Citrouville - die Kübisstadt - radikale urbane Gemüseproduktion mittels Restsubstraten aus der Speisepilzproduktion
Project Idea Metadata
- Project Idea Name: Citrouville - die Kübisstadt - radikale urbane Gemüseproduktion mittels Restsubstraten aus der Speisepilzproduktion
- Date: 5/25/2025 8:42:56 PM
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Project Idea Description
Wir nutzen Abfallprodukte aus der Speisepilzproduktion und verwandeln sie in hochwertige Lebensmittel: Mit GärtnerInnen, KünstlerInnen und ForscherInnen entwickeln wir neuartige Anbausysteme, animierende Bildungsformate und partizipative Feldforschung.
Welches grundsätzliche Problem wollen Sie angehen? Welche systemischen Problemhypothesen bilden den Ausgangspunkt für Ihren Mainstreaming-Ansatz?
- Ein Grossteil der Menschen in städtischen Räumen trägt nicht zur lokalen Nahrungsmittelerzeugung und zur urbanen Klimaresilienz bei, dies Aufgrund einem Mangel an animierenden Beziehungen sowie knappen Ressourcen (Fläche, Zeit, Geld). Dadurch bleibt ein gewaltiges Potential an kreativ-schöpferischen Menschen für experimentelle Prozesse weitgehend ungenutzt.
- Es fehlt eine gemeinsame Plattform, die städtische GärtnerInnen, WissenschaftlerInnen und Institutionen verbindet und zur sozialen Einbindung in wissenschaftliche und ökologische Initiativen führt.
- Die bereits existierenden «Urban-Farming-Kollektive» (z.B. Neugarten - Verein Neubad Luzern , Verein Elbe Perle Basel, …) sind bedeutend als soziale Begegnungsorte. Sie tragen aber nicht wesentlich zur Nahrungsmittelproduktion oder zur Innovationsförderung bei.
- Die Produktion von Nahrungsmitteln in urbanen Räumen sieht sich grossen Nutzungskonflikten ausgesetzt (Verdichtung, Grundstückpreise, …). Realistischerweise ergeben sich somit vor allem Areale welche baulich temporär nicht nutzbar sind. Dies beinhaltet insbesondere ehemalige Industrieareale, wo versiegelte Flächen oder Bodenkontaminationen vorliegen. An diesen Standorten sind konventionelle Anbaupraktiken nicht anwendbar und das gezielte Zuführen von Boden ist weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll. Es müssen also bodenunabhängige Pflanzsysteme entwickelt werden, welche einfach skalierbar und ressourceneffizient gestaltet werden.
- Es gibt immer mehr Produzenten von Speisepilzen, insbesondere auch im urbanen Raum. Reststoffe aus der Speisepilzproduktion fallen lokal, sind aber in der aktuellen Handhabung ein kritischer Abfallstrom. Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen und Praxiserfahrungen, welche ihnen einen hohen Wert als Bodenverbesserungsstoffe und Pflanzsubstrat beimessen. (https://doi.org/10.1007/s10163-024-01969-9; https://doi.org/10.1080/21655979.2023.2252138). Diese Abfallströme bergen jedoch auch Risiken in Bezug auf Einbringung von Fremdorganismen in unsere Ökosysteme. Ein wesentlicher Aspekt der Gefahrenminderung besteht in der Sensibilisierung und Entwicklung von geeigneten Verwertungspraktiken.
Welche Gewohnheiten wollen Sie mit welchem Ansatz verändern oder zum Mainstream machen?
Wir wollen die alltäglichen städtischen Gewohnheiten im Zusammenhang mit der Lebensmittelproduktion, dem Umgang mit Abfällen und dem Umweltengagement verändern, indem wir regeneratives Verständnis, zirkuläres Denken und experimentelles Handeln in das tägliche Leben der Menschen bringen.
Durch Verbindung von urbanem Gärtnern, kreativ-künstlerischer Auseinandersetzung und integrativer Citizen Science wollen wir ein replizierbares System aufbauen, in dem regenerative Substrate versiegelte städtische Flächen in produktive, klimaresistente Mikroökosysteme verwandeln. Unser Ansatz kombiniert dabei offene Workshops, künstlerische Formate, experimentelle Praxis und von Experten unterstützte Labore, um eine Kultur der „Stadterneuerung von unten“ mitzuentwickeln und zu etablieren, die auf Pilzen, Samen und kollektiver Neugierde beruht.
Dabei entsteht im Viscosuisse Park, einem ehemaligen Industrieareal in Emmenbrücke bei Luzern, eine neuartige Form von Citizen Science zu urbaner Gemüseproduktion. Reststoffe aus der Speisepilzproduktion werden genutzt, um die Kultivierung von Kürbisgewächsen auf teilversiegelten, industriebelasteten Flächen zu erforschen und erfahrbar zu machen. Auf kreative Weise sollen die Teilnehmenden mittels einfachen experimentellen Methoden neuartige Kultivierungssysteme für Kürbisse entwickeln.
Kürbisse eignen sich in besonderem Maße für unser Vorhaben, weil sie:
- gut auf unvollständig kompostierten Substraten gedeihen und dank ihrer flächigen Wuchsform die vorhandenen Pflanzmaterialien besonders effizient nutzen,
- durch ihr großflächiges Blattwerk zur lokalen Mikroklimaregulierung beitragen – sie beschatten den Boden, verringern die Bodenerwärmung und erzeugen durch Transpiration eine spürbare Kühlung,
- sowohl am Boden kriechend als auch vertikal an Rankhilfen kultiviert werden können – ideal für begrenzte städtische Flächen mit Bedarf an hoher Flächeneffizienz,
- während der Wachstumsperiode pflegeleicht sind (geringer Unkrautdruck, kein Pikieren erforderlich),
- sich hervorragend für die Inokulation mit arbuskulären Mykorrhizapilzen eignen, was ihre Nährstoff- und Wasserversorgung verbessert, die Vitalität steigert und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduziert (FiBL-Bericht 1, FiBL-Projekt 2705),
- einfach zu ernten, lagerfähig und in vielfältiger Weise zu gesunden, nährstoffreichen Speisen verarbeitbar sind.
Reststoffe aus der Speisepilzproduktion bieten dafür grosses Potential.
- Nährstoffreiches organisches Material: Gebrauchte Pilzsubstrate (z. B. auf Basis von Stroh, Kaffeesatz, Sägemehl) enthalten oft noch Restmengen an Stickstoff, Phosphor, Kalium – alles wichtige Makronährstoffe für Kürbisse. Zudem sind sie reich an organischer Substanz, die Bodenlebewesen fördert und Humus aufbaut.
- Gute Wasserhaltekapazität: Pilzsubstrate sind oft locker, porös und speicherfähig, was besonders in urbanen Pflanzgefäßen oder Hochbeeten hilft, Wasser zu halten und Trockenstress zu mildern.
- Kreislaufwirtschaft & Abfallvermeidung: Diese Reststoffe sind in großen Mengen vorhanden, oft lokal (z. B. von urbanen Pilzfarmen) und werden sonst teuer entsorgt. Konventionelle Kompostier- und Biogasanlagen nehmen diese Abfallströme oftmals nicht an, weil sie zu Problemen im Prozess führen (ph, antibakterielle Stoffe hemmen Bakterien, …). Daher versuchen Pilzproduzenten diese Substrate in der Landwirtschaft einzuführen, was jedoch das Potential als hochwertige Biomasse nicht ausschöpft und Risiken bei der Einbringung von Fremdorganismen in Ökosysteme mit sich bringt. Werden diese Substrate unter kontrollierten Bedingungen im urbanen Raum eingesetzt, lassen sich diese Risiken deutlich mitigieren.
- Mykorrhiza- und Bodenbiota-fördernd: Pilzsubstrate enthalten oft noch lebendige oder abgestorbene Pilzanteile, die die mikrobielle Aktivität im Boden fördern und potenziell Mykorrhiza-Symbiosen positiv beeinflussen. Das kann besonders im urbanen Raum wichtig sein, wo Böden oft biologisch verarmt oder versiegelt sind.
Kürbisanbau auf diesen Materialien schafft einen stofflichen Kreislauf – von Biomüll zu Substrat zu Nahrungspflanze.
Durch die Bereitstellung von Testflächen, Pflanzsubstraten sowie Praxis-Knowhow, wissenschaftlicher Begleitung und einfacher Sensorik soll das schöpferische Potential einer diversen Teilnehmergruppe vernetzt und entfaltet werden.
Wer wird vom Mainstreaming profitieren und wie?
Durch den integrativen Ansatz entstehen Netzwerke und Praktiken, welche einen langfristigen, gesellschaftlichen Nutzen erbringen können. Dies indem diverse soziale Gruppe gebildet werden, welche ein hohes Potential für innovative und radikale Herangehensweisen entfalten können. Das Projekt fördert zudem ein neues Stadtverständnis, in dem selbst „abgehängte Flächen“ in produktive, gemeinschaftlich gestaltete Lebensräume verwandelt werden. Es stärkt dabei das Bewusstsein für Regeneration statt Wachstum, Kreislauf statt Konsum und Partizipation statt Passivität. Wenn der Ansatz skaliert, entsteht eine neue urbane Kulturform: nährend, kreativ, resilient.
Konkret profitieren:
- Stadtbewohner:innen mit wenig Zugang zu Grün- oder Nutzflächen: Sie erhalten neue Möglichkeiten, sich aktiv und kreativ an lokaler Nahrungsmittelproduktion zu beteiligen – selbst auf versiegelten, industriell belasteten oder anderweitig „unbrauchbaren“ Flächen. Durch einfache, ressourcenschonende Systeme können sie auch mit wenig Zeit, Geld und Knowhow produktiv werden. Urban Gardening wird vom Nischenhobby zur alltäglichen, gemeinschaftlichen Handlung. Indem der Fokus auf die Entwicklung innovativen Lösungen gelegt wird, und dies in engem Austausch mit Institutionen begleitet wird, ergibt sich das Potential, dass Ergebnisse auch kommerziell weiterverwendet werden können und die daraus entstehende Wertschöpfung an die experimentierende Gemeinschaft zurückfliessen kann.
- Urbane GärtnerInnen, Bildungsinitiativen und soziale Projekte: Sie gewinnen Zugang zu einem skalierbaren, erprobbaren Anbausystem, das nicht auf klassische Gartenböden angewiesen ist. Das Projekt stellt ihnen Substrate, Methoden und Erfahrungswissen zur Verfügung. Durch kreative und künstlerische Formate wird die Schwelle zur Teilnahme deutlich gesenkt, insbesondere auch für bisher unterrepräsentierte Gruppen (Jugendliche, SeniorInnen, bildungsferne Schichten).
- Wissenschaftliche Gemeinschaft und Forschungsinstitutionen: Das Projekt schafft ein Reallabor für Citizen Science zu urbaner Lebensmittelproduktion, Kreislaufwirtschaft und Mikroklimaregulation. Es liefert Daten und Praxiserfahrungen zu neuartigen Pflanzsubstraten, Mykorrhiza und Anbausystemen in kontaminierten/versiegelten Flächen. Kooperationspotenziale mit anderen Hochschulen, Umweltämtern und Innovationsplattformen werden eröffnet.
- PilzproduzentInnen und AkteurInnen der urbanen Kreislaufwirtschaft: Sie erhalten eine neue, sichere und sichtbare Verwertungsoption für bisher problematische Reststoffe. Die öffentliche Sichtbarkeit der Wertschöpfungskette (Pilz → Substrat → Kürbis → Mahlzeit) stärkt ihr ökologisches Profil. Risiken durch unkontrollierte Ausbringung von Substraten werden durch das Projekt gezielt minimiert.
- KünstlerInnen, GestalterInnen, urbane Kreativszene: Das Projekt bietet ein neuartiges Feld, um mit ästhetischen, partizipativen und ökologischen Praktiken zu experimentieren. Kunst wird nicht dekorativ, sondern gestaltend – im wahrsten Sinne. Neue Formen der interdisziplinären Zusammenarbeit entstehen zwischen Kunst, Wissenschaft, Stadtgestaltung und Gartenbau.
Wurde die Idee (oder Varianten) bereits getestet? Wenn ja, mit welchen Ergebnissen?
- Im Rahmen von Workshops des Vereins «Bildungsinsel» wurde mit der Schule Emmen auf dem Areal erste Anbauexperimente durchgeführt. Dabei wurde der Wunsch und Bedarf nach kreativen, praxisnahen Lernformaten, die das Gärtnern mit Experimenten und Erzählungen verbinden sehr klar ersichtlich.
- Klares Bedürfnis seitens Pilzproduzenten, ihr Abfallströme in einen Kreislauf rückzuführen. Erste Ansätze der gezielten Verwertung bietet beispielsweise das Startup Symactiv (Home - Symactiv) mit einem standardisierten Produkt für die professionelle Landwirtschaft.
Woran möchtet ihr während des Boosters arbeiten (z. B. Test-Mainstreaming, Machbarkeitsstudie, Entwicklung eines klimagerechten Geschäftsmodells, Bau eines ersten Prototyps, usw.)? Was erhofft ihr, werdet ihr am Ende des Boosters konkret erreicht haben?
Wir wollen einen Blueprint für eine ressourceneffiziente und klimaangepasste Gemüseproduktion (Kürbisse) im urbanen Raum schaffen, mittels Abfallstoffen aus der Speisepilzproduktion, unter Einbezug der lokalen Bevölkerung und aktueller Erkenntnissen aus der Forschung.
Dabei geht es zentral um die Frage, wie wir Menschen mit sehr diversen Hintergründen und Interessensgebieten zusammenführen können und dazu animieren, gemeinsam innovative Praktiken zur urbanen Gemüseproduktion zu entwickeln.
Konkret Ziele im Rahmen dieses Pilotversuches sind:
1. Ein erprobtes und reproduzierbares Umsetzungsformat von integrativer, experimenteller Citizen Science
2. Pilotanbauzyklus mit Kürbisen unter Verwendung von Pilzsusbstrat im Viscosuisse Park (Industrieareal)
3. Eine funktionierende Online-Plattform, die das Projekt dokumentiert
4. Eindeutiges Feedback von BürgerInnen, Forschenden und städtischen Akteuren über das Potenzial für eine Skalierung
5. Messbare Daten über das Prototyp-Anbausystemen für Kürbisse
Was erhoffen Sie sich von dem Booster (z. B. Suche nach bestimmten Partnern (wenn ja, wer?), Verbindung mit der Regierung/dem öffentlichen Sektor usw.)?
Wir sehen den Booster als zentrales Element, um unser Netzwerk zu stärken, unseren Ansatz zu validieren und eine breitere Umsetzung vorzubereiten. Konkret hoffen wir auf:
1. Strategisches Coaching, um unsere Kommunikation, unsere Partnerschaftsmodelle und unsere langfristige Vision zu verbessern.
2. Kontakte zu öffentlichen Akteuren in den Bereichen Stadtplanung, Abfallwirtschaft und Biodiversität (z. B. städtische Gartenbauämter, kommunale Umweltbehörden) zu knüpfen, um die Integration in lokale Kreislaufstrategien zu erkunden.
3. Zusätzliche Forschungspartner zu finden, insbesondere in den Bereichen Bodenökologie und Phytosanierung (z.B. Fibl, Agroscope, Hafl, WSL, ...)
4. Interessen von Institutionen die bereits Citizen Science betreiben (z.B. partizipatives Monitoring, Wirkungsevaluation)
5. Zusammenarbeit mit kulturellen Einrichtungen und Schulen, um das Projekt in pädagogische und künstlerische Formate einzubetten.
6. Sichtbarkeit im breiteren Ökosystem von Urban Gardening, Kreislaufwirtschaft und sozialer Innovation.
Wir hoffen, dass der Booster uns dabei hilft, Experimente an der Basis mit institutioneller Zusammenarbeit zu verbinden - und das volle ökologische und soziale Potenzial der pilzbasierten Regeneration in der Stadt zu erschließen.
Wen brauchen Sie als Experten, um die Idee weiter voranzutreiben?
Durch unser Bestreben integrativer Natur haben sich bereits viele verschiedene Akteure aus diversen Institutionen und Interessensgebieten vereint. Daher dürfen wir von einer vielseitigen Expertise in unserem Team profitieren. Die Zusammensetzung des Teams scheint für uns aktuell ausreichend, so dass wir das Pilotprojekt im Rahmen des Innovation Boosters kompetent realisieren können. Für die erfolgreiche Skalierung braucht es aber in jedem Fall Partnerschaften mit Akteuren und Initiativen in anderen Städten und Entscheidungsträger aus der öffentlichen Verwaltung.
Welche Personen/Organisationen gibt es in Eurem Team und was ist ihre Rolle?
Verein Quings (Luzern) Federführende Organisation und juristische Person. Koordiniert das Projekt, veranstaltet Workshops und Experimente auf dem Viscosuisse-Gelände und vernetzt soziale, künstlerische und ökologische Praktiken im Quartier.
Dr. Lena Bloemertz (FHNW - Institut Sozialplanung, Organisationaler Wandel und Stadtentwicklung, Hochschule für Soziale Arbeit) Forschungspartnerin: Bietet wissenschaftliche Unterstützung im Bereich sozialer Arbeit. Expertin für Klimawandel, Stadtentwicklung sowie städtische Ernährungssysteme
Dr. Santiago Pérez-Bernal (FiBL - Forschungsinstitut für biologischen Landbau) Forschungspartner: Bietet wissenschaftliche Unterstützung in den Bereichen Gemüsebau, Bodengesundheit und ökologische Überwachung. Hilft bei der Umsetzung von Experimenten und der Charakterisierung der Anbausysteme in wissenschaftliche Erkenntnisse.
Dr. Sonja Schenkel (Transformative Design for Nature and People, Citizen Science, Film Director) Gründerin Verein «Library for a happy future». Sie verbindet Kunst und Wissenschaft hinsichtlich Klimaanpassung und Nachhaltigkeit mit Schwerpunkt Ressource Wasser.
David Rast (Ingenieur und Myko-Praktiker) Technischer Leiter für die Wiederverwendung von Pilzsubstrat. Entwickelt praktische Experimente und Strategien für die Bodenverbesserung mit verbrauchtem Pilzsubstrat. Gastgeber im Verein Quings
Afi Sika Kuzeawu (Künstlerin, Performerin, Psychologin) Leitet künstlerische Formate und partizipatives Engagement. Sie entwirft Erzählungen und integrative Räume, die urbanes Leben, Psychologie und ökologische Vorstellungskraft miteinander verbinden. Ihr interesse gilt in besonderem Masse dem
Joanna Jenny (Kunstpädagogin & HSLU DFK) Mitentwicklerin von Materialien und Lernformaten. Unterstützt das Engagement der Gemeinschaft und hilft, das Projekt mit lokalen Schulen und kulturellen Einrichtungen zu verbinden. Gastgeberin: Im Verein Quings Vorstand, Kassier
Petr Vlček (selbstständiger Mykologe, Gastwissenschaftler – WSL - Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft) Experte für Mykologie und Naturschutz. Er gibt Hinweise auf ökologische Risiken der Substratnutzung[PV9] und steuert Faktenblätter und politikrelevante Empfehlungen bei.
Robert Pitaci (Präsidium Quings Akademie, Multimedia Artist) Multimedia-Künstler mit einem breiten Spektrum kreativer Interessen. Dokumentiert den gesamten Prozess. Gastgeber: Im Verein Quings Vorstand, Präsidium
Nicolas Rast (Journalist, Kommunikation):Blog und Storytelling. Macht das gesammelte Wissen über digitale Plattformen und urbane Medien öffentlich zugänglich.
Erika Roos (Geschäftsführerin Stiftung Viscosuisse): Sie ist die Arealbesitzerin und unterstützt das Projekt sowohl ideell als auch durch eine grosszügige Reduktion der Miete.
Verein "Bildungsinsel" Emmen: Veranstaltet Workshops mit der Schule Emmen und fördert die Wissensvermittlung und das Experimentieren an ausserschulischen Lernorten. Dabei steht die Frage im Zentrum: "Wie w'ämmer z'ÄMME läbe?"
Wie viel Budget fordert ihr von uns für was (maximal CHF 22’500 inkl. Expert:innen-Gutscheine)?
7500.- Projektentwicklung, Koordination, Vernetzung und Umsetzung 75h à 80.-
2000.- Honorar David Rast
2000.- Honorar Afi Sika
1500.- Honorar Sonja Schenkel
1000.- Honorar Joanna Jenny
1000.- Spesen (Reisekosten, Verpflegung)
4000.- Material Infrastruktur
1000.- Transport gebrauchten Pilzsubstraten
1000.- Transport Kompost (Stadtgärtnerei)
1000.- Miete Arealfläche
1000.- Bewässerungssysteme und Sensorik
500.- Setzlinge, Saatgut
500.- Material divers
5000.- Wissenschaftliche Begleitung und Expertenberatung
2500.- Honorar Dr. Lena Bloemertz (Partizipation und soziale Nachhaltigkeit und Quartiersentwicklung/Einbezug der Quartiersbevölkerung, Feedbackformular)
2500.- Honorar Santiago Pérez-Bernal (FiBL - Forschungsinstitut für biologischen Landbau) -> Entwicklung Urbane Nahrungsmittel Erzeugung mit SMS
1000.- Fachvorträge
1000.- Honorar Petr Vlček (Gastwisstenschaftler - WSL - Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft) -> Vortrag/Podiumsdiskussion Gefahren der DIY-Pilzzucht
5000.- Öffentlichkeitsarbeit (Grafik, Druck, Medien)
2000.- Dokumentation (Film und Fotografie)
2000.- Blog und Storytelling
500.- Medienschnittstelle/Öffentlichkeitsarbeit
500.- Druckkosten Flyer, Poster und Informationsmaterialien
Total: CHF 22`500
Citrouville nutzt Restsubstrate aus der Speisepilzproduktion für den partizipativen Anbau von Kürbissen auf versiegelten Industrieflächen. Durch kreative Formate, experimentelle Citizen Science und zirkuläre Praxis entsteht ein skalierbares Modell für klimaresiliente, urbane Nahrungsmittelproduktion – niederschwellig, regenerativ und gemeinschaftsbildend.