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RadiatorCheck – Planungstool für gebrauchte Radiatoren

Project Idea Metadata

Project Idea Description

Herausforderung

Heizkörper besitzen ein hohes Wiederverwendungspotenzial. Entscheidend für eine erfolgreiche Vermittlung ist die frühe Einschätzung der Heizleistung. Die Ermittlung dieser ist aufgrund der Vielzahl an Dimensionen, Bauformen und materialtechnischen Eigenschaften sowie der daraus resultierenden komplexen Wärmeübertragungsprozesse mit viel Aufwand verbunden und fehleranfällig. Es fehlt eine einheitliche und praxistaugliche Grundlage.

Vision

Unsere Vision ist es, die Wiederverwendung von Heizkörpern in Bauprojekten so einfach wie möglich zu gestalten. Dafür wird die Auswertung der Heizwärmeleistung an Daten geknüpft, welche bei Aufnahmen mit wenig Aufwand erhoben werden können. Die automatisierte Auswertung wird in einem Excel-basiertem Tool integriert und durch ein intuitives Formular auch Nicht-Expert:innen zugänglich gemacht, sodass sich auch komplexe Werte (Heizwärmeleistung) einfach abschätzen lassen. Das Tool basiert auf praxisnahen Daten und Erfahrungen von Zirkular und der Bauteilbörse Overall, unterstützt durch thermische Modelle der Hochschule Luzern.

Dieser Ansatz ist innovativ, da die frühe Ersteinschätzung der Heizwärmeleistung den beteiligten Akteur:innen eine Grundlage für die Eingrenzung geeigneter Radiatoren liefert, ohne dass Fachexpert:innen aufwändige Untersuchungen an einem breiten Inventar durchführen müssen. Das Tool vereint Wiederverwendungsexpertise, ingenieurtechnische Modellierung, eine intuitive Benutzeroberfläche und eine hersteller:innenübergreifende Anwendbarkeit in einer Lösung, die speziell auf den Schweizer Gebäudebestand zugeschnitten ist. Es adressiert ein konkretes, bislang vernachlässigtes Hindernis in der Wiederverwendung technischer Bauteile und bietet ein skalierbares Modell für weitere Anwendungen.

Zu den Nutzniesser:innen zählen Architekt:innen, Wiederverwendungsplaner:innen, Rückbauunternehmen sowie der Markt für gebrauchte Bauteile.

Impakt

Unser Tool erleichtert die Wiederverwendung von Heizkörpern – Komponenten aus wertvollen und emissionsintensiven Materialien wie Stahl und Gusseisen. Es trägt so zur Reduktion des Rohstoffabbaus und der Treibhausgasemissionen durch Neuprodukte bei sowie zur Minimierung von Bauabfällen. Durch gezielte Vermittlung und eine intuitive Anwendung senkt es den Aufwand für alle Beteiligten und macht die Wiederverwendung auch wirtschaftlich attraktiv. So werden lokale Kreislaufstrukturen gestärkt und die Wiederverwendung skalierbar und einem breiten Spektrum an Akteur:innen zugänglich gemacht.

Arbeitsplan

Wir möchten ein benutzerfreundliches Tool entwickeln, das eine präzise und leicht zugängliche Katalogisierung von Heizkörpern sowie die Abschätzung ihrer Heizleistung ermöglicht. Während des Boosters planen wir folgende Schritte:

Das Tool wird schrittweise weiterentwickelt und um zusätzliche Heizkörpertypen und Auswertungen (zum Beispiel Gewicht (Logistik), Emissionen, Schadstoffverdacht, Kosten für die Aufbereitung) ergänzt. Das Ziel ist ein funktionsfähiger Prototyp, der von Praktiker:innen genutzt werden kann, um Heizkörper effizient zu dokumentieren, zu bewerten und eine gezielte Vermittlung zu fördern.

Vorarbeit

Die Idee basiert auf der praktischen Erfahrung von Zirkular und der Bauteilbörse im Umgang mit wiederverwendeten Heizkörpern. Der Auswahlprozess für passende Radiatoren ist bekannt und erprobt – zentral dabei ist die Heizwärmeleistung, die für ein präzises Matching entscheidend ist. Ihre Ermittlung erfolgt bislang jedoch ohne standardisierte Grundlage. Zirkular nutzt bereits einen Prototyp des Tools, um die Heizleistung frühzeitig einzuschätzen. Ziel unseres Projekts ist es, eine qualitätsgesicherte Grundlage zu entwickeln und die Auswertung zu systematisieren und zu digitalisieren.

Team

Das Team vereint praktische, akademische und technische Expertise:

Dieses interdisziplinäre Team gewährleistet sowohl praktische Relevanz als auch wissenschaftliche Fundierung.

10% Drittmittel

Die Antragstellenden verfügen über ein umfangreiches Netzwerk und betreuen diverse Projekte im Bereich der Wiederverwendung. 10 % der Finanzierung sollen durch die Beiträge eines dieser Planungsbüros gedeckt werden, welches derzeit aktiv nach Heizkörpern zur Wiederverwendung sucht und direkt vom vorgeschlagenen Tool profitieren würde. Gleichzeitig kann im Rahmen des Projekts die Praxistauglichkeit getestet werden.

Wir möchten das Wiederverwendungspotenzial von Heizkörpern im Schweizer Gebäudesektor erschliessen, indem wir ein intuitives, Excel-basiertes Tool zur standardisierten Katalogisierung und thermischen Bewertung entwickeln. Dieses Tool vereinfacht Wiederverwendungsprozesse, fördert die Reduktion von CO₂-Emissionen und die Zirkularität der Gebäudetechnik.