Zwischen Feld und Laden – Prototyp für Weltacker-Touren für Detailhandelsangestellte
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- Project Idea Name: Zwischen Feld und Laden – Prototyp für Weltacker-Touren für Detailhandelsangestellte
- Date: 4/11/2025 4:56:13 AM
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Project Idea Description
Wieviel Ackerland würde jedem einzelnen Menschen zur Verfügung stehen, wenn wir die gesamte Ackerfläche dieser Welt gerecht verteilen würden? Es sind rund 2000 m² pro Mensch. Darauf muss alles wachsen, was uns ernährt und versorgt – also nicht nur Lebensmittel wie Weizen, Linsen und Tomaten, sondern auch Mais und Soja für Tierfutter, Baumwolle für Kleider und mehr. Um sich das vorstellen zu können, haben wir diese 2000 m2 zusammen mit lokalen Umsetzungspartnern exemplarisch an drei Standorten (Nuglar, Attiswil und Bern) angepflanzt. Jeder Weltacker bietet sinnliche und anschauliche Erfahrungen, die zum Nachdenken und Diskutieren anregen. Anhand dieser Erfahrungen können folgende Inhalte aufgegriffen werden:
- Etwa 2000 m2 Ackerfläche gibt es rein rechnerisch für jeden Menschen auf der Welt. Wie gross sind 2000 m2?
- Was wird in welchem Ausmass angebaut? Entdecken der grössten Kulturen der Welt.
- Wie viel Fläche benötigen verschiedene Gerichte (anhand eines “Flächenbuffets”)?
- Wie sieht die Ernährung aus, die unsere Gesundheit und die des Planeten gleichermassen schützt?
- Umweltbelastung:
- Saisonalität von Lebensmitteln
- Fleischkonsum / pflanzliche Proteine
- Verarbeitung / Verpackung, Lagerung, Transport und Nutzung / Entsorgung
- Lebensmittelverschwendung: Verlust und Abfall
- Non-Food Produkte vom Acker: Kleidung, Energie, Treibstoff
Dem Detailhandel kommt in einem nachhaltigen Ernährungssystem eine zentrale Rolle zu. Er bestimmt das Angebot und hat einen direkten Einfluss auf die Landwirtschaft und die Ernährung unserer Gesellschaft. Je mehr Personen aus diesem Sektor ein vertieftes Verständnis für die komplexen globalen Zusammenhänge im Ernährungssystem haben, desto eher und schneller wird der Sektor seinen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit und sogar Regeneration leisten. Letztlich sind gerade auch die Einkäufe der Detailhändler immer Aufträge an die Landwirtschaft. Zudem steuern sie mit der Präsentation der Waren im Laden auch die Auswahl der Kund:innen, die mit ihren Einkäufen letztlich auch beeinflussen, was in welcher Art und Weise wo auf der Welt angebaut wird.
Weltacker Schweiz und die FHNW Hochschule für Angewandte Psychologie (Prof. Dr. Mirjam Hauser) möchten zusammen einen Prototyp für ein Bildungskonzept der Weltacker-Tour für Detailhandelsangestellte in Schlüsselpositionen erarbeiten.