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Warm Data Labs im Pilotquartier Netto-Null – Systemische Partizipation für Klimagerechtes Wohnen

Project Idea Metadata

Project Idea Description

Das Projekt “Warm Data Labs im Pilotquartier Netto-Null” basiert auf einem tiefen systemischen Verständnis der Verbindung zwischen unserem Lebensraum, sozialer Gerechtigkeit und Klimawandel. Inspiriert durch Nora Bateson und die Integration von indigenem Wissen und Systemwissenschaften, bieten sie ein Modell für die aktive Beteiligung der Bewohner an der Gestaltung klimafreundlicher Wohnlösungen. Die Teilnehmer der Labs lernen, wie sich globale ökologische Krisen direkt auf ihren Lebensraum auswirken und welche Rolle sie in der Transformation hin zu einer nachhaltigeren Zukunft spielen können.

Die Workshops orientieren sich nach wissenschaftlichen Befunden und haben zum Ziel, Menschen ein neues Werteverständnis zu vermitteln. Durch die Förderung der emotionalen Intelligenz und des sozialen Lernens schaffen die Labs einen Raum, in dem Teilnehmer:innen tiefere Einsichten in die Beziehung zu ihrem Wohnumfeld gewinnen können. Das Format zielt darauf ab, nicht nur Symptome zu bekämpfen, sondern die Wurzelursachen des Klimawandels zu verstehen und zu adressieren.

Die Labs sollen ein Startpunkt für eine umfassendere Transformation sein: Nach den Workshops sollen gemeinsame Projekte zur Entwicklung nachhaltiger Wohnmodelle und zur Verbesserung der städtischen Infrastruktur folgen (siehe Annex). Wie im Annex dargestellt, folgen die Labs einer klaren Roadmap, die Beziehungen, kognitive Fähigkeiten und Zusammenarbeit fördert, um kollektives Handeln zu ermöglichen. In einem späteren Schritt sollen WDL in Gemeinschaftszentren (GZ) in Zürich skaliert werden, um die Zusammenarbeit und Teilhabe in der Stadt zu fördern.

Ergänzend werden Workshops in Yellow-Teaming für das Prototyp-Gebiet «Arbeit» angeboten werden (siehe Projekteingabe zu «Kreislauf der Dinge»). 

Welches Problem möchtet ihr lösen?

Die Warm Data Labs (WDL), aufbauend auf der Arbeit der Systemwissenschaften nach Nora und Gregory Bateson, adressieren das Problem der geringen Beteiligung und des fehlenden Verständnisses von Menschen in Bezug auf die Zusammenhänge zwischen unserem Lebensraum, sozialer Gerechtigkeit und Klimawandel. Viele Maßnahmen zur Emissionsreduktion scheitern, weil sie die sozialen und emotionalen Bedürfnisse der Menschen nicht berücksichtigen. Dies führt oft zu Inaktivität oder Aktionismus, bei denen sich Menschen entweder als unbeteiligt oder überfordert zeigen und sich deshalb nicht engagieren. Warm Data Labs schaffen Gemeinschaft, um Zusammenhänge zu verstehen und gemeinsam Lösungen für klimagerechtes Wohnen – und Klimaschutz allgemein – zu entwickeln.

Wie trägt die Idee zur Lösung des Problems bei?

Die Warm Data Labs tragen zur Lösung bei, indem sie systemisches Denken und ganzheitliches Lernen in den Vordergrund stellen. Die Labs helfen den Teilnehmer:innen, Beziehungen zwischen einander und zwischen Mensch & Natur zu erkennen, zu verstehen und vertiefen zu wollen. Der Fokus liegt darauf, Verhalten und Identität als Schlüssel zur Transformation zu betrachten. Dies ermöglicht es den Teilnehmer:innen, sich ihrer Rolle im System bewusst zu werden und klimafreundliche Entscheidungen zu treffen, die sowohl auf individuelle als auch gemeinschaftliche Handlungen abzielen.

Wer profitiert von der Lösung und wie?

Wer sind die Personen/Organisationen in eurem Team und welche Rolle spielen sie? (Siehe auch Annex)

Wie trägt die Idee zum Ziel der Klimagerechtigkeit bei?

Durch Warm Data Labs als Form partizipativer Workshops schaffen wir ein tiefes Verständnis für komplexe Wechselwirkungen. Die Labs fördern die emotionale Intelligenz der Teilnehmer und helfen ihnen, ihre Verantwortung im Rahmen größerer sozialer Systeme zu verstehen. Dies ist besonders wichtig, um Klimagerechtigkeit zu erreichen, da viele technische Lösungen ohne ausreichende Berücksichtigung der sozialen Dimensionen scheitern.

Wurde die Idee schon einmal getestet?

Die Warm Data Labs wurden bereits erfolgreich an Universitäten wie Cambridge und in Unternehmen wie Microsoft eingesetzt. Die Ergebnisse zeigen, dass dieser partizipative und systemische Ansatz effektiv darin ist, kollektive Einsichten zu fördern und individuelle wie gemeinschaftliche Handlungen zu erleichtern. Zürich soll als städtischer Prototyp für Mainstreaming dienen. 

Woran möchtet ihr während der Förderphase arbeiten?

Was erwartet ihr vom FUS-Booster-Team?

Ein Coaching entlang des Playbooks von Meso wäre hilfreich. Ausserdem erhoffen wir uns Unterstützung bei der Verbindung mit städtischen Akteur:innen und den Verantwortlichen des Pilotquartiers Netto-Null, die sich mit städtischem Lebensraum und Klimagerechtigkeit beschäftigen (siehe Mind-Map im Annex). Auch machen wir uns zu anderen Partner:innen für WDL Gedanken – vor allem Orte, wo Menschen aktiv nach Lösungen zum Klimaschutz suchen. Zudem sitzt mit Joséphine von Mitschke-Collande eine ausgebildete WDL-Facilitatorin in der Jury, mit welcher wir gerne in Austausch treten wollen. 

In einer späteren Phase sind wir dankbar für Feedback zu unseren Skalierungs-Ideen und dem Ausbau von Angeboten (siehe Annex).

Wen benötigt ihr als Experten, um das Projekt voranzutreiben?

Die Sichtbarkeit des Boosters gäbe uns die Möglichkeit, mit Expert:innen erfolgreich zusammenarbeiten zu können, bspw.:

Wie viel Budget fordert ihr von uns für was?

Unsere Budgetplanung überschreitet die Grenze von CHF 21'000 klar. Daher würden wir es sehr begrüßen, wenn wir den vollen Betrag von CHF 21'000 erhalten könnten, um möglichst viele Phasen des Warm Data Labs im Pilotquartier Binz/Alt-Wiedikon und darüber hinaus erfolgreich umzusetzen.

Das Budget wird hauptsächlich für die Arbeitszeit verwendet, die für die PlanungDurchführung und Auswertung der Workshops sowie die Koordination der Teilnehmer:innen erforderlich ist. Die Zeit für Forschung und inhaltliche Entwicklung der Workshops ist ebenfalls eingeplant, um sicherzustellen, dass die Methodik den komplexen Anforderungen des klimagerechten Wohnens gerecht wird.

Die Frequenz der Workshops wird aufgrund von Gesprächen mit den Verantwortlichen des Netto-Null-Projekts variieren.

Darüber hinaus wird das Budget für Ausrüstung und Materialien benötigt, einschließlich der technischen Ressourcen zur Dokumentation der Workshops, die als Grundlage für die Analyse der Ergebnisse dienen.

Das Budget für Expert:innen würden wir gerne nutzen, um Unterstützung von Fachleuten im Bereich Systemwissenschaften zu erhalten, um sicherzustellen, dass die Warm Data Labs den maximalen Impact für die Teilnehmer und die Stadt Zürich erzielen.

Bewertungskriterien im Überblick:

Warm Data Labs (WDL) sind partizipative Workshops, die im Wohnbereich des Pilotquartiers Netto-Null (Binz/Alt-Wiedikon) als Prototypen für ein Verständnis von klimagerechtem Leben durchgeführt werden. Die Labs fördern ein tiefes Verständnis für die Wechselwirkungen zwischen unserem Lebensraum, der Natur und sozialer Gerechtigkeit. 

Präsentation (inkl. Audios) + Slides