, Research und Prototypen-Iteration Barfussschuh, grosse Zehenbox, 0-Sprengung, etc: ca. 10’000 CHF
– Herstellung eines eigenen Leistensortiments: ca. 5'000 CHF
– Lifecycle-Analyse zur Nachhaltigkeitsbewertung: ca. 1'000 CHF
Auf Systembasis: Entwicklung und Skalierung
– Ausbau des Teams und Co-Lead finden
– Detailliertes Finanzierungs- und Kostenmodell für unser Angebot: ca. 5'000 CHF
– Skalierung der Produktionsmöglichkeiten und Finalisierung der Materialpalette
– Entwicklung von Logistik und Versand (Art der Verpackung, Postwege, vermutlich wird es eine Zusammenarbeit mit den nachhaltigen Lösung von kickback.ch)
– Zusammenarbeit mit einem Schweizer Emissions- und Nachhaltigkeitsrechner der “acting responsibly AG” (in der Entwicklung steckend)
Weiterer Prototypen Entwicklungsbedarf
– Erweiterung der Grössenauswahl (Grössen 33-39): 5'000 CHF
– Entwicklung Stanzformen für finale Teile die zu Beginn zum Oberschuhdesign gehören: ca. 6’000 CHF
– Entwicklung sinnvolle Individualisierungsmöglichkeiten (mit UpCycling): ca. 6’000 CHF
– Nachhaltige Druck- und Applikationstechniken für Patterns, Logos etc.
Was werden wir am Ende des Boosters liefern?
Am Ende des Boosters planen wir, folgende Ergebnisse zu liefern:
1) Eigenes Plattenmaterial (Sohle) aus KUORI herstellen und an den Prototypen anbringen
2) Detaillierter Testbericht: Wir werden einen umfassenden Bericht erstellen, der die Performance unserer Schuhe in realen Alltagssituationen beschreibt – idealerweise auch als Videoformat zur besseren Veranschaulichung
3) Fast finales Prototypen-Design: Optimierte gesundheitliche Anpassungen für die Schuhmodelle, etc.
4) Detaillierte Kalkulation der Preisstruktur und des Geschäftsmodells “Schuh plus Dienstleistungssystem"
5) Ein erweitertes Team, Co-Lead
Was erhofft ihr Euch von dem Booster (z. B. Suche nach bestimmten Partner:innen, Expert:innenunterstützung usw.)?
Forschungspartner:in
Von Zusammenarbeit mit unserer Forschungspartnernin Lisa Ochsenbein von der ZHdK (Dozentin Designpraxis, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Design & Technology Lab) erhoffen wir uns ein Wiederaufnehmen der regelmässigen Besprechungen, wie es bereits 2023 im Rahmen der Bachelorarbeit stattgefunden hat. Das Coaching bzw. die Partnerschaft kommt zeitlich genau richtig, da die Expertenbegleitung von Pro Helvetia gerade zu Ende geht.
Wir erhoffen uns:
… finanzielle Hilfe
… fachkundige Unterstützung
… starke Sichtbarkeit unter Gleichgesinnten: Im Workshop wurde klar, dass wir ganz viele sind und alle sehr ähnliche Ziele anstreben und ähnliche Werte ausgeprägt besitzen.
... weitere mediale Aufmerksamkeit
Die Vernetzung durch die Future Urban Society hilft uns konkret…
…einen passenden Co-Lead zu finden.
… ein lokales Reparaturnetzwerk aufzubauen.
… mehr gemeinsame einzelne Projekte umzusetzen oder auch diverse längere Partnerschaften aufzubauen. (Mit Fachhochschulen, Läden/Shops, andere Designer, Maison Shift, Repair-Cafe, …)
Wie viel Budget fordert ihr von uns für was? (maximal CHF 21’000 + CHF 4’000 für Expert:innen-Gutscheine)
Gesuchter Betrag: 21’000 CHF + CHF 4’000 (Maximum)
Wofür?
auf Produktebene:
– Prototypen mit KOURI Sohle
– Für das Erarbeiten eines nahezu finalen Prototypen-Designs
– Ausführlicher Testingbericht, im Idealfall als NEUNOI-Video.
– Optimierte gesundheitliche Anpassungen für die Schuhmodelle
auf Teamebene:
– Möglichkeit das Team passend zu erweitern
auf Systemebene:
– Kalkulation der Preisstruktur durchführen für nachhaltigen Schuh + Dienstleistungssystem.
Das separate Experten Budget:
– Das separate Budget von CHF 4'000 soll gezielt für Beratungsleistungen auf Produkt-, System- und Businessebene eingesetzt werden.
– Dies bietet uns die Möglichkeit, zusätzliche externe Expertise in den Bereichen Business-Entwicklung, Marketing und Produktdesign nahtlos an Narada Zürrers bestehendes Coaching-Programm anzuhängen.
Die aktuelle Experten-Begleitung war wirklich hilfreich
Das aktuell laufende Coaching durch Pro Helvetia (genannt “Starting Power Programm”) hat Narada bzw. NEUNOI bereits stark unterstützt, und das zusätzliche Budget wird es uns ermöglichen, mit weiteren Experten zusammenzuarbeiten, um NEUNOI optimal auf die nächste Phase vorzubereiten.
NEUNOI aus Zürich entwickelt nachhaltige Kindersneaker inklusive Reparatursystem um Lebensdauern zu verlängern und Verschwendung zu reduzieren. Weil Kinderfüsse schnell wachsen werden ständig neue Schuhe benötigt – und damit auch neue Ressourcen verbraucht. Genau hier setzt NEUNOI an: Mit einem lokalen, innovativen Sharing- und Reparatursystem zeigen wir, dass faire Kreislaufwirtschaft in der Sneakerbranche erfolgreich umsetzbar ist – und setzen damit einen klaren Gegenpol zur Fast Fashion-Industrie.