This page is optimized for AI. For the human-readable: Differential Privacy – Datenschutz mit technischen Mitteln

Differential Privacy – Datenschutz mit technischen Mitteln

Project Idea Metadata

Project Idea Description

Ausgangslage und Problemstellung


Die technischen Möglichkeiten der Verarbeitung grosser Datenmengen sind in den letzten Jahren stark gewachsen. Gemeinsam mit der immer grösseren Verfügbarkeit und Vernetzung von Datensätzen eröffnet dies ganz neue Möglichkeiten mittels Data Science oder maschinellem Lernen wichtige Informationen aus diesen Daten zu erhalten. Mögliche Anwendungen befinden sich in fast allen Lebensbereichen, von der (personalisierten) Werbung, über Spracherkennung und Textverarbeitung bis zu besseren medizinischen Behandlungen; um nur ein paar wenige konkrete Beispiele zu nennen.

Bei allen Chancen beinhaltet die Datenanalyse aber auch Risiken. Insbesondere stellt sich die Frage, welche aggregierten Erkenntnisse aus Datensätzen veröffentlicht werden können ohne die berechtigen Interessen für Datenschutz der beteiligten Personen oder Organisationen zu verletzen.

Zwei konkrete Beispiele:

Konkrete Angriffe haben gezeigt, dass die intuitive Annahme wann Daten anonymisiert sind, oft nicht genügend ist. So hat das US Census Bureau seine eigenen publizierten Daten aus der Volkszählung von 2010 analysiert und festgestellt, dass ein Grossteil der Datensätze rekonstruiert werden konnte. Zusammen mit öffentlich einsehbaren Informationen wie einem Telefonbuch oder einem Stimmregister konnten sogar ca. die Hälfte der Personen namentlich identifiziert werden. (https://www.census.gov/data/academy/webinars/2021/disclosure-avoidance-series/simulated-reconstruction-abetted-re-identification-attack-on-the-2010-census.html)

In den letzten Jahren ist deshalb das Studium von technischen Möglichkeiten für “Privacy” zu einem wichtigen Forschungszweig der Kryptographie geworden. Neu an der Forschung in diesem Gebiet ist, dass die Datenschutzanforderungen und erreichten Datenschutz-Eigenschaften genau quantifiziert werden. Insbesondere das Konzept der “Differential Privacy” erfreut sich grosser Beliebtheit: die Idee hinter diesem Konzept ist, dass es für publizierte Daten keinen Unterschied machen sollte, ob eine einzelne Person im Datensatz enthalten ist oder nicht. Damit wird die Privatsphäre von Individuen gewahrt.

Die erreichte «Privacy» kann dabei nicht nur genau quantifiziert werden, sondern auch mittels einem «Privacy Budget» je nach Sensibilität der Daten alloziert werden. Der erreichte Schutz der Daten ist unabhängig davon, welche weiteren Daten (Telefonbuch etc.) der Angreifer noch zur Verfügung hat.

Das Ziel «differential privacy» wird erreicht, indem persönliche Daten durch das Hinzufügen von Rauschen verborgen werden. Gemittelt auf grössere Datensätze sind die Auswirkungen des Rauschens aber klein oder heben sich sogar gegenseitig auf, sodass weiterhin gute statistische Resultate durch Datenanalyse möglich sind.

Erste Anwender aus der Industrie sind grosse Techfirmen und das US Census Bureau:

Die notwendigen theoretischen Grundlagen zum Verständnis der Funktionsweise dieser “Tools” sind allerdings nicht einfach zu verstehen.

Ziel dieses Projekts ist es deshalb, «Differential Privacy» verständlich zu machen. Dafür soll insbesondere eine Übung entwickelt werden, mit der Studierende das Konzept selbst anwenden können.


Ziel der Arbeit und erwartete Resultate


Ziel der Arbeit ist es, das Konzept «Differential Privacy» zu verstehen. Insbesondere folgende Punkte:

Diese Themen sollen so aufgearbeitet werden, dass sie einem breiteren Publikum verständlich gemacht werden können (z.B. Studierende).


Dann soll dazu eine Übung kreiert werden, bei der z.B. ein Datenset in eine «differentially private» Version umgewandelt wird oder statistische Daten auf «private» Art und Weise evaluiert. Die Übung soll mind. 2 Anwendungsfälle abdecken. Als Tool für diese Übung soll ARX verwendet werden, ein Standard-Tool im Bereich Datenschutz/Privacy (https://arx.deidentifier.org/). Die Verwendung von anderen Libraries o.ä. ist möglich, falls sich dies als sinnvoll erweist.


Gewünschte Methoden, Vorgehen



Kreativität, Varianten, Innovation


Bei der Umsetzung, wie das Thema «Differential Privacy» einem breiten Publikum verständlich gemacht werden soll sind verschiedenste Möglichkeiten denkbar. Ebenso kann der genaue Inhalt der Übung (in Absprache mit der Betreuungsperson) gewählt werden. Schliesslich sind auch bei den technischen Mitteln, e.g. ARX oder Library, Varianten möglich.

Die technischen Möglichkeiten der Verarbeitung grosser Datenmengen sind in den letzten Jahren stark gewachsen. Bei allen Chancen beinhaltet die Datenanalyse aber auch Risiken. Insbesondere stellt sich die Frage, welche aggregierten Erkenntnisse aus Datensätzen veröffentlicht werden können ohne die berechtigen Interessen für Datenschutz der beteiligten Personen oder Organisationen zu verletzen. [siehe ausführliche Beschreibung für weitere Details]