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One Health - One Flow Die Bibliothek zur glücklichen Zukunft

Project Idea Metadata

Project Idea Description

Welches grundlegende Problem adressiert ihr? Welche systemischen Problemhypothesen sind Ausgangspunkt für Euren Mainstreaming-Ansatz?

Die Library for a Happy Future versteht Stadt als lebendiges Ökosystem, in dem Gesundheit, Ernährung, Wasser, Klima und soziale Beziehungen miteinander verwoben sind. Aufbauend auf dem One-Health-Ansatz – der die untrennbare Verbindung von menschlicher, tierischer und ökologischer Gesundheit betont – entwickeln wir gemeinsam mit Jugendlichen, ihren Grosseltern und Expert:innen zukunftsfähige Visionen für den urbanen Alltag.

In Basel fokussieren wir auf das Konzept der essbaren Stadt und die Rolle des Wassers im Kontext von Dürre, Überschwemmung und Bodenqualität. Durch interdisziplinäre Workshops, künstlerische Formate und Virtual Production entsteht ein «Future Action Film», der zeigt, wie innovative FUS-Ideen und traditionelles Wissen zu einem resilienten Wassermanagement beitragen.

Ansatz und Vorgehen

Diese Bibliothek schafft keine Bücher im herkömmlichen Sinn, sondern macht Wissen durch konkrete Handlungen, Bilder und Medien sichtbar – es entstehen bisher ungeschriebene Geschichten, die Forschung, Kunst und Praxis miteinander verbinden. In Basel entwickeln wir gemeinsam mit Jugendlichen durch Radio-Interviews eine erste Grundlage von Erkenntnissen, aus denen sich im weiteren Verlauf ein Film formt, der Visionen und konkrete Aktionen für die Stadt sichtbar macht.

Da viele dieser «Zukünfte» bildlich noch kaum existieren, arbeiten wir mit Virtual Production und CGI-Technologien aus dem Gaming-Bereich. Unsere Partnerin, das Filmstudio Basel, stellt dafür als einziges Studio in der Schweiz die nötige technische Infrastruktur bereit. Für die Radioarbeit und den Zugang zu Schulen kooperieren wir mit der Kinderdorf Stiftung Pestalozzi und ihrem Radiobus, der gezielt partizipative Bildungsformate unterstützt. Die wissenschaftliche Auswertung der Inhalte und Erkenntnisse erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Swiss TPH.

Arbeitsschritte

  1. Swot-Analyse: Stakeholder setzen für Basel wichtige Themen im Bereich One Health und Wasser mit Bezug auf die essbare Stadt fest.
  2. Radio/ Forschung: Jugendliche machen Radio und interviewen ihre Grosseltern und Experten, sowie ausgewählte Projekte des FUS zu One Health und Wasser
  3. Filmisches Handeln: Basierend auf der Forschung wird ein Film über das Basel der Zukunft umgesetzt. Bilder kommen aus der Gaming-Welt und zeigen die ausgewählten FUS Projekte
  4. Radio/Forschung: Der Film wird erneut am Radio diskutiert. Ist er umsetzbar?
  5. Reflexion: Die gesammelten Erfahrungen werden ausgewertet und öffentlich gezeigt.

Zeitplan

Mitte Juni/Juli             Vorbereitung mit Schule, Call für Jungfilmer, Nachwuchszusammenarbeit /Film und Gamedesign organisieren. Stakeholder integrieren

August/September    Stakeholder-Mapping, Vernetzung mit FUS Projekten

August – Oktober      Vorbereitung und Umsetzung Radio Tag 1 und 2, Wissenschaftliche Auswertung Teil 1

November                   Filmworkshop und Produktion (2 Wochenenden) plus Schnitt

Januar                         Radio Tag  3, , Wissenschaftliche Auswertung Teil 2, 

März/April                   Öffentliche Präsentation und Reflexion

Welche Gewohnheiten möchtet Ihr durch welchen Ansatz wie verändern oder mainstreamen?

Mit der Library for a Happy Future wollen wir Gewohnheiten im Umgang mit Stadt, Umwelt und Mitverantwortung verändern. Der Zugang zu Wasserfragen bleibt oft technokratisch, während das Bedürfnis nach Teilhabe, Transparenz und traditionellem Wissen wächst. Unser Ansatz macht komplexe Zusammenhänge verständlich, fördert Vorstellungskraft für alternative Stadtformen und stärkt die Bereitschaft, Verantwortung für Wasser, Boden und Gesundheit aktiv mitzutragen. Insbesondere wird gezeigt wie Wasserschutz durch die essbare Stadt, aber auch durch die Stadt der kurzen Wege (Stichwort Reifenabrieb) möglich wird.

Wer wird vom Mainstreamen profitieren und wie?

Der Mainstream profitiert, weil zentrale Zukunftsthemen – wie Wasser, Ernährung, Gesundheit und Stadtentwicklung – aus der Expert:innen-Nische geholt und alltagsnah zugänglich gemacht werden. Aus Nischenthemen wird kollektives Wissen – und aus Zuschauer:innen aktive Mitgestalter:innen.

Wer profitiert konkret:

Welche Personen/Organisationen gibt es in Eurem Team und was ist ihre Rolle?

The Library for a Happy Future

Sonja Schenkel - Projektleitung / Kunst-Wissenschaft. Mitbegründerin der Bibliothek der glücklichen Zukunft. Filmemacherin, MA.

Sozialanthropologie, PhD Nachhaltige Entwicklung

Jehisson Santacruz -Partizipation. Spezialist für Gamification und Partizipation. MA

Sonja Koch – Szenografie. Szenografin und Wissensvermittlerin.

Damian Christinger -  Bibliothekar. Autor, Kurator und Moderator. 

Swiss TPH

Dr. Andrea Kaiser-Grolimund – Forschungspartern, Swiss TPH /Universität Basel. Ethnologin. Spezialist für One Health. 

Prof Dr. Jakob Zinstag – Swiss TPH /Universität Basel

Tiermediziner. Spezialist für Transdisziplinäre One Health Forscher.

Stiftung Kinderdorf Pestalozzi, Florian Karrer–Radioprogramm mit Jugendlichen.

Filmstudio Basel– Unterstützung bei der Filmproduktion

Catapult – Ausschreibung Jugend-Filmarbeit

Wurde die Idee (in Varianten) bereits getestet? Wenn ja, mit welchen Erkenntnissen?

In den Jahren 2022/23 haben wir die Library for a Happy Future in Zürich, Vals (GR) und Neuchâtel erprobt. Dabei wurde – wissenschaftlich belegt - deutlich, dass viele Menschen eine tiefe emotionale Bindung zum Wasser haben – sei es durch persönliche Erinnerungen, Landschaftserfahrungen oder kulturelle Bezüge. Gleichzeitig zeigt sich aber, dass der Schutz dieser lebenswichtigen Ressource fast ausschliesslich in der Verantwortung von spezialisierten Techniker:innen liegt. Die Kommunikation darüber bleibt meist spärlich, und Themen wie Grundwasserqualität sind oft tabuisiert oder politisch heikel.

Dennoch wurde klar: Es besteht ein starkes Bedürfnis nach Teilhabe. Menschen wünschen sich Zugang zu verständlichen, transparenten Informationen sowie die Möglichkeit, ihr Wissen und ihre Erfahrungen – etwa aus traditionellen Praktiken – aktiv einzubringen. Gleichzeitig fällt es vielen schwer, sich eine transformierte, nachhaltige Stadt konkret vorzustellen. Genau hier setzt unser Ansatz an: Er schafft Räume, in denen Zukunft vorstellbar, gestaltbar und gemeinsam verhandelbar wird.

Woran möchtet ihr während des Boosters arbeiten 

Mit dem Booster in Basel möchten wir den Startschuss für die erste Recherchephase eines längerfristig angelegten Projekts geben. Ziel ist es, die in Basel entwickelten Ansätze im Rahmen einer mehrjährigen Aktionsforschung zu One Health und Wasser weiterzuentwickeln und in die Praxis zu überführen. Dabei denken wir bewusst über die Stadtgrenzen hinaus: Entlang des Rheins und an weiteren Standorten aus dem Netzwerk des Swiss TPH soll das Konzept in den kommenden Jahren angewendet und regional angepasst werden. Erste Vorbereitungen dazu laufen bereits.

Was erhofft ihr Euch von dem Booster 

Zu Beginn des Projekts ist es uns ein zentrales Anliegen, gemeinsam mit Vertreter:innen der Verwaltung ein erstes thematisches Mapping im Bereich Wasser zu erarbeiten. Dabei sollen die zentralen Herausforderungen und Fragestellungen identifiziert und mit der Landkarte der FUS-Idee der essbaren Stadt in Verbindung gebracht werden. So gewinnt die Geschichte und Forschung hinter dem «Future Action Film» auch für die Verwaltung an Relevanz – als Impulsgeberin für konkrete Strategien und zukunftsorientiertes Handeln.

Wen braucht ihr als Expert:in, um die Idee weiter voranzutreiben?

Wir suchen Menschen, die traditionelles Wissen zu Wasser und Boden einbringen – etwa Historiker:innen, Stadtplaner:innen, Heilkundige, regionale Gärtner:innen oder Landwirte. Auch ältere Stadtbewohner:innen und migrantische Communities verfügen über wertvolle Erfahrungen. Ergänzt wird dieses Wissen durch Fachleute aus Handwerk und Wasserwirtschaft sowie durch Beiträge wissenschaftlicher und kultureller Institutionen.

Wie viel Budget fordert ihr von uns für was ? 

Das Projekt “One Health, One Flow - Library for a Happy Future” hat ein Gesamtbudget von 70’000 CHF. Durch den FUS möchten wir folgende Arbeiten abdecken:

Total – 22500 CHF

Finanzierungsplan

Science et Cité, Schweizer Akademien der Wissenschaft (bestätigt) –  17'500 CHF

FUS Innovation Booster – 22’500 CHF

Christoph Merian Stiftung (Vorrunde positive, Bescheid per 6.Juni) – 30'000 CHF

Total – 70'000 CHF

Umsetzbarkeit bei fehlender Förderung durch CMS?

Statt eines Films würden wir in diesem Falle die Visualisierungen der Future Action Stadt Basel als statische Bilder mit Audio-Begleitungen statt eines animierten Clips umsetzen.

Detaillierte Positionen

Projektleitung, 6 Monate zu 20 % -  Sonja Schenkel und weitere Teammitglieder : 6500 CHF

Konzept und Begleitung Radio Team/ Visualisierungworkshop: 3500 CHF

Präsentationssaufbau/abbau: 1000 CHF

Kommunikation, Presse: 1000 CHF

Total: 12000

Radioprogramm – Stiftung Kinderdorf Pestalozzi

Radioteam (2 Personen), Radiobus (3 Tage), Vorbereitung, Aktivierung Netzwerk Schulen Basel, Durchführung Radio-Aufnahme und Postproduktion

Ansprechsperson: Florian Karrer: 6500 CHF

Wissenschaftliche Begleitung– Swiss TPH, Basel

Analyse und Codierung der Daten, Netzwerk One Health and Mental Wealth, Abfassen eines wissenschaftlichen Textes

Wissenschaftliche Supervision - pauschal, Prof. Jakob Zinstag (Eigenleistung)

Förderpartnerin, Ansprechsperson: Marcel Tanner: 2000 CHF

Die essbare Stadt ist unser Ziel – doch wie sieht sie aus und welche Rolle spielt Wasser darin? Mit Jugendlichen, ihren Grosseltern und Expert:innen entwickeln wir in der Library for a Happy Future einen «Future Action Film». Virtual Production macht ein zukünftiges Basel sichtbar, in dem FUS-Ideen zur essbaren Stadt umgesetzt sind. Wir zeigen, wie Wasser davon profitiert und wie traditionelles Wissen kluges Wassermanagement ermöglicht – trotz Dürre, Überschwemmung und Bodenveränderung.