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Project Idea Metadata

Project Idea Description

Welches grundlegende Problem adressiert ihr? Welche systemischen Problemhypothesen sind Ausgangspunkt für Euren Mainstreaming-Ansatz?

Kinderschuhe werden oft nur wenige Monate getragen – aber trotzdem aufwendig produziert. Eltern müssen mehrfach jährlich neue Modelle kaufen, weil Kinderfüsse so schnell wachsen. Reparatur ist (wie bei allen üblichen Sneakern) kaum vorgesehen, Rückgabe selten möglich. „Sharing“ kann nach dem Gebrauch kompliziert und mit gesundheitlichen Risiken verbunden sein (z.B. Fussfehlstellungen übertragen durch Vorformungen, vorallem bei Kindern ab Schuhgrösse 24). Die Folge: eine immense Materialverschwendung! Eigentlich nur, weil Schuhe heutzutage nicht mehr so reparierbar sind, wie sie früher einmal waren. 

Die Idee von NEUNOI setzt genau hier an – mit einem angepassten Allrounder-Sneaker, der so gestaltet ist, dass er problemlos weitergegeben, repariert und mehrfach genutzt werden kann. Unsere Hypothese: Reparatur wird nur dann massentauglich, wenn sie ersten zugänglich gestaltet ist und im Design sowie im Geschäftsmodell von Beginn an mitgedacht wird. Sharing muss praktisch sein und darf realistischerweise nicht (zu) viel kosten. Ein solches System, voller aktuell vermeintlicher Widersprüche aufzubauen ist das Ziel von NEUNOI, woran seit zwei Jahren intensiv gearbeitet wird – Das Feedback ist seither konstant positiv und viele Menschen warten bewiesenermassen genau auf ein solches Angebot. 

Um ein solches Angebot in absehbarer Zeit zu realisieren braucht es ein fertig entwickeltes Produkt (dies würde mit dem Booster erreicht werden), funktionierende Rückgabestrukturen, klare Kommunikation und ein ästhetisches Erlebnis, welches sich nicht wie ein Kompromiss anfühlt. 

Aktuelle Bilder des Alltags-Testverlaufs aller 15 bisher erstellten Prototypen gibt es auf Instagram (neunoi_sneaker).

Welche Gewohnheiten möchtet Ihr durch welchen Ansatz wie verändern oder mainstreamen?

Wir möchten die Gewohnheit "des gebrauchte Kinderschuhe wegzuwerfen oder ewigs zu verstauen" ablösen durch ein Modell, das Reparatur, Rückgabe und Weitergabe integriert. Der Kauf wird ersetzt durch ein System, wo die Schuhe wieder zurückkommen können: Ob Abo, Cashback oder Geschenk – der Schuh bleibt im Umlauf und wird geteilt. Und zwar systematisch, weil es sonst (leider) nicht funktioniert, weil es zu aufwändig und kleinteilig wird. 

Wir wollen verhindern das schädlicher Mikroplastik in die Natur gelangt über Sneaker-Abrieb: Deshalb würden wir am liebsten eine eigene reparierfähige NEUNOI Laufplattensohle aus dem Schweizer Material KUORI erstellen, statt auf bestehendes zurückzugreiffen als Kompromiss.

NEUNOI spricht gezielt Familien an, die Sharing nicht als Mangel erleben sollen, sondern als clevere, schöne und praktische Lösung. Kinder erleben durch sichtbare Reparaturen und coole Details (Reflektierende Sticker, farbige Patches) das Weiternutzen als Spiel. Eltern schätzen Übersicht, Planbarkeit und Gesundheit. Unsere Methode: Produkt + Prozess + Kommunikation als Einheit denken. All dies ist erst angedacht, durch die Unterstützung kann die Mission auch Gebrauchsgegenstände "teilbar" zu gestalten konkretisiert und nach aussen getragen werden. 

Wer wird vom Mainstreamen profitieren und wie?

Sofortige Wirkung (1. Phase: 2025–2026)

Mittelfristige Wirkung (2. Phase: 2026–2028)

Langfristige Wirkung (ab 2029)

Welche Personen/Organisationen gibt es in Eurem Team und was ist ihre Rolle?

Wurde die Idee (in Varianten) bereits getestet? Wenn ja, mit welchen Erkenntnissen?

Ja – mit 15 Prototypen (Musterkollektion 2024, Made in Schaffhausen) bei Testfamilien:

Die Idee stammt aus einer Bachelorarbeit der ZHdK (2023) und wurde im SRF 2024 in 10vor10 porträtiert sowie vom Schweizer Nationalmuseum (Landesmuseum) ausgestellt ins permante Archiv aufgenommen, sowie an Designweeks in Mailand, Berlin, Bern, Zürich, Winterthur und Oerlikon eingeladen.

Woran möchtet ihr während des Boosters arbeiten? Was erhofft ihr, werdet ihr am Ende des Boosters konkret erreicht haben?

"Professionelle" Schuhreparaturen, die heute in der Schweiz noch CHF 70–120 kosten, sollen mit NEUNOI langfristig viel günstiger werden. Durch reparaturfreundliches Design, gezielte Eingriffe, lokale Restmaterialien und durch unterstützte Werkstätten, sollen die Gesamtkosten auf CHF 25–70 gesenkt werden, denn nur so lässt sich ein offenes, ein selbsttragendes System mit erheblichem positiven Impact aufbauen. Dafür braucht es zuerst keine unüberlegte Massenproduktion, sondern skalierbare finalisierte Prototypen, und den Aufbau lokaler Pilotformate und eines lernendes Netzwerks.

Wir möchten:

Am Ende … :

Alle bisherigen Bemühungen dienten der Aufklärung darüber, ob sich dieses Projekt im Feld überhaupt realistisch umsetzen lässt und falls ja – wie. Die Antwort: Ja, mit einem offenen System, in dem viele mitwirken. Das Netzwerk existiert bereits – aus Designer:innen, Eltern, Gesundheitsexpert:innen, Schuhmacher:innen, Schulen, Institutionen. NEUNOI will diesen Moment nutzen: inkl. Einladung zur Co-Creation, und zur gemeinsamen Entwicklung eines fairen, nachhaltigen und realitätsnahen Konsumkreislaufs. Der Schuh ist dafür nicht Symbol – sondern Mittel. Und er soll dabei nicht nur die Füsse entlasten, sondern auch die Eltern: in Fragen von Gesundheit, Kosten, Nachhaltigkeit und Verantwortung.

Was erhofft ihr Euch vom Booster?

Forschungspartner:In:

Lisa Ochsenbein (ehemalige Mentorin und Mutter eines aktuellen NEUNOI-Testkindes. Angefragt und in Kontakt stehen wir zusätzlich dem mit Swiss Center for Design and Health sowie dem Kinderspital (Kinderorthopädie dies Kispis: Sekretariat Ortho-Trauma) um die positive, gesundheitliche Aspekte des NEUNOI-Ansatzes zu analysieren und von der forschenden Seite bestätigen zu lassen.

Wen braucht ihr als Expert:in, um die Idee weiter voranzutreiben?

Wie viel Budget fordert ihr von uns für was (max. CHF 22’500)?

CHF 19'000 CHF ohne Coaching und Beratungsbudget

Total: CHF 22’500

Ein Teil dieser Mittel kann direkt als Hebel für den Matching Grant von Pro Helvetia (bis CHF 100'000, Eingabeschluss 1. September) eingesetzt werden, der mit dem Projekt und mit Narada Zürrer bereits sehr gut vertraut ist, beide bereits unterstützt hat und eine Folgeförderung bzw. die Kapitalverdoppelung von bis zu CHF 50'000 in Aussicht steht.

Zudem wurde ein Fördergesuch (CHF 16'000) über die Entwicklung eines Teilaspekt (einer revolutionären Laufsohlenplatte aus KUORI-Material, eigenständig auch ein nachhaltigeres Konkurrenzprodukt zu allen Vibramsohlen) bei der IKEA Stiftung Schweiz eingegeben – wir hoffen im Juni einen positiven Bescheid zu erhalten. 

Desweiteren freut sich das Projekt NEUNOI sehr über die Aufnahme ins "Investor Readiness Programm" vom Social Impact Catalyst ab 03.06.25 um das Pitchdeck zu schärfen und mit Impact Investoren verknüpft zu werden.

Abschlusstext – Persönlicher Blick & weitere Zukunftsaussichten

NEUNOI steht für die Idee, dass Produkte besser werden können, wenn man sie von Anfang an für ein zirkuläres Leben entwirft. Der Kindersneaker ist dabei nicht nur Lifestyleprodukt, sondern ein Werkzeug für echten Wandel: Er zeigt, wie Reparatur, Resteverwertung und Design zusammenspielen können – emotional anschlussfähig, praktisch im Alltag, langfristig wirksam.

NEUNOI will nicht nur reparieren – sondern verändern, wie wir konsumieren. Und das beginnt dabei, wie die Kleinsten aufwachsen. 

Mit NEUNOI wird ein reparierbarer Kindersneaker entwickelt, der Sharing durch ein eigenes Design und System möglich macht. Rückgabe, Weitergabe und Reparatur ersetzen den Neukauf – mehrmals, bis zu 5-6 Mal. Ziel ist es, Sharing so weiter zu entwickeln und zu testen, dass daraus ein alltagstaugliches, massentaugliches System werden kann. (Mainstream)

Das Projekt befindet sich in einer intensiven Testphase mit verschiedenen Prototypen. Es wird aktuell nicht auf Gewinn ausgerichtet, sondern auf Erkenntnis durch Miteinbeziehung: Was funktioniert im Alltag? Wie viel "Innovation" ist praktikabel? Ziel ist es, einen zugänglichen wie revolutionär-neuen Umgang mit Kinderschuhen zu entwickeln, mit welchem bald ein Maximum an Nachhaltigkeit vorgelebt werden kann.