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reCIRCLE ON TOUR

Project Idea Metadata

Project Idea Description

1. Welches Problem möchtet ihr lösen?

Das Hauptproblem, das wir angehen möchten, ist die weitverbreitete Nutzung von Einwegverpackungen für Take-Away in Zürich. Verhaltensänderungen sind langwierige Prozesse, welche durch die Adressierung von verhaltenssteuernden Faktoren initiiert werden können. Dabei stehen fünf verhaltenssteuernde Faktoren im Vordergrund:

Angst: Viele Menschen empfinden die Nutzung von Mehrwegverpackungen als mühsam, aufwendig und teuer. Sie haben Bedenken bezüglich des Aufwands, den diese Systeme erfordern könnten.

Emotion: Die Vorstellung, Verantwortung für einen Behälter zu übernehmen, fühlt sich für viele überfordernd an. Diese emotionale Hürde führt dazu, dass die Nutzung von Einwegverpackungen bevorzugt wird.

Gewohnheit: Die Einstellung „Es funktioniert doch so, wie es ist. Warum etwas ändern?“ ist weit verbreitet. Bequemlichkeit und die Macht der Gewohnheit verhindern den Wechsel zu Mehrwegoptionen.

Glaube: Es gibt den weit verbreiteten Glauben, dass Mehrweg-Plastikbehälter unhygienisch sind, vor allem wenn sie bereits von anderen benutzt wurden. Zudem herrscht die Annahme, dass Essen aus Plastik generell ungesund ist.

Fehlendes Wissen: Viele Menschen glauben fälschlicherweise, dass Papierverpackungen ökologischer sind als Mehrwegoptionen, was ihre Entscheidung beeinflusst.

Wir planen und gestalten gezielte Verhaltensorientierte Pilotkampagnen, um die Nutzung von Mehrwegverpackungen für Take-Away in Zürich zu fördern. Diese basieren auf identifizierten verhaltenssteuernden Faktoren. Eine Wirkungsanalyse von ausgewählten Pilotkampagnen wird zeigen, welche der Kampagnen den grössten verhaltensfördernden Effekt aufweist und zukünftig als Mainstream -Lösung für Mehrwegverpackungen gefördert werden könnte.

2. Wer profitiert von der Lösung und wie?

reCIRCLE ON TOUR zielt darauf ab, die Akzeptanz von Mehrwegverpackungen durch direkte Interaktion und Aufklärung vor Ort zu erhöhen. Durch Kommunikationsmassnahmen, Events und persönliche Begegnungen, welche auf die verhaltenssteuernden Faktoren abzielen, werden in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden, der Bevölkerung, den Gastronomiebetrieben und Unternehmen, die Vorteile von Mehrwegverpackungen verdeutlicht. Diese Massnahmen helfen, Ängste abzubauen und die Akzeptanz zu steigern. Zusätzlich wird das Wissen erweitert und ein positiver emotionaler Bezug zu Mehrwegverpackungen geschaffen, zum Beispiel durch Expert:innenrunden, Testimonials und praktisches Ausprobieren. Die Art der Kampagnen/Wissenskommunikation wird bewusst so breit angesetzt, da wir anhand von Pilotprojekten deren Wirkung abschätzen wollen. Dies erlaubt uns Kampagnen entwickeln zu können, die die individuellen Bedürfnisse der Anspruchsgruppen erfüllen und dementsprechend die Mehrwegnutzung steigern.

Mit reCIRCLE ON TOUR pilotieren wir spezifische „Mainstreaming“-Kampagnen, um damit Mehrwegverpackungen zur neuen Norm werden. Dazu gehört die Zusammenarbeit mit lokalen Influencern und die Einbindung bekannter Gastronomiebetriebe sowie gezielte Kommunikationskampagnen, die die Vorteile von Mehrwegsystemen hervorheben. Durch den Einsatz von Anreizen und Partnerschaften wird der Übergang zu Mehrwegverpackung erleichtert und gefördert.

Um den langfristigen Erfolg zu gewährleisten, schaffen wir durch die Zusammenarbeit mit lokalen Behörden befähigende Rahmenbedingungen. Diese Zusammenarbeit soll Anreize und politische Unterstützung fördern, die die Nutzung von Mehrwegsystemen begünstigen.

Ein wichtiger Aspekt von reCIRCLE ON TOUR ist die Schaffung eines Raumes, in dem Gastronomiebetriebe, Unternehmen, Bevölkerung und Behörden miteinander in Austausch treten können. Dieser Austausch fördert das gegenseitige Verständnis und hilft, Widerstände abzubauen. Dadurch wird die Nutzung von Mehrwegverpackungen sowohl bei der Bevölkerung als auch im Gewerbe verbreitet.

Wir berücksichtigen dabei, dass jede Anspruchsgruppe unterschiedliche Bedürfnisse hat. Dank unserer langjährigen Erfahrung in der Verhaltensforschung und der praktischen Anwendung, können wir gezielt auf diese Bedürfnisse eingehen, um die Mehrwegnutzung sowohl durch die Bevölkerung als auch durch das Gewerbe erfolgreich zu verbreiten.

Die Nutzung von Mehrwegprodukten ist eine sichtbare Verhaltensänderung. Mit einer auffälligen Farbe, wie dies beispielsweise bei den reCIRCLE Produkten der Fall ist, setzen sie ein gut sichtbares Statement, das mehr Menschen dazu motiviert, nachhaltigere Entscheidungen zu treffen. Je mehr Personen die Produkte nutzen, desto grösser wird die Sichtbarkeit und desto eher werden auch Skeptiker überzeugt.

Durch die erhöhte Verbreitung der Mehrwegnutzung entsteht ein wachsendes Netzwerk, das zu mehr Ausleih- und Rückgabestellen führt. Dies erleichtert die Nutzung von Mehrwegverpackungen für die Bevölkerung und fördert die Sichtbarkeit und Akzeptanz der Mehrwegoptionen. Zudem erhöht dies den Druck auf alle Gastronomiebetriebe, die noch nicht Teil des Netzwerks sind, sich anzuschliessen (FOMO). Insgesamt führt dies zu einer Verstärkung der Mehrwegnutzung und unterstützt ein kreislaufwirtschaftliches Verhalten in der Gesellschaft.

1. Zürcher Bevölkerung:

2. Zürcher Gastronomiebetriebe:

3. Unternehmen in Zürich (ohne eigenes Verpflegungsangebot):

4. Stadt Zürich:

3 .Wer sind die Personen/Organisationen in eurem Team und welche Rolle spielen sie?

4. Wie wirkt sich die Lösung positiv auf den Planeten aus?

Durch die Förderung von Mehrwegverpackungen werden Abfälle und CO2-Emissionen reduziert, was zu einer Verringerung des ökologischen Fussabdrucks führt. Dies unterstützt nicht nur lokale Umweltziele, sondern trägt auch global zur Klimagerechtigkeit bei, indem es umweltfreundliche Praktiken fördert, die Ressourcen schonen und CO2-Emissionen weltweit reduzieren.

In Zürich erwarten wir, dass durch die erhöhte Akzeptanz in der Bevölkerung, 150 neue Businesspacks (reCIRCLE für Unternehmen ohne eigenes Verpflegungsangebot) und 100 neue reCIRCLE-Gastronomiepartner zum reCIRCLE Netzwerk beitreten und Mehrwegverpackungen ihren Mitarbeitenden bzw. ihrer Kundschaft anbieten. Dadurch erwarten wir, dass wir in einem Jahr 1.3 Mio. zusätzliche Einwegverpackungen durch Mehrwegverpackungen ersetzen können. Somit werden zusätzlich 37'142 Abfallsäcke und 130 Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr vermieden. Dies zeigt, wie reCIRCLE ON TOUR einen signifikanten Beitrag zur urbanen Klimagerechtigkeit leisten wird.

5. Wurde die Idee schon einmal getestet?

Im Rahmen von Kooperationen mit Gemeinden wurden bereits Teile der Idee getestet. Unter anderem wurden Vergünstigungen unseres Angebots, Events, Infoanlässe und Kommunikationsmaterial als Massnahmen implementiert. Nun wollen wir alles zusammenbringen und das Momentum nutzen.

6. Woran möchtet Ihr während der Förderphase arbeiten? Was werdet ihr am Ende des Boosters abliefern?

Während der Förderphase möchten wir das Konzept reCIRCLE on Tour für Zürich weiterentwickeln, spezifische Marketing- und Kommunikationsmaterialien erstellen, um die Bevölkerung abzuholen und die ersten Aktivitäten vor Ort umsetzen. Dies soll unter anderem enthalten:

Die Umsetzung der möglichen Massnahmen ist stark abhängig von den lokalen Begebenheiten (Ist eine Zusammenarbeit uns durch die lokalen Behörden gewünscht? Welche Verbände gibt es vor Ort, die an einem Austausch interessiert sein könnten? Etc.). Die konkreten Kampagnen werden im Rahmen des Projekts erarbeitet.

Am Ende des Boosters werden wir eine detaillierte Analyse der Ergebnisse in Zürich sowie einen skalierbaren Plan zur möglichen Umsetzung in weiteren Städten erarbeiten. Ziel ist es, herauszufinden, welche nachhaltigen Auswirkungen dieses Projekt auf das Verhalten der Bevölkerung in Bezug auf die Nutzung von Mehrwegverpackungen erzielt.

Wir orientieren uns während des Boosters an folgender Forschungsfrage:

Wirkungsanalyse von lokalen Engagementkampagnen zur Förderung der Nutzung von Mehrwegverpackungen

7. Was erwartet ihr vom FUS-Booster-Team?

Wir benötigen fachkundige Unterstützung im Bereich der Skalierung der Nutzung von Mehrwegverpackungen sowie Hilfe bei der Vernetzung mit zusätzlichen Partnern in Zürich. Gemeinsam vorwärts in Richtung reUSE und weniger Abfall.

8. Wen benötigt ihr als Experten, um das Projekt voranzutreiben?

9. Wie viel Budget fordert ihr von uns für was?

Wir beantragen CHF 21'000 zur Unterstützung unserer Eigenleistungen während der Tour in Zürich, insbesondere für:

Zusätzlich beantragen wir CHF 4'000 in Expertengutscheinen für wissenschaftliche Beratungen und Coaching in den Bereichen Skalierung, Kommunikation und wissenschaftlicher Evaluation.

Mit reCIRCLE ON TOUR bringen wir die Kreislaufwirtschaft in die Stadt Zürich. Mehrwegverpackungen unterstützen mehrere Prinzipien der Kreislaufwirtschaft, indem sie Ressourcen effizient nutzen und Abfall reduzieren. Mit Events und direktem Engagement wollen wir Bevölkerung, Gastronomie, Unternehmen und Behörden einbinden, um die Nutzung von Mehrwegverpackungen nachhaltig zu steigern. Ziel ist es, Mehrweg beim Take-Away als neues Normal zu etablieren.