CIRCOPOPOLI
Project Idea Metadata
- Project Idea Name: CIRCOPOPOLI
- Date: 5/20/2025 11:32:15 AM
- Administrators:
Project Idea Description
Welches grundlegende Problem adressiert ihr?
Welche systemischen Problemhypothesen sind Ausgangspunkt für Euren Mainstreaming-Ansatz?
- Siedlungsflächenverbrauch: Unsere Wunschwohnform wird u.a. durch Erfahrung, Wissen und Werbung schon in frühen Jahren geprägt. Das Einfamilienhaus gilt weithin nicht immer als erstrebenswert und geniesst gesellschaftliche Anerkennung. Ökologisch und volkswirtschaftlich können wir uns die Ausweitung von Siedlungsfläche, Versiegelung und ineffiziente bauliche Strukturen nicht mehr leisten.
- Soziale Isolation in Städten: Die demographische Entwicklung sowohl der Alterspyramide, als auch der (nicht-)familiären Strukturen führen zu einer Vielzahl an Ein-Personen-Haushalten. Gewisse Rendite-maximierende Wohntypologien neigen zur Erzeugung von Anonymität und sozialer Isolation, während genossenschaftliche und andere geschickte Formen des Wohnens das soziale Netz, Austausch, Sicherheit, Wohlbefinden erhöhen können.
- Basis der Wohnraumkrise ist vor allem eine Bodenpreiskrise: Die prekäre Wohnungsmarktsituation in vielen Städten und Ballungsgebieten ist auf die dramatische Bodenpreisentwicklung ab den 1950er Jahren zurückzuführen. Insofern ermöglicht kluge Bodenpolitik eine vorrausschauende strategische Stadtplanung, soziale Stabilität und lebendige Stadträume.
- Verständnis, dass ohne intaktes Ökosystem Sozial- und Wirtschaftssysteme nicht stabil sein können: Die komplexen Zusammenhänge erschliessen sich nicht von alleine. Aus Entscheidungen und Handlungen eine Selbstwirksamkeit zu erfahren, die zu einem Erfolg führt, kann für Kinder und Heranwachsende prägend, für Erwachsene erhellend sein.
- Der Schwerpunkt liegt dabei auf einem eher auf einem spielerischen als pädagogischen Zugang, um die Transformationsthemen lustvoll Familien am Küchentisch nahe zu bringen. Mit Freude und gemeinsam kann Veränderung bewirkt und "gewonnen" werden. Auch in einem schulischen Kontext kann mit einem lustvollen Einstieg in diese Themen Schüler*innen ein guter Zugang in diese Themen ermöglicht werden. Hierfür ist die Reflektion mit Exper*innen sicherlich zielführend.
Soziale Innovation bedeutet für uns der Versuch alltägliche Gewohnheiten, die von vielen Menschen in einer Gesellschaft geteilt werden, zu verändern oder neu zu gestalten (z.B. unsere gewohnte Arten und Weisen zu reisen, zu wohnen, uns zu ernähren etc.).
Welche Gewohnheiten möchtet Ihr durch welchen Ansatz wie verändern oder mainstreamen?
- Reflexartig entscheiden Menschen und Familien häufig aus der Stadt aufs Land, in Einfamilienhausgebiete zu ziehen. Das Spiel soll Alternativen und ihre langfristigen Vorteile aufzeigen. Hier kann zusätzlich auch eine Bereitstellung von neuen urbanen Wohnformen basierend auf dem Rückkaufrecht von Grundstücken durch Kommunen thematisiert werden.
- Soziale (kurze) Begegnungen im Alltag werden häufig nicht gelebt und können doch das Wohlbefinden insbesondere von Älteren, Einsamen, Singles verändern. Hier kann bspw. gegenseitige Hilfestellung von Alt und Jung zum Liftfahren, Einkauf, Kochen, Kinderhüten, Nachhilfe thematisiert werden.
- Die starke Zunahme an online getätigten Einkäufen führt zur Akkumulation von Marktkraft und Kapital einiger Anbieter: Das Spiel kann zur Erkenntnis führen, wie Einkaufen am eigenen Ort die lokal-regionale Kaufkraft erhöht, das eigene Umfeld stabilisiert und regionale Wirtschaftskreisläufe unabhängiger macht.
- Rudimentäre Kenntnis von Jahreszeiten, regionalen Pflanzen verschwinden zusehends: Welche Möglichkeiten der Selbstversorgung auf Dachflächen oder urbanen Farmen bestehen und welche Ernteerträge realistisch sind kann nebenbei „mitgenommen“ werden.
Wer wird vom Mainstreamen profitieren und wie?
- Kinder, Heranwachsende, junge Erwachsene: Junge Menschen, die rechtzeitig mit diesen Themen in Berührung gekommen, um unter der sich abzeichnenden ökologischen, ökonomischen und sozialen Situation einer prekären Altersversorgung zu entgegnen.
- Ältere Erwachsene: Auch ältere Menschen stehen vor Entscheidungen, wie sie mit dem alleine bewohnten Einfamilienhaus umgehen, welche Formen des Zusammenlebens ihnen offen stehen, wie sie Vorbild sein können und Verantwortung übernehmen.
- Kommunen: Mitarbeitende in allen Amtsbereichen, die Ideen und Rückhalt für eine zukunftsfähige strategische Stadtentwicklung erhalten.
- Gesellschaft: Unternehmer*innen, Arbeiter*innen, Politiker*innen und alle anderen, die erkennen, das sich Wandel lohnt und nur mit einem Ziel vor Augen und gemeinsam erreichbar ist.
Welche Personen/Organisationen gibt es in Eurem Team und was ist ihre Rolle?
- YR22 GmbH: Fabian Hörmann, Architekt. Projektleitung, Recherche, Interviews, Konzeption, Dokumentation, Präsentation. https://www.linkedin.com/in/fabian-hoermann/
- Zürcher Hochschule der Künste: Stefano Vannotti, Leiter Dienstleistung und Weiterbildung Departement Design, Studienleiter MAS Strategic Design, https://link.zhdk.ch/stefanovannotti. Stefan Schmidlin, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Fachrichtung Game Design, Studienleiter CAS Games & Play in Virtual Spaces, https://link.zhdk.ch/stefanschmidlin. Sparring Partner für Spielwelten, Spielkultur, Narration, Regelwerke.
- Universität Liechtenstein: Prof. Michael Wagner, Leiter Fachbereich Städtebau & Raumplanung. Sparring Partner für Raum, Ökologie, Kreislaufwirtschaft, Gesellschaft. https://www.linkedin.com/in/michael-wagner-architekt
Wurde die Idee (in Varianten) bereits getestet? Wenn ja, mit welchen Erkenntnissen?
Nein.
Im analogen und digitalen Gaming Bereich sind Klimaspiele etc. vorhanden. Einige sind jedoch sehr ernsthaft und/oder für andere Zielgruppen und/oder beginnen mit dem „Klima-Abtörner“ anstatt mit einem positiven Narrativ der fantastischen Möglichkeiten, die sich durch den Wandel ergeben können.
Woran möchtet ihr während des Boosters arbeiten (z. B. Test-Mainstreaming, Machbarkeitsstudie, Entwicklung eines klimagerechten Geschäftsmodells, Bau eines ersten Prototyps, usw.)?
Was erhofft ihr, werdet ihr am Ende des Boosters konkret erreicht haben?
- Recherche: Sammeln, welche Spiele und Spielformen es für welche Zielgruppen gibt und mit welcher Zielsetzung gibt, um maximale Differenzierung und Alleinstellungsmerkmal zu kreieren.
- Expertengespräche: Verstehen, wie eine zielführende Reflektion, Reizsetzung, Motivation, Kollaboration entstehen und positive Erinnerungen und Handlungen bspw. zu neuen Routinen führen; inhaltliche Punkte bestätigen lassen.
- Spielkonzept: Entwickeln, festhalten, verfassen eines ersten Entwurfs eines Narratives, der wichtigsten Spielelemente und einer Spielablaufidee.
- Evtl. Prototyp: Nach Möglichkeit Realisierung eines ersten spielbaren Prototyps zu Testzwecken.
Was erhofft ihr Euch von dem Booster (z. B. Suche nach bestimmten Partner:innen (wenn ja, wem?), Verknüpfung mit der Verwaltung usw.)?
- Suche & Verknüpfung mit weitere Partner:innen als Challenger:innen und Inputgeber:innen
- Bereitstellung von Beratungsleistung für eine Zielgruppenanalyse bzw. Marktanalyse
- Evtl. Einladung zu einer Veranstaltung für einen Stresstest des Prototypen oder Vorstellung des Spielkonzepts.
- Ggf. Verknüpfung mit Hersteller
Wen braucht ihr als Expert:in, um die Idee weiter voranzutreiben?
- Permakultur-Expert:in für inhaltliche Prüfung
- Gemeinwohl-Expert:in für inhaltliche Prüfung
- evtl. Brettspiel-Expert:in für Dramaturgie
- evtl. Bildungs-Expert:in für Prüfung der Altersanforderungen
- evtl. Psycholog:in für (unbewusste) Spiel-Mechanismen/Entscheidungsthemen
Wie viel Budget fordert ihr von uns für was (maximal CHF 22’500 inkl. Expert:innen-Gutscheine)?
Position: Aufwand / Betrag
Vorhandene Spiele etc. Recherchieren, Dokumentieren: 4T / 2’000 CHF
Auslegeordnung Recherche: Analysieren, Priorisieren: 2T / 1’000 CHF
Expert*innengespräche Vorbereiten, Durchführen, Nachführen: 3T / 1’500 CHF
Expert*innen Honorar, 3 Gespräche je 1’000 CHF: 3’000 CHF
Auslegeordnung Gespräche: Analysieren, Priorisieren: 3T / 1’500 CHF
Spielkonzept Entwickeln: 15T / 7’500 CHF
Auslegeordnung Fragenkatalog Erstellen: 2T / 1’000 CHF
Feedback Konzept Brettspiel-Expert*in einholen: 1T / 500 CHF
Expert*innen Honorar, 2 Gespräche je 1’000 CHF: 2’000 CHF
Prototyp Herstellen: 2T / 1’000 CHF
Feedback Prototyp Brettspiel-Expert*in einholen: 1T / 500 CHF
Expert*innen Honorar, 1 Gespräche je 1’000 CHF: 1’000 CHF
Vielen Dank!
Circopopoli ersetzt die Monopole: Wie unsere Städte und Dörfer und wir als Gesellschaft von kurzen Wegen, regenerativen Permakulturen, niederschwelligen Bildungsangeboten und zirkulär-regionaler Wirtschaft und Handel profitieren, lernen Klein und Gross ganz nebenbei am Küchentisch, nicht bildungsmissionarisch, sondern als lustvollen Transformationsprozess: Die Spieler*innen erreichen nur gemeinsam mit Basis einem intakten Umwelt eine stabile, konfliktfreie Gesellschaft und eine allen dienende Wirtschaft.