Circular Living 2040
Project Idea Metadata
- Project Idea Name: Circular Living 2040
- Date: 9/8/2024 8:36:47 AM
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Administrators:
Project Idea Description
Circular Living 2040
Kreislaufwirtschaft ist in aller Munde: Wir wollen die urbane (und auch ländliche) Gesellschaft der Zukunft - zirkulär, klimaneutral und gerecht. Und das so schnell wie möglich, denn die Zeit drängt. Doch wir wissen auch: Sie kann sich nur Schritt für Schritt herausbilden. Langsam nehmen die ersten Pionier*innen den Weg unter die Füsse. Die Richtung ist ungefähr bekannt - aber ein konkretes, motivierendes Bild des Ziels gibt es kaum.
Circular Living 2040 will das plastische Zielbild eines kreisläufigen Alltags erarbeiten und eine breite Öffentlichkeit damit aktivieren. Es soll die Köpfe und Herzen öffnen für das Potential der aufziehenden Transformationen. Es will kommenden Innovationen den Boden bereiten und bestehende Angebote verstärken, indem sie in ein grösseres Bild eingebettet werden.
Circular Living 2040 lädt ein, sich mit dem Lebensstil von Morgen auseinanderzusetzen. Dazu schafft es ein ganzheitliches attraktives Zukunftsszenario, in dem zirkuläre Praktiken und Angebote ineinandergreifen. Circular Living 2040 macht den kreisläufigen Alltag der Zukunft in Form einer eingerichteten Wohnung voller Artefakte und Lebensspuren greif- und erfahrbar.
Welches Problem möchtet ihr lösen? Welche systemischen Problemhypothesen sind Ausgangspunkt für die Idee?
Konkrete Vorstellungen, wie die Kreislaufwirtschaft in grossem Massstab in unseren Leben aussehen soll, sind kaum präsent, die wenigen Angebote bewegen sich in kleinen Nischen. Wenig verwunderlich, denn: Gleich wie heute, aber in zirkulär, funktioniert mit den gegenwärtigen Strukturen nicht.
Damit Unternehmen und Organisationen neuartige Kreislauf-Angebote entwickeln und mit Erfolg betreiben können, müssen sich neue gesellschaftliche Praktiken und Rahmenbedingungen etablieren. Gleichzeitig: Damit neue Praktiken zum Mainstream werden können, müssen entsprechende Angebote, Prozesse und Strukturen breit zur Verfügung stehen. Kurz - die Kreislaufwirtschaft braucht eine Kreislaufgesellschaft und umgekehrt.
Solange keine konkreten Orientierungshilfen und plausiblen Zielbilder vorliegen, wird die dringend nötige Transformation durch die wechselwirkende Abhängigkeit gebremst statt verstärkt.
Hier können wir anpacken.
> Grafik zu unserem Wirkungsprinzip
Wie trägt die Idee zur Lösung des Problems bei?
Wir sind überzeugt: Damit Transformation von der Wurzel her (radikal) geschieht, muss gesellschaftliche und wirtschaftliche Innovation Hand in Hand gehen. Geteilte Visionen helfen dabei: "If you can see it, you can reach it."
Doch bei den gängigen Entwicklungsprozessen via isolierte, konkurrierende Unternehmen ist eine zielgebende gesellschaftliche und wirtschaftliche Perspektive in die Zukunft kaum gegeben. Hier setzt Circular Living 2040 an:
Um Momentum zu generieren, entwerfen wir das spekulative Szenario eines konsequent kreisläufigen Alltags im Jahr 2040 - manifestiert durch eine attraktive Wohnung mit ihrer Einrichtung und ihren Lebensspuren. Als Ideenskizze: Die Wohnung ist nach zirkulären Prinzipien gebaut/erneuert (die Wiederverwendung von Elementen ist sichtbar) und auch der Betrieb (Energie, Wasser, Ausscheidungen etc.) ist kreisläufig und ressourcenschonend durch modulare Nutzbarkeit. In diesem Zuhause wird ein Mix von Kreislauf-Praxis sichtbar: Traditionelles, das wir früher schon konnten und wieder verstärkt machen, Neuartiges mit grossem Impact, sowie Pioniertaten aus den 2020ern als Klassiker im 2040. Details wie Lebensmittelbehälter, Abonnements, handschriftliche Nachrichten, Ansichtskarten, Entsorgungs-Trennsysteme, Logistik-Schnittstellen, Kleider, Zeitschriften, Leihwerkzeuge, Newsfeeds, Bücher etc. sind die Puzzleteile, in denen sich das kreislauffähige Leben zeigt. Die Nutzungsbereiche Küche, Essbereich, Salon, Schlafen, Bad und Büro vermitteln ein nahbares und lustvolles Bild mehrerer Generationen der urbanen Gesellschaft der Zukunft.
Der Grobentwurf dieses Szenariorahmens und das Kuratieren, Vernetzen und Akquirieren geeigneter Kooperationspartner für die Co-Creation der konkreten Inhalte ist Teil des Vorprojekts, für das wir uns diese Förderung erhoffen.
Das Vorprojekt dient als Grundlage für die beiden folgenden Projektteile:
In Teil 1 "Co-Creation" entwickeln wir innerhalb des Zukunftsszenarios 2040 gemeinsam mit engagierten Systemplayern und Stakeholdern: mit Institutionen, die Zirkularität fördern wollen; mit Pionier*innen der Kreislaufwirtschaft; mit "systemrelevanten" Playern der (konventionellen) Wirtschaft, sowie mit zivilgesellschaftlichen Organisationen. Die einzelnen Partner arbeiten hin auf radikale Konzeptstudien und spekulative, aber doch plausible Showcases. In diesem freien Rahmen ist es leichter, gängige Denkmuster zu durchbrechen. Eigene Angebote und Prozesse können frisch und skaliert gedacht werden, gegenseitige systemische Abhängigkeiten werden erkannt und neu geknüpft.
Der Teil 2 "Zukunftswohnung" ist als interaktive Ausstellung angedacht. In ihr werden das Zukunftsszenario, die Resultate der Co-Creation und neu interpretierte traditionelle Praktiken zu einem stimmigen Ganzen verknüpft. Besucher*innen sollen sich selbst lustvoll in diese Zukunft hineindenken können und positiv inspiriert werden, um bestehende Ansätze bereits im Hier und Jetzt zu nutzen und sich für künftige Angebote zu öffnen.
Ein Rahmenprogramm mit Führungen, Keynotes und Podiumsgesprächen - sowohl zu den ausgestellten Ansätzen, wie auch zu Kreislaufwirtschaft allgemein - verschafft der Thematik breitenwirksame Präsenz. Das Publikum kommt an diesem Ort in Austausch und Diskussion.
Über die Ausstellung hinaus dokumentiert eine Online-Publikation die Visionen und Konzepte und macht sie für eine breite, internationale Öffentlichkeit auf leichte, spielerische Art zugänglich.
Der Anspruch an beide Teile von Circular Living 2040 ist, dass sich - sowohl bei Beteiligten wie Rezipierenden - plastische Perspektiven zu Kreislaufwirtschaft und -Gesellschaft öffnen. Die erarbeiteten Puzzleteile, vom Detail bis zur systemischen Ebene, tragen zu einer geteilten Vision bei. So verstärken die Projektoutputs die heute anstehenden Entwicklungen, Entscheide und Verhaltensweisen in Richtung Kreislaufwirtschaft mittels Inspiration und Orientierung.
Wie trägt die Idee zum Ziel der Klimagerechtigkeit bei?
Circular Living 2040 schafft Kristallisationskeime für eine ganzheitlich gedachte und gelebte Kreislaufwirtschaft und -Gesellschaft. Idealerweise wirken die Anstösse in einer Vielzahl von Unternehmen und Organisationen, wie auch auf breiter, gesellschaftlicher Ebene. Die erarbeiteten und vermittelten positiven Perspektiven befähigen dazu, vorherrschende, schädliche Paradigmen und Verhaltensweisen gedanklich zu überwinden und in ein neues, nachhaltigeres Agieren zu kommen. Es verstärkt die bestehenden Bemühungen sowohl in der Wirtschaft wie auf gesellschaftlicher Seite.
Wer wird von der Lösung profitieren und wie?
Das zweiteilige Circular Living 2040 richtet sich an unterschiedliche Zielgruppen. Durch die Perspektive einer konkret realisierten zirkulären Zukunft entstehen Benefits für drei Kreise von Akteur*innen:
1. Partner-Unternehmen und -Organisationen vernetzen sich und erarbeiten im ersten Teil ganzheitliche Ideen ihrer Strukturen, Prozesse und Angebote von Morgen. Die Resultate können ihnen als strategische Grundlage und Inspiration für kreislauforientierte Innovationen dienen.
Die Ausstellung bietet die Öffentlichkeit, in der sich die Partner als innovative und engagierte Akteur*innen für eine Kreislaufgesellschaft positionieren können. Der diskursiven Rahmen ermöglicht Dialoge und Rückmeldungen, die helfen, strategische Entscheidungen zu stützen.
Wir streben Partnerschaften in folgenden Bereichen an:
- Akteure, die Kreislauf-Praktiken bekannt machen und etablieren wollen (z.B. Organisationen wie Circular Economy Switzerland, Stiftung Konsumentenschutz oder Akteure wie die Stadt Zürich)
- Pioniere und Startups, die bereits erste zirkuläre Angebote und Prozesse in Marktnischen anbieten (z.B. Loopi oder Züri teilt), können ihr Modell skaliert und radikal in die Zukunft denken und verbreiten
- Unternehmen, deren Geschäftsmodell noch linear angelegt ist, denen aber ein zukünftig veränderter Rahmen ermöglichen würde, das Kreislaufprinzip in relevantem Massstab zu stützen (z.B. Coop, Post und viele weitere ...)
2. Die interessierte Öffentlichkeit begegnet im zweiten Teil kreislauffähigen Angeboten und wird für zirkuläre Praktiken sensibilisiert. Die greifbare Lebenswelt von Morgen inspiriert und macht die Transformation vorstellbar. Im Dialog lassen sich Wünsche und Bedürfnisse anbringen. Nach dem Besuch von "Circular Living 2040" hat man Lust auf Zukunft und ein geschärftes Bewusstsein für verschiedene Aspekte der Kreislaufwirtschaft - sei dies bei bereits bestehenden Angeboten und Praktiken, oder bei solchen, die sich erst am Horizont abzeichnen.
3. Policy Makers dienen die ganzheitlichen Zukunftsbilder sowie der Diskurs als Grundlage, um herauszufinden, welche Rahmenbedingungen eine Kreislaufgesellschaft braucht. Anhand der Projektresultate lassen sich Herausforderungen und Leerstellen identifizieren und ein zielgerichtetes Handeln ableiten. Welche systemischen Hebel muss man anpacken?
Wurde die Idee (in Varianten) bereits getestet? Wenn ja, mit welchen Erkenntnissen?
In kleinerem Rahmen und mit einem anderen Thema - Geld- und Finanzsysteme für einen gesunden Planeten - hat Cerca mit Fintopia eine Ausstellung mit spekulativen Szenarien für wünschbare Zukunfte erarbeitet.
Die spielerische Herangehensweise und interaktive Form schuf die nötige Lockerheit, damit sich die Besuchenden dem abstrakten Thema nähern konnten und eine ermächtigende Perspektive gewannen: Solche Systeme sind nicht naturgegeben, sondern gestaltbar.
Schön war, dass der Umweg über die Zukunft und die Spannbreite der Szenarien die Offenheit von sehr unterschiedlichen Akteuren innerhalb des Themas (von Klimaaktivismus über Kryptoentwicklung bis zu Finanzdienstleistung) förderte und inspirierend für ihr Feld wirkte.
Die Ausstellung wurde von verschiedenen Parteien gewinnbringend als stimulierende Umgebung für Zukunfts-Workshops genutzt.
Das Szenario "The Swiss New Banking" diente z.B. als strategische Grundlage für Innovation im Finanzbereich. Daraus bestätigte sich, dass es Unternehmen einfacher fällt, ihr Angebot im Kontext anderer Rahmenbedingungen radikal neu zu denken. Das umfangreiche Rahmenprogramm mit Vorträgen und Podiumsdiskussionen war dabei zentral, um auch verschiedene Netzwerke zu aktivieren, zusammenzubringen und in den Dialog untereinander zu kommen.
Die Idee von Circular Living 2040 sowie unsere Hypothese zum Wirkungsprinzip wurde bisher mit verschiedenen Personen gespiegelt, sie wirkt vielversprechend. Im Rahmen des FUS Booster wollen wir sie vor allem mit möglichen Kooperationspartner*innen für die Phase 1 Co-Creation diskutieren und weiterentwickeln.
Welche Personen/Organisationen gibt es in Eurem Team und was ist ihre Rolle?
Kernteam Vorprojekt
Im Vorprojekt (auf welches sich dieser Antrag Innobooster FUS bezieht) sind folgende Personen / Organisationen beteiligt:
Cerca Research & Design Lab als Umsetzungspartner
mit Miriam Nietlispach, Tom Stäubli und Julian Gisler
Cerca Research & Design Lab ist Kreativpartnerin für Transformationsprojekte. Cerca’s Kreativarbeit erkundet und entwickelt für eine nachhaltig lebenswerte Zukunft - mit dem Ziel neue Möglichketen zum Denken & Handeln zu eröffnen. Cerca entwickelt wünschenswerte Ausblicke, macht greifbar und hilft anzupacken. Cerca stärkt den gesellschaftlichen Diskurs (zB mit der Ausstellung Fintopia), verhilft zukunftsfähigen Ansätze zu Wirkung ausserhalb der Nische (zB kreisläufige Sanitärsysteme für die Eawag) und gestaltet mit Expert*innen gemeinsame Zukunftsbilder (zB für die Binding Stiftung)
Rolle im Kernteam: Cerca ist Ideengeber und Initant des Projektes. Mit Hintergrund in Produktentwicklung und Innovation, sowie Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft übernimmt Cerca den kreativen Lead. Das Research & Design Lab führt die Entwicklung für das Rahmenszenario, auf welches sich das Projekt abstützt.
Miriam Nietlispach, Cerca Research & Design Lab, HSLU, ZHdK
Miriam ist Designerin mit einem Fokus auf das Strategische und das Gesellschaftliche, sie ist Mutter und hat verschiedene meist NPO Organisationen mitgegründet und aufgebaut. Sie hat langjährige Erfahrung als Projektleiterin und Produktentwicklerin für diverse Branchen aus ihrer Arbeit für das Innovationslabor Tribecraft. Miriam unterrichtet Designstudierende der Hochschule Luzern und der ZHdK mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit und ist Mitgründerin des Research & Design Lab Cerca.
Miriam leitet das Vorprojekt CL 2040 auf organisatorischer Ebene.
Tom Stäubli, Cerca Research & Design Lab, ZHdK
Tom ist vielseitiger und erfahrener Designer: in über zwanzig Jahren Produktentwicklung und Innovation reichte seine Konzeptions- und Gestaltungsarbeit von Schokoladen-Genussportionen bis zur räumlichen Nutzerführung in Flughäfen. Er ist Vater und war langjähriger Sparring- und Projektpartner der Installationskünstlerin Muriel Baumgartner. Tom begleitet interdisziplinäre Studierende der ZHdK in der Entwicklung kreisläufiger technischer und sozialer Innovationen. Als Mitgründer des Research & Design Lab Cerca nutzt er Kreativarbeit um gesellschaftlichen Transformationsthemen zu mehr Klarheit zu verhelfen.
Tom hat den kreativen Lead des Vorprojektes CL 2040.
Julian Gisler, Cerca Research & Design Lab, Empa
Während seiner Ausbildung als Industrial Designer setzte sich Julian Gisler vertieft mit der theoretischen als auch praxisnahen Exploration wünschenswerter Zukünfte und deren Wirkungsfeldern auseinander. Die Bachelorarbeit "Doppelnull" über kreislauffähige Sanitärvisionen hatte das Mainstreaming bestehender Pionierlösungen zum Ziel. In seiner beruflichen Praxis nutzt er Design, um an der EMPA komplexe, wissenschaftliche Themen reizvoll und anschaulich zu kommunizieren.
Julian trägt insbesondere in der Szenarioentwicklung bei und macht das Grobkonzept greifbar und verständlich.
FHNW, Institute of Management als Forschungspartner
Mit Dr. Pavlina Pavlova
Pavlina Pavlova vom FHNW Institute of Management ist eine ausgewiesene Expertin für Nachhaltigkeit und anthropogene Einflüsse auf die Umwelt und unterstützt Unternehmen mit Leidenschaft dabei, sich durch Innovationen und Zusammenarbeit in die Gestaltung einer kreislaufwirtschaftlichen Zukunft einzubringen.
Rolle im Kernteam: Pavlina Pavlova sorgt dafür, dass das neueste Wissen und die besten Praktiken aus der Forschung in die Projektarbeit einfliessen und macht die wissenschaftlichen Erkenntnisse für die KMU verständlich und anwendbar. Sie ist Sparringpartnerin für die Entwicklung des Basis-Szenarios. Die Forschungspartnerin nutzt ihr Netzwerk, um Zugang zu weiteren Experten, Forschungseinrichtungen und potenziellen Förderquellen zu ermöglichen.
Kernteam Teil 1 Co-Creation und Teil 2 Zukunftswohnung.
Die Durchführung des Projektes nach der Vorprojektphase braucht weitere Rollen. Wir werden während des Vorprojektes das Team erweitern und suchen insbesondere Unterstützung im Fundraising, in der Kommunikation und evtl. Projektmanagement. Hierzu laufen erste Gespräche.
Für die Arbeiten in den folgenden Projektteilen 1 & 2 bestehen im aktuellen Kernteam folgende Hauptinteressen (die konkrete Rollenteilung wird im Vorprojekt diskutiert und entschieden):
- Cerca möchte als Kreativpartnerin in der Co-Creation an der Gestaltung von kreisläufigen Angeboten und Prozessen mitwirken und die Art Direction der Zukunftswohnung übernehmen.
- Die Forschungspartnerin FHNW hat vor, das Verstärkungspotential der Projektanlage, sowie das Wirkungspotential der einzelnen Konzepte zu testen und zu bewerten. Ausserdem wird sie die Forschungsergebnisse und Projekterfahrungen dokumentieren, um die Forschungsgemeinschaft und die Öffentlichkeit über die Fortschritte und Ergebnisse des Projekts zu informieren.
Zusätzlich zum Kernteam tragen folgende zentralen Rollen in den Projektteilen 1 & 2 zum Erfolg bei:
- Kooperationspartner Co-Creation (Innovationen Angebote & Praktiken)
- Öffentlichkeitspartner Zukunftswohnung (Erlebnis & Diskurs)
Woran möchtet ihr während des Boosters arbeiten? Was werdet ihr am Ende des Boosters liefern?
Während des Boosters wollen wir im Sinne eines Vorprojektes das Gesamtprojekt "Circular Living 2040" schärfen, planen und mit potentiellen Kooperationspartnern spiegeln.
Im Vorprojekt werden:
- das Rahmenszenario einer zirkulären Zukunft im 2040 entwickelt
- die Zukunftswohnung "Circular Living 2040" als Ausstellung konzipiert
- die Projektschritte der beiden Haupt-Teile geplant und detailliert
- das Kernteam für die Durchführung der Haupt-Projektteile erweitert
- mögliche Kooperationspartner kuratiert und akquiriert
Details zu zentralen Tätigkeiten, beabsichtigter Wirkung und Outputs des Vorprojekts, Teil 1 (Co-Creation) sowie Teil 2 (Zukunftswohnung) finden sich in der > Grafik Projektplan.
Was erhofft ihr Euch von dem Booster?
Im Booster treffen engagierte Akteure des Felds aufeinander. Wir hoffen auf Schärfung und Vernetzung auf verschiedenen Ebenen, insbesondere für Partnerschaften in den folgenden Bereichen:
- Kooperation Co-Creation / Inhalte Ausstellung (Organisationen, Unternehmen, Start-Ups, andere Booster-Projekte)
- Ausstellungs-Trägerschaft und Öffentlichkeitsarbeit/Kommunikation
- Funding
Wir sind sehr interessiert an Synergien mit den anderen FUS Projekten (beider Challenges). Wir glauben, der Austausch mit ihnen kann das Rahmenszenario schärfen und bereichern. Gleichzeitig kann Circular Living 2040 den neu entstehenden Ansätzen eine Plattform bieten und sie systemisch in ein Zukunftsbild einbetten.
Wen brauchst du als Expert:in, um die Idee weiter voranzutreiben?
Wir brauchen in einer ersten Phase insbesondere Sparringpartner:innen für die Entwicklung der Kooperationspartnerschaften (Vernetzung, Businessmodell) als auch an Expertise und Vernetzung für die Grobkonzeption von Phase 2 als grösseres Ausstellungsprojekt. Idealerweise finden wir hierfür eine erfahrene Person oder Institution, die sich im Projekt auch langfristig involviert.
Wie viel Budget fordert ihr von uns für was? (maximal CHF 21’000 + CHF 4’000 für Expert:innen-Gutscheine ).
Wir beantragen vom Innobooster FUS für das Vorprojekt 21'000 CHF für folgende Arbeiten:
- Entwicklung des Zukunftsszenarios als Rahmen,
inkl. Interviews, 3 Workshops, sowie verschriftlichen und bebildern: CHF 7800
- Projektplanung und Budgetierung von Teil 1 Co-Creation: CHF 2400
- Grobkonzept Zukunftswohnung, inkl. verschriftlichen und bebildern: CHF 6000
- Stakeholdergespräche mit Fokus auf Teamzusammenstellung sowie Aufgleisen erster Kooperationspartnerschaften: CHF 4800
Die Tätigkeiten sind knapp geplant und mit einem Stundensatz von CHF 150 kalkuliert.
Das Kernteam ist bereit, in der Vorprojektphase zusätzlich dazu unbezahlte Eigenleistung von 30% zu erbringen. Weitere im Vorprojekt angedachte Tätigkeiten können allenfalls über zusätzliche Fördermittel durchgeführt werden (in Arbeit).
Wir beantragen 4000 CHF Expert*innen-Gutscheine für:
- Sparringpartnerschaft Gesamtprojekt
- Vernetzung und und Unterstützung Businessmodelle Co-Creation
- Vernetzung und Unterstützung Grobkonzept Zukunftswohnung
Circular Living 2040 schafft eine attraktive Vision zur Kreislaufgesellschaft – erlebbar als Alltagsmoment in einer nahen zirkulären Zukunft.
Das Projekt ist zweiteilig:
1: Co-Creation mit Organisationen & Unternehmen. Hier werden vernetzte Konzepte für die Praktiken, Strukturen, Prozesse und Angebote einer nahen Kreislaufgesellschaft entworfen.
2: Eine Zukunftswohnung als öffentlicher Erlebnis- & Diskursraum. Hier sind die Ergebnisse aus Teil 1 lebensnah dargestellt und lustvoll erfahr- & diskutierbar.