CITY OF STRAW – REDUCTION ROADTRIP
Project Idea Metadata
- Project Idea Name: CITY OF STRAW – REDUCTION ROADTRIP
- Date: 5/23/2025 12:18:05 PM
- Administrators:
Project Idea Description
Welches grundlegende Problem adressiert ihr? Welche systemischen Problemhypothesen sind Ausgangspunkt für Euren Mainstreaming-Ansatz?
- Informationsdefizit: Faktenwissen und Erfahrungswissen bei Politiker*innen, Experten*innen und der Bevölkerung zu sinnvollen Alternativen zu fossilbasierten Materialien - regenerativen Materialien - ist gering.
- Siedlungsflächenverbrauch: Ökologisch und volkswirtschaftlich können wir uns die Ausweitung von Siedlungsfläche und Versiegelung sowie Zunahme von Verkehr und Infrastrukturinstandhaltungsaufwand nicht mehr leisten.
- Qualität von Innenentwicklung ist Basis für Akzeptanz und Attraktivität als wünschbares Lebensumfeld. Leistbare gesunde Innen- und Aussenräume können zu dieser Qualität beitragen.
- Eine so resultierende höhere Bewohner*innendichte wiederum stellt die Basis für die Überlebensfähigkeit von Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben dar. Mehr lokale Gewerbebetriebe unterstützen einen funktionierenden Alltag der kurzen Wege.
- Competition statt Cooperation: Jeder kocht seine eigene Suppe. Wir müssen vermitteln, dass es nur vorwärts geht, wenn alle Schritt für Schritt nach vorne gehen und sich gegenseitig helfen.
- Branchen sind nicht verlinkt: Agrar-, Textil-, Finanz- und Baubranche können gemeinsame Interessen entwickeln, sodass Nahrungsmittel, Baumaterial, Kleidung und Investments als zusammenhängender Wirtschaftskreislauf wahrgenommen werden.
- Die hierfür zu überwindenden Barrieren sind oft dieselben: Wir müssen sie identifizieren und das Wissen zu ihrer Überwindung teilen.
- Wenn wir Wissen (ver-)teilen, direkte Erfahrungen mit diesen Materialien ermöglichen, dabei einen lustvollen Zugang über verschiedene Formate anbieten, kann das Thema in die Breite getragen werden.
Soziale Innovation bedeutet für uns der Versuch alltägliche Gewohnheiten, die von vielen Menschen in einer Gesellschaft geteilt werden, zu verändern oder neu zu gestalten (z.B. unsere gewohnte Arten und Weisen zu reisen, zu wohnen, uns zu ernähren etc.).
Welche Gewohnheiten möchtet Ihr durch welchen Ansatz wie verändern oder mainstreamen?
- Der Abriss von Gebäuden wird zur Ausnahme. Weiterbauen ist das neue Normal.
- Energetische Sanierungen werden nicht pauschal durchgeführt, sondern neu differenziert betrachtet: Was macht konkret bei einer Aufgabe Sinn? Anlagenwechsel? Fensterupgrade? Dämmung: ja/nein – innen/aussen – Baustoff mit hohen oder niedrigen grauen THG-Emissionen und welchen anderen positiven Eigenschaften?
- Nachhaltig bauen ist eine bequeme und bessere Wahl und nicht mehr exklusiv. Alle wollen es, profitieren und können es sich leisten.
- Erkenntnis: Gesund sein hat mit der Umgebung, den Räumen, in denen wir sind zu tun, weshalb wir bei Planungsaufgaben dies priorisieren und uns dafür entscheiden sollten.
- Um diese Themen in die Breite zu transportieren, wird eine öffentliche Kampagne (vergleichbar mit Aufklärungskampagnen des BAG) lanciert und ein Reduction Roadtrip (vgl. Reduction Roadmap Dänemark) zum Schweizer Klima-Absenkpfad auf die Dorf-, Stadt- und Marktplätze des Landes organisiert. Bspw. eine reisende, mobile Container- und/oder Bühnenintervention mit Materialbeispielen, einer Best-Practice-Sammlung, kurzweiligen Filmabenden, Weinprobe aus Permakultur, Gesprächsangeboten etc., um so Lust auf Wandel zu injizieren.
Wer wird vom Mainstreamen profitieren und wie?
- Schweizer Staat: Erreichen der gezeichneten Ziele gemäss Pariser Klimaabkommen wird wahrscheinlicher.
- Einwohner*innen der Schweiz: Gesünder = glücklicher.
- Wirtschaft: Made in Switzerland, regionale Wertschöpfungsketten und Kaufkraft erhält neuen Aufwind bei rechtzeitiger Transformation.
- Kommunen: Bekommen mit dem Reduction Roadtrip Stop eine Anlaufstelle, können die Themen „hautnah“ erleben, ihrem Amtsteam einen Motivationsschub geben und auf Best Practice zurückgreifen.
Welche Personen/Organisationen gibt es in Eurem Team und was ist ihre Rolle?
- YR22 GmbH: Fabian Hörmann, Architekt. Projektleitung, Recherche, Konzeption, Dokumentation, Präsentation. https://www.linkedin.com/in/fabian-hoermann/
- ETH Zürich: Dr. Arnaud Evrard, Dozent & Programmkoordinator CAS Regenerative Materials. Sparring Partner für Best Practice, aktuelle Forschungsergebnisse & Marktentwicklungen. https://sc.ibi.ethz.ch/en/people/scientific-assistants/dr--arnaud-evrard.html
- Universität Liechtenstein: Prof. Michael Wagner, Leiter Fachbereich Städtebau & Raumplanung. Sparring Partner für Urban Design, Kreislaufwirtschaft, Gesellschaft. https://www.linkedin.com/in/michael-wagner-architekt/
Wurde die Idee (in Varianten) bereits getestet? Wenn ja, mit welchen Erkenntnissen?
Jein: Es gibt seit kurzem in Deutschland ein ähnliches Vorhaben: woodii von woodenvalley kann als rollender Informationsraum gebucht werden.
Woran möchtet ihr während des Boosters arbeiten (z. B. Test-Mainstreaming, Machbarkeitsstudie, Entwicklung eines klimagerechten Geschäftsmodells, Bau eines ersten Prototyps, usw.)?
Was erhofft ihr, werdet ihr am Ende des Boosters konkret erreicht haben?
- Recherche: Best practice Beispiele von Kampagnen & Bauvorhaben sammeln.
- Draft: Grundlagen, Stossrichtung für City of Straw Kampagne entwickeln.
- Konzept: Informationstiefe, Vermittlungsformen, Allianzen für Reduction Roadtrip skizzieren.
- Allianzbildung: Unterstützungskreis via Joincreate/FUS/InnovationBooster aufbauen.
Was erhofft ihr Euch von dem Booster (z. B. Suche nach bestimmten Partner:innen (wenn ja, wem?), Verknüpfung mit der Verwaltung usw.)?
- Suche & Verknüpfung mit Partner:innen für Kampagne.
- Suche & Verknüpfung mit Partner:innen für Roadtrip.
- Suche & Verknüpfung mit Unterstützer:innen für Kampagne & Roadtrip.
Wen braucht ihr als Expert:in, um die Idee weiter voranzutreiben?
- Klassisch unklassische Werbe-/Kampagnenmenschen
- Themenoffene Szenograf*innen
- Evtl. Unternehmer*innen im Bereich regenerativer Materialien (Stroh, Hanfkalk, Lehm etc.)
- Evtl. Unterstützung/Kontakt zu BAFU, BFE, ARE, KdK für die Allianzbildung etc.
Wie viel Budget fordert ihr von uns für was (maximal CHF 22’500 inkl. Expert:innen-Gutscheine)?
Position / Betrag
Best Practice Beispiele: Recherchieren, dokumentieren: 6T / 3’000 CHF
Barrieren & Best Practice Umfrage: Vorbereiten, durchführen, nachführen: 6T / 3’000 CHF
Expert:innengespräche: Vorbereiten, durchführen, nachbereiten: 3T / 1’500 CHF
Kampagnen Beispiele: Recherchieren, dokumentieren: 2T / 1’000 CHF
Kampagne: Grundlagen entwickeln: 4T / 2’000 CHF
Kampagne: 2 Workshops mit ext. Expert:innen: 2T / 2’000 CHF (oder pro bono?)
Roadtrip: Konzept erarbeiten: 6T / 3’000 CHF
Roadtrip: Konzept visualisieren: 4T / 2’000 CHF
Roadtrip: 2 Workshops mit ext. Expert:innen: 2T / 2’000 CHF (oder pro bono?)
Allianzbildung: Kommunikation Plattform, Gespräche etc. 6T / 3’000 CHF
Vielen Dank!
City of Straw ist der claim für's Fitmachen und Weiterentwickeln unserer gebauten Umwelt: Wie gelingen Innenverdichtung und energetische Sanierungen Ressourcen sparend, mit regenerativen Materialien, emissionsarm, sozialverträglich? Dank welcher positiven Narrative entsteht eine Allianz der Willigen, um in der Baubranche Netto-Null zu erreichen, dabei die regionale Wirtschaft resilient und kreislauffähig zu gestalten, mit biodiversen Freiräumen sowie bio- und geobasierten Materialien Gesundheit zu gewinnen?