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Material mit Geschichte

Project Idea Metadata

Project Idea Description

Welche Herausforderung in der zirkulären Bauwirtschaft adressiert Ihre Idee?

Gebrauchtes Baumaterial wird oft als wertlos angesehen und entsorgt, obwohl es funktionstüchtig ist. Die geringe emotionale Bindung zu Bauteilen führt dazu, dass deren "goldene Energie" – also die kulturellen und immateriellen Werte – ungenutzt bleibt. Unser Projekt "Material mit Geschichte" will diesen Wert sichtbar machen und die Kreislaufwirtschaft stärken.

Evtl. kann durch diese Wertsteigerung auch die Wirtschaftlichkeit von ReUse Bauteilen gestärkt werden, welche bisher durch den hohen Planungsaufwand reduziert ist.

Was ist Ihre Vision zur Lösung dieser Herausforderung, und warum ist Ihr Ansatz innovativ? Wer wird von einer Lösung profitieren?

Unsere Vision ist es, die Geschichte von Baumaterialien zu dokumentieren und als Mehrwert zu kommunizieren. Durch Storytelling werden gebrauchte Bauteile aufgewertet und emotional aufgeladen, sodass ihre Wiederverwendung attraktiver wird. Dieser Ansatz kombiniert Denkmalpflege, Neuromarketing und Kreislaufwirtschaft und ist damit einzigartig.

Davon profitieren Architekten, Bauherren und Bauunternehmen, die nachhaltige Bauweisen umsetzen wollen. Ebenso gewinnen Materialhändler und Bauteilbörsen, da eine höhere Wertschätzung zu gesteigertem Absatz führt. Gesellschaftlich trägt das Projekt dazu bei, ein nachhaltigeres Bewusstsein für Bauressourcen zu schaffen.

Wie könnte Ihre Idee zukünftig positive Auswirkungen auf Umwelt, Menschen oder Wirtschaft haben? (z. B. Kreislaufwirtschaft, Abfallreduktion, Gesundheitsverbesserung, Schaffung von Möglichkeiten)

Das Projekt fördert die Kreislaufwirtschaft, indem wertvolle Materialien erhalten und weniger Abfall produziert werden. Dies spart Ressourcen und reduziert CO2-Emissionen. Zudem verbessert es die gesellschaftliche Wertschätzung für nachhaltiges Bauen und schafft neue Märkte und Arbeitsplätze im Bereich der Wiederverwendung von Baumaterialien.

Welche Annahmen oder Konzepte möchten Sie testen? Woran planen Sie während des Booster-Programms zu arbeiten, und was ist Ihr Ziel? (z. B. Machbarkeitstests, Prototypenentwicklung, Attraktivitätstests)

Wir wollen testen, ob die emotionale Aufladung von Baumaterialien durch Storytelling ihre Wiederverwendung fördert. Dazu entwickeln wir ein Pilotprojekt, bei dem Bauteile mit dokumentierter Geschichte auf den Markt gebracht und deren Wirkung auf das Kaufverhalten analysiert werden.

Im Booster-Programm analysieren wir zunächst die Stakeholder und deren Interessen um später Storytelling-Strategien zu entwickeln, verschiedene Arten von Geschichten testen und deren Einfluss auf die Attraktivität und den Wert von gebrauchten Baumaterialien zu untersuchen. Unser Ziel ist es, belastbare Daten zur Marktakzeptanz zu gewinnen und ein Konzept zur Vermarktung von Bauteilen mit emotionalem Mehrwert zu erarbeiten.

Wurde Ihre Idee bereits getestet? Falls ja, welche Ergebnisse gab es, und was bleibt zu testen?

Bislang gibt es Hinweise darauf, dass Gebäude mit Geschichte geschätzt werden. Ob sich dieser Effekt auf einzelne Bauteile übertragen lässt, wurde jedoch noch nicht umfassend untersucht. In anderen Branchen (beispielsweise bei Kleidung oder Möbeln) wird dieser Ansatz bereits eher verfolgt. Unser Projekt wird erstmals experimentell testen, welche Arten von Geschichten bei der Vermarktung von Bauteilen am besten funktionieren und wie stark sie die Nachfrage und den wahrgenommenen Wert von Baumaterialien beeinflussen.

Wer ist in Ihrem Team, und welche Expertise oder Rollen bringen sie mit?

Forschungspartner:

HSLU

Monika Walch: Nachhaltigkeitszertifizierungen, Zirkuläres Bauen,

Felix Bucher: Nachhaltigkeit innovativer Wohnformen, Business Engineering

Sabine Witt: Wirtschaftskommunikation, Storytelling, Diversity, Soziale Nachhaltigkeit

Erweitertes Projektteam:

Pascal Wacker: Architektur

Stefan Kunz: Baukultur, Denkmalschutz

Susanne Gosztonyi: Bauingenieurwesen

Nicole Hartmann: Innenarchitektur

Katharina Kleczka: Innenarchitektur

Esther Galliker: Wirtschaftskommunikation

Implementierungspartner:

Roto Baumarkt Winterthur

Elias Knecht: Netzwerk, Technischens Know-How zu Rückbau/Demontage, Markterfahrung Bauteilbörse

Weitere Bauteilbörsen sollen im Laufe des Projektes angefragt werden.

Wie planen Sie, die erforderlichen 10 % Drittmittel zu sichern?

Durch diverse andere Forschungsprojekte verfügen wir über ein grosses Netzwerk im Bereich des Zirkulären Bauens. Ein konkreter Finanzierungspartner muss noch gefunden werden.

Gebrauchtes Baumaterial wird oft als wertlos angesehen und entsorgt, obwohl es funktionstüchtig ist. Die geringe emotionale Bindung zu Bauteilen führt dazu, dass deren "goldene Energie" – also die kulturellen und immateriellen Werte – ungenutzt bleibt. Unser Projekt "Material mit Geschichte" will diesen Wert sichtbar machen und die Kreislaufwirtschaft stärken.