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Eine Reise durch die Sinne der Zirkularität

Project Idea Metadata

Project Idea Description

Welches Problem möchtet ihr lösen?​ Welche systemischen Problemhypothesen sind Ausgangspunkt für die Idee?

Neu gelernte Routinen erfordern Zeit, Wiederholung und Erkenntnis. Die Transformation in eine ressourcenschonende Gesellschaft führt über die Kreislaufwirtschaft. Diese Umstellung ist für die Gesellschaft enorm herausfordernd. Deshalb möchten wir mit unserer Ausstellung genussvolle Erlebnisse bieten, die neue Routinen erfahrbar und erlebbar machen.

Damit Unternehmen in die Reparierfähigkeit ihrer Produkte und zirkuläre Systeme investieren, muss im gewinnorientierten Wirtschaftssystem, nebst der Einführung von rechtlichen und politischen Leitlinien (z.B. «Massnahmen des Bundes für eine ressourcenschonende, zukunftsfähige Schweiz», 2020), die Nachfrage ihrer Kund:innen nach entsprechenden Angeboten vorhanden sein (Beispiel IKEA, will 2030 ein zirkuläres Unternehmen sein). 

Noch lässt sich mit nicht zirkulären Materialien viel Geld verdienen, wie sich als Beispiel, bei dem Plastikkonzern Ineos erkennen lässt, der Milliarden investiert, um mit günstigem Fracking-Gas aus den USA die Plastikproduktion in Europa anzuheizen (Plastikatlasha, 2019, Heinrich-Böll-Stiftung und Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland). Doch kann in diesem Beispiel beobachtet werden, wie die Nachfrage nach single-use Kunststoffmaterialien dank neuen Regulationen (Umweltvorschriften und Recyclingquoten) in Europa tendenziell abnimmt.

Mit einer Ausstellung können wir die ganz fundamentalen, systemischen Probleme nicht alleine lösen. Wir können aber sehr wohl die Konsument:innen ansprechen, welche ein entscheidendes Puzzleteil der Lösung sind.

Auf der Konsument:innen Ebene liegt das Hauptproblem darin, dass die Kreislaufwirtschaft oft in Bequemlichkeit und finanzieller Hinsicht nicht mit der linearen Wirtschaft mithalten kann. Wir haben verlernt, die Vorteile davon wert zu schätzen und handeln folglich nicht im Sinne der Zirkularität. Oft fehlt es an Anreizen und Ideen, um sich persönlich stärker in Reparatur, Wiederverwendung und Recycling zu engagieren. Dazu kommt, dass viele Objekte nicht reparierbar sind und der persönliche Leidensdruck oft gering ist. Im Vergleich zur Wegwerfgesellschaft erfordern diese Massnahmen mehr Zeit, Geduld und oft auch handwerkliches Geschick. Professionelle Reparaturen sind zudem finanziell oft nicht lohnenswert und günstige Alternativen, sowie niedrige Müllgebühren leiten in die falsche Richtung. Hier wollen wir ansetzen und dem entgegentreten. Indem wir auf eine lustvolle Weise die Dringlichkeit betonen, wollen wir gleichzeitig Alternativen zu den Routinen aufzeigen und Anstösse geben, wie Elemente der Kreislaufwirtschaft sofort im eigenen Leben integriert werden können. Letztere sollen über einfache Call-to-Actions hinausgehen und unmittelbare Handlungsmöglichkeiten offerieren.

Ein weiteres Problem, das wir angehen wollen, ist die Durchmischung gesellschaftlicher Gruppen. Dies ist relevant, denn Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass oft erst, wenn etwa 10-25% einer Bevölkerung oder Gruppe ein neues Verhalten, eine neue Meinung oder Überzeugung annehmen, es zu einem Kipppunkt kommt, an dem sich das Verhalten oder die Meinung in der Mehrheit der Gesellschaft durchsetzt. Diesen Punkt, ab dem etwas «Mainstream» wird, nennt man auch einen sozialen Schwellenwert. Die neulich erschienene Studie des Gottlieb Duttweiler Instituts (GDI) zeigt, dass soziale Netzwerke meist homogen sind, obwohl Interesse an mehr Vielfalt besteht. Jedoch fehle es an Begegnungsmöglichkeiten, wie fast die Hälfte der Teilnehmenden findet (Quelle: SRF 03.09.24 ). Dadurch werden Themen wie die Kreislaufwirtschaft weniger schnell in verschiedene Schichten der Gesellschaft verbreitet. 

Wie trägt die Idee zur Lösung des Problems bei?

Unser Projekt zielt darauf ab, das Bewusstsein für die Dringlichkeit von Verhaltensänderungen im Kontext der Kreislaufwirtschaft zu vertiefen und diese Erkenntnis in konkrete Handlungen, ja sogar alltägliche Routinen, zu übersetzen. Obwohl das Bewusstsein für die Notwendigkeit eines nachhaltigeren Lebensstils häufig vorhanden ist, bleibt es oft bei einer blossen Einsicht, ohne dass darauf Taten folgen. Hier setzen wir an: Mit unserer Ausstellung im öffentlichen Raum möchten wir die Lücke zwischen Bewusstsein und Aktion schliessen. Unser Ansatz zielt darauf ab, durch eine interaktive Ausstellung im öffentlichen Raum von Zürich Menschen zum Handeln zu motivieren, und sie dazu anregen, weitere Personen miteinzubeziehen. Die geschaffenen Begegnungsorte sollen dem Austausch zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen dienen, um dem Wunsch der Bevölkerung nachzukommen und den Schwellenwert schnellstmöglich zu erreichen.

Wir möchten fünf vernachlässigte Orte in der Stadt – sogenannte „tote Räume“ wie alte Toiletten, Bushaltestellen oder Telefonhäuschen – neu beleben und in Erlebnisräume verwandeln. Jeder dieser Räume wird gezielt gestaltet, um einen der fünf menschlichen Sinne anzusprechen: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen. Diese multisensorischen Erfahrungen schaffen eine immersive Umgebung, die emotional bewegt und eine tiefgehende Auseinandersetzung mit dem Thema Kreislaufwirtschaft fördert.

Durch die Kombination aus einem "Call-to-Action" und konkreten „Take-Aways“ sollen Routinen aufgebrochen und neue Denk- und Handlungsmuster etabliert werden. Die Ausstellung ist öffentlich zugänglich und soll die Menschen dazu einladen, miteinander ins Gespräch zu kommen und ihre Perspektiven zu teilen und dadurch ein soziales (Motivations-)Netz zu erschaffen. Ziel ist es, den Austausch und die Reflexion über den eigenen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft zu fördern und dadurch die Bereitschaft zur Veränderung zu stärken. So entstehen Erlebnisse, die nicht nur informieren, sondern auch aktiv zu einem veränderten Verhalten motivieren. Zwei Fragen, denen wir im Zuge dieser Förderung gerne auf den Grund gehen möchten, lauten: „Was lassen die Besucher:innen in den Räumen zurück?“ und „Was nehmen die Besucher:innen aus den Räumen mit?“ 

Das Konzept der Ausstellung zusammengefasst

Erfahren:

Jeder der fünf Räume wird ein Themenfeld der Zirkularwirtschaft (z. B. Repair, Reuse/Remanufacture, Refuce/Reduce, Recycle, Rethink/Repurpose) sinnlich erfahrbar machen. Jeder Raum soll dazu einen Sinn spezifisch tangieren.

Call-to-Action:

Jeder der fünf Räume wird mit einem für den Kreislauf relevanten Call-to-Action ausgestattet sein. Zum Beispiel wollen wir uns in einem Raum den Ressourcen widmen (Reuse/Remanufacture) und den Besuchenden dabei zur direkten Umsetzung helfen. “So einfach kann Kreislaufwirtschaft sein!” – Dies zum Beispiel mit vorfrankierten Couverts, zum Einsenden von unbenutzten Smartphones an eine Abgabestelle (in Absprache mit Swico oder Swisscom Mobile Aid).

Take-Away:

Begleitend zu jedem Raum, wollen wir Alternativen aufzeigen, helfen Routinen aufzubrechen und diese zu verändern. Routinen, welche (einfach) erlernbar sind und weitergegeben werden können - vergleichbar mit einem Mutterteig oder Kombucha Pilz Scoby, von denen man ein wenig weitergeben kann, und dadurch zu neuem Verhalten und Gewohnheiten der beschenkten Person führt.

Verstehen:

Inspiriert durch das im Boden liegende “Myzelium”, sind wir der Meinung, dass eine neu gelernte nachhaltige Routine durch ein soziales (Motivations-)Netz unterstützt werden kann. Dies könnte in Form eines (digitalen) Spiels oder einer Plattform geschehen, wobei man sich gegenseitig belohnt, motiviert und unterstützt. Die vertiefte Ausarbeitung ist Bestand der Leistung, welche wir im Rahmen der Förderung erbringen werden.

Wer wird von der Lösung profitieren und wie?

Von dieser Ausstellung direkt angesprochen werden Bewohner:innen und Tourist:innen der Stadt Zürich. Unsere Ausstellung richtet sich an die breite Bevölkerung, die durch eine aussergewöhnliche Erfahrung zum Handeln angeregt werden soll. Durch das sinnliche Erleben von Themen der Kreislaufwirtschaft, die das alltägliche Leben betreffen, möchten wir nicht nur Bewusstsein schaffen, sondern auch Emotionen auslösen, die zu einer nachhaltigen Verhaltensänderung führen.

Zudem können Unternehmen, die sich bereits mit dem Thema befassen, von mehr Engagement aus der Bevölkerung profitieren, und schliesslich hilft das Projekt der Stadt Zürich beim Erreichen ihrer Ziele (Strategie «Circular Zürich»). 

Wir glauben fest daran, dass individuelle Verhaltensänderungen kumulativ schliesslich die „Grossen“ (wie einflussreiche Unternehmen und politische Entscheidungsträger) beeinflussen können. Mit diesem Projekt können wir zudem neue Wege testen, um dann, mit Erkenntnissen aus der Umsetzung, hoffentlich Methoden aufzeigen zu können, um zukunftsrelevante Themen einer breiten Bevölkerungsschicht zugänglich zu machen. Diese Mittel können wiederverwertet werden, zum Beispiel im Zukunftshaus FuTuricum, das wir langfristig mit dem Verein Kurzen Prozess? in der Stadt Zürich etablieren wollen. Das FuTuricum wird zur Selbstermächtigung, Sensibilisierung und Meinungsbildung der Bevölkerung und Besucher:innen der Stadt beitragen.

Wie trägt die Idee zum Ziel der Klimagerechtigkeit bei?

Als Mittel zur Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft trägt die Förderung dieses Projekts dazu bei, eine innovative Plattform für gesellschaftliche Veränderung zu schaffen, die weit über das übliche Informationsmaterial hinausgeht. Es ist eine Investition in die Recherche, zur menschlichen Aktivierung und Verhaltensänderung auf eine positive Weise und zu zukunftsrelevanten Themen. Mit unserem Projekt wollen wir eine direkte und spürbare Verbindung zwischen Wissen und Handlung schaffen, wobei wir eine breite Bevölkerungsschicht ansprechen und die Interaktion zwischen sozialen Kreisen fördern wollen. Das Projekt trägt somit dazu bei, den für eine schnelle Veränderung notwendige Kippunkt von 15-20% der Gesellschaft zu erreichen. Das erreichen dieser relativ kleinen Prozentzahl hat eine potentiell sehr grosse Hebelwirkung auf die Emissionen der Stadt als ganzes.

Die Förderung von nachhaltigem Gesellschaftsverhalten ist dringend notwendig, zum Wohl der Menschen und der Natur. Der Klimawandel betrifft die gesamte Welt, dadurch generierte Umweltkatastrophen betreffen aber stärker die Länder, welche ohnehin schon von Armut, politischen Unsicherheiten (durch Geschichte), schlechteren Gesundheitssystemen, etc. betroffen sind. Kreislaufwirtschaft zielt auf einen achtsamen Umgang mit Ressourcen ab und erkennt, dass das System «Müll», ein Fehler war. Mit der Einführung von «Müll» im grossen Stil, haben wir die Natur doppelt belastet – Durch die grosse Nachfrage nach neuen Ressourcen, wessen Gewinnung irreversible Schäden anrichtet, und bei der Lagerung und Verbrennung von «Restmüll». Deshalb ist es besonders wichtig, dass die Bevölkerung der Schweiz, die Folgen ihres Verhaltens verstehen und anpassen – trotz mangelndem direkten Leidensdruck.

Zudem führt eine Kreislaufwirtschaft zu einer unabhängigeren Schweiz. Durch die Kreislaufwirtschaft können wir wieder mehr mit inländischen Ressourcen (erworben oder geschaffen) arbeiten, wodurch wir weniger auf Angebote im internationalen Markt angewiesen sind. Dies führt zu neuen Möglichkeiten und Innovationen für Forschung und den lokalen Arbeitsmarkt, mit der Möglichkeit (auch immaterielle) Errungenschaften mit der Welt zu teilen. Die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft wächst, und die Zeit für transformative Veränderungen ist jetzt.

Welche Personen/Organisationen gibt es in Eurem Team und was ist ihre Rolle?

Kernteam Kurzen Prozess? und dieser Ausstellung im öffentlichen Raum:

Stefanie Gubser, Co-Initiantin von «Kurzen Prozess?», ist seit über zwanzig Jahren erfolgreich in der Zürcher Musik- und Kulturszene tätig. Als Unternehmerin und Künstlerin verbindet sie ihre Visionen mit unkonventionellen Ansätzen. Dabei stellt sie sich immer wieder die Frage, wie eine Gesellschaft in eine gesunde und erfüllte Zukunft blicken kann. Unter ihrem Künstlernamen «Pina Jung» entwickelt sie eigene Performances und veröffentlicht Musik. Ihre neueste Produktion trägt den Titel «Kaleidoscope». Als Co-Leiterin von «Zürich Tanzt» hat sie zahlreiche Performance-Produktionen im öffentlichen Raum mitgestaltet und Künstler:innen eingeladen. Mit ihren Unternehmen forscht sie an Zukunftsfragen und lässt ihre Erkenntnisse auf vielfältige Weise einfliessen. So hat sie unter anderem den Secondhand- und Restposten-Pop-Up-Markt «Little Brick Lane» sowie den Pop-Up-Event «Kurzen Prozess?» im Space von «Atelier Kalk's – Things We Love», einem temporären Sustainable Swiss Designer Outlet, ins Leben gerufen.

Till Fülscher, Co-Initiant «Kurzen Prozess?» hat einen Bachelor in Psychologie und schliesst nun seinen Master in Circular Economy Management ab. Er ist fasziniert von systemischem Design und wendet es in seinen Projekten an, um komplexe Herausforderungen zu lösen. Mit seinem Startup ArtCon konnte er bereits Erfahrung in der Kuration von Ausstellungen sammeln.

Meret Jans, Teil vom Kernteam Kurzen Prozess?, ist eine konsumkritische Industriedesignerin und ausgebildete Kauffrau. Sie übernimmt einen Teil des Projektmanagements und trägt mit ihrem Wissen über Produkt- und Prozessgestaltung thematisch bei. Ihr aktuelles Projekt KIM (Nachhaltige Tigermückenfallen), zeigt ihre starke Verbundenheit zu Themen der Förderung und Erhaltung einer gesunden Biodiversität. Im Rahmen ihrer Ausbildung ist sie mit Ansätzen der Kreislaufwirtschaft und Cradle2Cradle in Berührung gekommen und verfolgt aktuelle Entwicklungen mit Begeisterung mit.

Lena Tünkers, ebenfalls Teil des Kernteams Kurzen Prozess?, ist als Kuratorin und Facilitatorin für partizipative Zukunftsprozessen tätig. Fasziniert von neuartigen und seltsamen Momenten, die uns in Bewegung setzen und starre Überzeugungen erweichen, nutzt sie ein weites Methodenspektrum aus der Zukunftsforschung, dem Experience Design, und der Tranformationslehre. Sie ist ausserdem Präsidentin des Foresight Europe Network und Mentorin für nachhaltige Start-ups der EIT-Community New European Bauhaus.

Partnerorganisation

Placebased.studio erzählt die Geschichte eines Ortes durch respektvolle Architektur, die darauf abzielt, einen Ort besser zu hinterlassen, als man ihn vorgefunden hat. Als Partner für das räumliche Design wird das Studio das Kernteam von Kurzen Prozess? unterstützen, indem es kollektive Ideen in greifbare Raumentwürfe umsetzt, die das regenerative Potenzial jedes Standorts realisieren und durch diese Ausstellung einen positiven Wandel über dessen Grenzen hinaus anstößt. 

Über Placebased.studio: Durch standortspezifische Forschung, Einbindung der Gemeinschaft, Bauen in Materialkreisläufen und mit naturbasierten Lösungen strebt das Studio nach systemischem Design, das ökologische und soziale Regeneration fördert. Ihre Methodik kombiniert umfassende soziale, ökologische und wirtschaftliche Zusammenhänge mithilfe datengestützter Analysen, nachweislich, als tiefgreifende Systeme zu verstehen und Entwürfe in diesem Rahmen einzubetten.

Expert:innen und Wissenschaftliche Institutionen

ZHdK: Phd. Arch. Antonio Scarponi, Experte in Space Design/Szenografisches Raumdesign, Gründer von “Conceptual Devices”. Er hat Architektur an der Cooper Union in New York und an der IUAV in Venedig studiert, wo er einen Doktortitel in Urban Design erworben hat. Er betrachtet Kunst, Design und Architektur als kulturelle Werkzeuge für soziales Engagement. Derzeit ist er Co-Leiter des Certificate of Advanced Studies „Knowing Space“ an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK), wo er auch interdisziplinäre Module im Bereich Interaction BA Design und Ausstellungsszenografie im Masterstudium Kunstpädagogik und Kuratorische Studien unterrichtet.

ZHAW: Adrian Buri, Leiter des Institute of Product Development and Production Technologies der ZHAW, Experte für Circular Economy aus technischer Perspektive. Er steht zur Verfügung bei Fragen zum Thema Zirkularität sowohl bezüglich dem Inhalt der Ausstellung wie auch der Konstruktion der Erlebnisräume selbst.

ZHAW: Dr. Anette Jeny, Dozentin Forschungsgruppe Nachhaltigkeitskommunikation und Umweltbildung der ZHAW, Expertin für Kommunikation zu Pro Environmental Behavior (PEB). Steht zur Verfügung für Fragen zur wissenschaftlich fundierten Kommunikation des Inhalts sowie der Konzeption der Calls-to-Action.

Wurde die Idee (in Varianten) bereits getestet? Wenn ja, mit welchen Erkenntnissen?

Erste Tests werden aktuell im Rahmen unserer Förderung von KlimUp mit dem Verein Kurzen Prozess? in der Entwicklung des FuTuricums durchgeführt. Wir testen kreative Methoden und sinnesreiche Herangehensweisen in Form von kleinen Events (Playful Co-Creation) mit geladenen Gästen. Für Erkenntnisse ist es zu diesem Zeitpunkt noch zu früh.

Woran möchtet ihr während des Boosters arbeiten (z. B. Machbarkeitsstudie, Entwicklung eines klimagerechten Geschäftsmodells, Bau eines ersten Prototyps, Test-Mainstreaming usw.)? Was werdet ihr am Ende des Boosters liefern?

Während des Boosters wollen wir an der Ausarbeitung und Testung verschiedener Ansätze in Form von Co-Creation Workshops (Playful Co-Creation) mit Interessierten aus der breiten Bevölkerung arbeiten. Dabei wollen wir das Mainstreaming (zur Erreichung des Sozialen Schwellenwerts) in den Fokus stellen und untersuchen, wie wir das Engagement möglichst breiter Teile der Bevölkerung fördern können. Darüber hinaus wollen wir untersuchen, was Besucher:innen da lassen, was sie mitnehmen und wie sie dabei untereinander in Kontakt kommen. Dabei wollen wir Aspekte der Zugänglichkeit und Inklusion beachten. 

Unterstützen soll uns dabei eine ausführliche Recherche und Kollaboration mit unseren Forschungspartner:innen. Die Themen der Recherche sind divers (Integration verschiedener Sinne in der Kommunikation, Identifikation von entscheidenden Verhaltensmustern, Standortsuche, Identifikation potentieller Partner etc.). Dabei möchten wir verstärkt künstlerisch Schaffende bereits in dieser Phase einbinden. Am Ende des Boosters sollen die fünf Räume unter Berücksichtigung der früher genannten Aspekte (Erfahren, Call-to-Action, Take-Away, Verstehen) zur Umsetzung ausgearbeitet sein. Das beinhaltet die Selektion von Themen, die Weise der Kommunikation und die Art der Handlungsmöglichkeiten, die vor Ort gegeben sein sollen. Dazu liefern wir eine Prozessdokumentation und eine Übersicht über die Erkenntnisse, in schriftlicher oder videografischer Form. Darüber hinaus sollen potentielle Standorte für die einzelnen Räume der Ausstellung systematisch identifiziert und beurteilt werden. Abschliessend werden nächste Schritte definiert und mögliche Partner für die Finanzierung der Umsetzung identifiziert.

Was erhofft ihr Euch von dem Booster (z. B. Suche nach bestimmten Partner:innen, Expert:innenunterstützung usw.)?

Vom Booster erhoffen wir uns folgende Unterstützung:

Wen brauchst du als Expert:in, um die Idee weiter voranzutreiben?

Wir wünschen uns Expertise in den Bereichen:

Wie viel Budget fordert ihr von uns für was? (maximal CHF 21’000 + CHF 4’000 für Expert:innen-Gutscheine ).

Um ein innovatives und ansprechendes Ausstellungskonzept im öffentlichen Raum mit hochwertigen Kommunikations- und Visualisationsmaterialien zu konzipieren, sieht der Verein Kurzen Prozess? einen Mindestzeitaufwand von 200 Stunden vor, etwa 4 Wochen Vollzeitarbeit. Die Arbeit wird von einem Team bestehend aus Expert:innen für Design, Recherche, Projektleitung und Architektur (siehe Abschnitt Projektteam) verrichtet. Bei einem durchschnittlichen Satz von 113.- pro Stunde über die Arbeitsgruppen entspräche dies einem Budgetbedarf von 22’400.-. Davon werden 9’400.- als Eigenkostenbeitrag geleistet und folglich CHF 13’000 für die Arbeit beantragt. Das Kernteam besteht aus sieben Personen. 

Hinzu kommen Overheadkosten für Co-Creation-Workshops und Spesen in Höhe von CHF 4'100. Die Miete und Materialkosten sind mit CHF 2'600 veranschlagt, und für Konsultationen mit unseren Forschungspartnern sind CHF 1'300 eingeplant. Bei der Kostenaufstellung für Overhead, Workshops und Miete wurden bereits Rabatte auf die wir durch gute Vernetzung zählen können eingerechnet. 

Damit beläuft sich das angefragte Gesamtbudget für die Finanzierung dieser Konzeptausarbeitung auf CHF 21'000. Eine detaillierte Aufstellung der Kosten inkl. einzelner Stundensätze kann bei Bedarf nachgereicht werden.

Zusätzlich möchten wir die Gutscheine über CHF 4'000 in Beratungsleistungen in folgenden Bereichen einsetzen:

Wir wollen Erlebnisräume schaffen, die Zirkularität für die Stadtbevölkerung erlebbar machen – sowohl im klassischen Sinne (Recycle, Reuse etc.) als auch durch ein grundlegendes Umdenken (Rethink). Dafür "recyceln" wir ungenutzte öffentliche Räume. Um Verhaltensmuster bei der Stadtbevölkerung zu verändern setzen wir auf Kommunikation, die alle Sinne anspricht. Positive Interaktionen sollen dazu inspirieren, sich für die Kreislaufwirtschaft zu engagieren und entsprechende Handlungen im Alltag umzusetzen.