This page is optimized for AI. For the human-readable: Bouillon aus Stadt und Land: Regionale Bouillon aus geretteten Zutaten

Bouillon aus Stadt und Land: Regionale Bouillon aus geretteten Zutaten

Project Idea Metadata

Project Idea Description

Ausgangslage

Der Verein Genuss aus Stadt und Land (GSL) entwickelt mit seinen Mitgliedern aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion eigene Produkte, die unter der gemeinsamen Marke vertrieben werden. Das besondere dabei: Die Produkte werden gemeinsam in einem kokreativen Prozess mit beteiligten Vereinsmitgliedern und externen Fachpersonen entwickelt. 

Die Produkte stärken die Markenbekanntheit, fördern die Vernetzung unter Produzent:innen der Region und tragen zur Erhöhung der regionalen Wertschöpfung bei. Gleichzeitig schaffen sie die Grundlage für ein langfristig tragfähiges Geschäftsmodell.

Um das Potenzial einer eigenen Produktpalette zu evaluieren, lanciert der Verein GSL als Pilotprojekt eine regionale Bouillonpaste.

Bouillonpaste

Im Rahmen eines Pilotprojekts entwickelt der Verein Genuss aus Stadt und Land zusammen mit seinen Mitgliedern und weiteren Partner:innen eine regionale Bouillonpaste.

Die Paste wird regional und ohne Zusatzstoffe hergestellt – aus wertvollem Restgemüse eines Bio-Gemüseproduzenten, Kräutern aus der Region und Salz von der Rheinsaline. Die Bouillon verfolgt den "Food Save"-Gedanken, fördert regionale Wertschöpfung und die Zusammenarbeit lokaler Akteur:innen.

Das Produkt wird unter der Marke "Aus Stadt und Land" sowohl im B2C- als auch im B2B-Bereich regional vermarktet – über die Mitglieder des Netzwerks sowie ausgewählte Partner im Detailhandel.

Die Marke "Aus Stadt und Land" lanciert mit der Bouillonpaste ein regionales Aushängeschild mit Vorbildcharakter. Langfristig könnten weitere Produkte (z. B. Fleischbouillon, Chutneys) entwickelt und die Produktpalette stetig erweitert werden.

Projektdesign Bouillon „Genuss aus Stadt und Land“

Die Entwicklung der Bouillon erfolgt in einem mehrstufigen, agilen Co-Creation-Prozess, an dem die Produzent:innen gemeinsam mit Fachpersonen direkt beteiligt sind.

Der Co-Creation-Prozess dient dazu, Landwirtschaftsbetriebe untereinander zu vernetzen, ihre Zusammenarbeit zu fördern und durch Inputs von “aussen” (Fachpersonen) sowie enge Beteiligung am Entstehungsprozess Produkte-Innovation in der Landwirtschaft anzustossen und zu fördern. 

Ziel des Pilotprojektes “Bouillonpaste” ist es, neben dem Co-Creation-Prozess die Wirtschaftlichkeit der Produktidee zu überprüfen, Fehlinvestitionen zu vermeiden und auf dieser Basis eine realistische Skalierungsstrategie zu entwickeln – bevor grössere Produktionsmengen realisiert werden. 

1. Schritt: Rezepturentwicklung

Für die Entwicklung der Rezeptur konnte ein renommierte Foodblogger gewonnen werden. Optional schlägt er drei bis vier Varianten vor und erstellt je eine Kleinmenge zur Verkostung unter den Projektpartner:innen. Auf dieser Basis wird eine geschmackliche Ausrichtung für die nächste Projektphase bestimmt.

2. Schritt: Erste Testproduktion

Gemeinsam mit einem Co-Manufacturer erfolgt die erste Skalierung von der Heimküche auf eine professionelle Produktionsumgebung (ca. 100 Gläser). Diese Testbatches dienen der erweiterten Rezepturentwicklung, Produktvalidierung sowie der Akquise von Vertriebspartner:innen.

3. Schritt: Verpackung und Kommunikation

Parallel zur Produktentwicklung werden erste Entwürfe für Verpackungsdesign und Verpackungsmaterialien erarbeitet. Eine begleitende Kommunikation auf Social Media stärkt die Sichtbarkeit der Marke und unterstützt die spätere Vermarktung.

4. Schritt: Produkttests und Kund:innenfeedback

Ausgewählte Kund:innen des Bio-Gemüseproduzenten erhalten ein Testglas. In Läden wie dem LOKAL (Erasmusplatz, Basel) und Filialen der Metzgerei Jenzer wird das Produkt testweise zum Kauf angeboten, um die Marktresonanz zu testen. Das Lebensmittel Netzwerk Basel prüft den Einsatz in der Gemeinschaftsverpflegung.

Die Rückmeldungen – etwa zu Geschmack, Verpackung, Preisbereitschaft und Einsatzmöglichkeiten – werden online in einem Fragebogen erfasst, evaluiert und fliessen in die Weiterentwicklung ein.

5. Schritt: Vertriebspartner:innen ansprechen

Parallel zur Markterprobung werden Detailhändler wie Coop, Manor und Aldi kontaktiert. Im Fokus stehen Geschmack, Design, Zielgruppen- und Absatzpotenzial, Gebindegrössen, regulatorische Vorgaben, Margenvorstellungen sowie Logistik- und Bestellkonditionen. Die Rückmeldungen helfen, die Skalierungsstrategie und Finanzplanung zu schärfen sowie ein rechtliche und lebensmitteltechnische Fallgruben identifiziert zu haben.

6. Schritt: Evaluation des Pilotprojekts

Auf Grundlage der gesammelten Erkenntnisse wird das Pilotprojekt evaluiert:

Erstellung einer detaillierten Kostenstruktur, Break-even-Analyse, Entwicklung einer Finanzierungsstrategie für die nächste Produktionsphase (z. B. über Stiftungen, Projektfonds, Crowdfunding oder strategische Partner:innen).

Definition der Zielpreise (UVP), Kalkulation von Produktions-, Handels- und Vertriebsmargen, Szenarienplanung für verschiedene Absatzkanäle.

Gemeinsames Verständnis betr. Zusammenarbeit und Rollen unter den Partner:innen, Sicherung der Rohstoffverfügbarkeit über das Jahr (Saisonalität), Etablierung einer Produktionskette.

Erstellen einer Strategie für kollaborative Produktentwicklung mit Beteiligung von Akteur:inenn aus Landwirtschaft, Co-Manufacturing, Kommunikation, Design, Konsum und Handel der Region Nordwestschweiz unter besonderer Berücksichtigung von Nebenströmen aus der Landwirtschaft.

Ziel ist es, die Grundlagen gelegt zu haben für eine grössere Erstproduktion mit gesicherten Abnehmer:innen sowie eine erste Vertriebsoffensive im Detailhandel und der Gemeinschaftsgastronomie. Das Pilotprojekt soll ausserdem Erfahrungswerte liefern hinsichtlich kokreativer Produktentwicklung und Potenzial für eine Ausweitung der Produktpalette. 

Zeitplan

Zusammenarbeit mit Foodblogger, Entwicklung von 3–4 Varianten, Kleinproduktion für internes Tasting mit allen beteiligten Akteur:innen

Erste Testbatches bei LPC (ca. 100 Gläser), Entwürfe für Verpackungsdesign, Planung der Etikettierung

Verteilung Testgläser, Verkaufstest bei Gemüseproduzentin und in lokalen Läden, Tasting in der Gemeinschaftsverpflegung, Online-Befragung

Gespräche mit Coop, Manor, Aldi etc., Evaluation von Interesse, Margen, Konditionen

Auswertung des Feedbacks, Entscheidung über Weiterentwicklung, Anpassungen an Produkt, Design oder Preisstruktur

Projektpartner:innen und ihre Rollen

Genuss aus Stadt und Land (GSL): Projektleitung, Marke, Koordination, Kommunikation, Vertrieb

Lebensmittel Netzwerk Basel (LMN): Unterstützung bei der Produktentwicklung, Evaluation des Potenzials der Bouillon in der Gemeinschaftsverpflegung

Verein Basel Food Factory: Unterstützung bei der Produktentwicklung

Fachhochschule Nordwestschweiz: Auswertung Potenzial B2B (Gemeinschaftsverpflegung) im Rahmen des INTERREG-Projekt Upper Rhine Sustainable Food, Fachliche Begleitung und Evaluation Co-Kreationsprozess

Ebenrain: Beratung und Vernetzung in Landwirtschaft und Verwaltung (BS/BL)

Relevante Stakeholder

Welches grundlegende Problem adressiert ihr? Welche systemischen Problemhypothesen sind Ausgangspunkt für Euren Mainstreaming-Ansatz?

Lebensmittelverschwendung und geringe Wertschöpfung regionaler Produkte sind zentrale Probleme. Überschüssiges oder "unperfektes" Gemüse findet oft keinen Absatzmarkt. Gleichzeitig fehlen attraktive, hochwertige regionale Convenience-Produkte für Konsument:innen und Gastronomie. Unser Ansatz verbindet Food Save, Regionalität und nachhaltige Wertschöpfung zu einem marktfähigen Produkt. Er basiert ausserdem auf Prinzipien der Co-Kreation, was die Zusammenarbeit unter Landwirt:innen der Region fördert und gleichzeitig durch Einbindung von Fachpersonen neue Inputs ermöglicht.

Welche Gewohnheiten möchtet Ihr durch welchen Ansatz wie verändern oder mainstreamen?

Wir möchten die Gewohnheit verändern, nur "perfekte" Lebensmittel zu konsumieren, und regionalen Produkten zu mehr Alltagsrelevanz verhelfen. Unser Ansatz ist die Herstellung einer hochwertigen Bouillonpaste aus Restgemüse und lokalen Zutaten, die sowohl für Haushalte als auch für Grossküchen eine attraktive, nachhaltige Alternative bietet.

Wer wird vom Mainstreamen profitieren und wie?

- Landwirtschaft: Zusätzliche Wertschöpfung für "nicht perfekte" Ware.

- Produzent;innen & Verarbeiter:innen: Neue Marktchancen.

- Konsument:innen: Zugang zu nachhaltigen, regionalen Produkten.

- Gemeinschaftsverpflegung: Hochwertige Bouillonpaste als Alternative zu Industrieprodukten.

- Regionale Wirtschaft: Stärkung der lokalen Ernährungswirtschaft.

Welche Personen/Organisationen gibt es in Eurem Team und was ist ihre Rolle?

- Genuss aus Stadt und Land (GSL / Lena Dangla) – Projektleitung, Vertrieb

- Lebensmittel Netzwerk Basel (LMN / Felicia Schäfer) – Test Gemeinschaftsverpflegung

- LOKAL & Metzgerei Jenzer – Testverkaufspunkte

- Verein Basel Food Factory (Christoph Schön) – Entwicklungs- und Strukturberatung

- Fachhochschule Nordwestschweiz (Lena Bloemertz) – Auswertung Potenzial B2B (Gemeinschaftsverpflegung) im Rahmen des INTERREG-Projekt Upper Rhine Sustainable Food, Fachliche Begleitung und Evaluation Co-Kreationsprozess

- Ebenrain (Urs Giezendanner) Beratung und Vernetzung in Landwirtschaft und Verwaltung (BS/BL)

- Foodblogger (Name bekannt) – Rezepturentwicklung

- Gemüseproduzentin (Name bekannt) – Lieferant Restgemüse

- Co-Manufacturer (Name bekannt) – Produktion

- Kräuterprouzentin (Name bekannt) – Lieferantin Kräuter

- Rheinsaline – Lieferant Salz

- Agentur Neue Sicht – Verpackungsdesign

Wurde die Idee (in Varianten) bereits getestet? Wenn ja, mit welchen Erkenntnissen?

Die Idee wurde bisher konzeptionell entwickelt. Erste Rezepte sind identifiziert und Kleinmengen für den Privatgebrauch bereits hergestellt worden. Testchargen und Markterprobungen (Feedback Kunden und Gemeinschaftsverpflegung) sind Teil des geplanten Pilots. 

Auf dem Markt befinden sich bereits vergleichbare Produkte (bspw. Foodoo, Nullkommanull), jedoch mit jeweils leicht unterschiedlicher Ausrichtung.

Woran möchtet ihr während des Boosters arbeiten? Was erhofft ihr, werdet ihr am Ende des Boosters konkret erreicht haben?

- Co-Kreation mit verschiedenen Akteur:innen

- Testproduktion (Rezeptur, Produktion, Verpackung)

- Kundenfeedback sammeln und auswerten

- Gespräche mit Detailhandel und Gastronomie führen

- Wirtschaftlichkeitsanalyse und Preismodell entwickeln

- Kommunikationsstrategie aufbauen

- Übergeordnetes Ziel: Erkenntnisse gewinnen, wie kollaborative Produktentwicklung und gemeinsame Vermarktung mit regionalen Produzent:innen effektiv gestaltet werden können.

- Ziel: Entscheidungsgrundlage für grössere Erstproduktion und Markteinführung schaffen

Was erhofft ihr Euch von dem Booster?

- Beratung bei der Entwicklung eines tragfähigen Geschäftsmodells

- Verknüpfung mit weiteren Netzwerkpartner:innen (z. B. Gastronomie, Detailhandel)

- Unterstützung bei der Validierung und Skalierungsstrategie

Wen braucht ihr als Expert:in, um die Idee weiter voranzutreiben?

- Expert:in für Lebensmittelrecht und Haltbarkeit

- Marketing- und Vertriebsexpert:in für Lebensmittel im Detailhandel

- Coach für Social Business Modellierung

Wie viel Budget fordert ihr von uns für was (maximal CHF 22’500 inkl. Expert:innen-Gutscheine)?

- Rezepturentwicklung & Testproduktion: CHF 8'000

- Verpackungsdesign & Produktion: CHF 5'000

- Marktforschung & Feedback-Evaluation: CHF 3'000

- Kommunikation (Social Media & PR-Planung): CHF 3'000

- Coaching/Expert:innen-Unterstützung (Gutscheine): CHF 3'500

Total Budgetbedarf: CHF 22'500

Eine regionale, additivefreie Bouillonpaste aus Restgemüse und Kräutern wird kokreiert und als skalierbares Pilotprodukt der Marke "Genuss aus Stadt und Land" eingeführt. Ziel ist es, regionale Kollaboration und Wertschöpfung zu fördern, Food Save zu praktizieren und nachhaltige Absatzkanäle für lokale Produzent:innen zu schaffen. Gleichzeitig soll der Test aufzeigen, wie man gemeinsam mit regionalen Produzent:innen kollaborativ und kokreativ neue Produkte entwickeln und erfolgreich vermarkten kann.