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Bauteilkatalog CE - Ein Hilfsmittel zur Beurteilung des Re-Use-Potentials von Bauteilen und Gebäudetechnikanalgen

Project Idea Metadata

Project Idea Description

Ausgangslage und Ziel

Die Entwicklung von einer linearen zu einer zirkulären Bauwirtschaft ist jedoch mit einer Reihe neuer Herausforderungen verbunden: Die Verfügbarkeit der Produkte, die Demontage, Anforderungen der Bauverordnung sowie die Qualität und Garantie von wiederverwendeten Materialien sind nur einige Hemmnisse des zirkulären Marktes. Erfahrungen im Umgang mit diesen neuen Herausforderungen müssen erst noch gewonnen und weitergetragen werden. Dies macht es schwierig für Architekten/innen, Planende, Unternehmer/innen etc. bereits verwendete Materialien und Bauteile vermehrt einzusetzen. Die vorliegende Projektidee dient dem Wissenstransfer zum Thema Kreislaufwirtschaft in der Bau- und Immobilienbranchen. Mit dem Bauteilkatalog CE soll ein Hilfsmittel für die Akteure der Praxis entstehen, wo diverse Bauteile und Gebäudetechnikanlagen hinsichtlich ihres Re-Use-Potentials bewertet und Empfehlungen für die Wiederverwendung dieser Elemente gegeben werden.


Inhalt

Im Bauteilkatalog CE werden Rahmenbedingungen und Möglichkeiten aufgezeigt, welche es erlauben, vermehrt Bauelemente wiederzuverwenden, wiederzuverwerten oder auf anderen Wegen in den Kreislauf zurückzuführen.


Im Rahmen des Projekts werden diverse Bauteile/-systeme (bspw. Fenster, Türen, Stützen, Fassadenelemente, Aufzüge...), aber auch verschiedene Gebäudetechniklösungen (bspw. Wärmepumpen, Kältemaschinen, Rückkühler, Wärmetauscher, Speicher, Sanitärapparate (WC, Waschtisch etc.) oder auch Elektrohauptverteilungen, Batteriespeicher, PV-Anlagen…) betrachtet und deren Re-Use-Potential bewertet. Für die Bewertung spielen dabei verschiedene Faktoren eine wichtige Rolle (u.a. Materialisierung, Trennbarkeit / Demontierbarkeit, Rest-/Lebensdauer). Diese gilt es zusammenzutragen sowie durch Empfehlungen – wie diese Elemente vermehrt wiederverwendet werden können - zu ergänzen. Die Beurteilung der Bauteile wird dabei nicht nur aus bautechnischer und ökologischer Sichtweise erfolgen, sondern auch ökonomische Aspekte betrachten (u.a. Urban Mining / Gebäude als Materiallager, neue Geschäftsmodelle…). Denn um die Akzeptanz für zirkuläre Ansätze und neue Prozesse in der Gesellschaft zu erhalten, sind insbesondere wirtschaftliche Vorteile entscheidend.


Der strukturelle Aufbau des Bauteilkatalogs CE orientiert sich an bestehenden Grundlagen. Dazu könnten u.a. der Bezug zu eBKP-H oder ecoBKP hergestellt werden. Diese geben Gliederungen des Bauprojekts nach einzelnen Bauteilgruppen, Bauteilen oder Elementen bzw. nach Gewerken / Prozessen vor. Ebenso sollen international geltende Begrifflichkeiten verwendet werden, wie sie u.a. in der Umweltdeklaration DIN EN 15804 oder der EN 15978 «Bewertung der umweltbezogenen Qualität von Gebäuden – Berechnungsmethode» festgelegt sind. Durch die Verwendung bekannter Strukturen und Begrifflichkeiten, möchte man eine hohe Nutzerfreundlichkeit / einfache Handhabung sowie eine internationale Anwendbarkeit des Bauteilkatalogs CE garantieren. Zusätzlich soll eine einfache Bewertungsmethodik sowie eine übersichtliche Darstellungsform erarbeitet werden, welche die wichtigsten Inhalte schnell erkennen lässt.


Zielgruppen und Nutzen

Mit dem Bauteilkatalog CE soll eine wichtige Wissensgrundlage für die Akteure aus Praxis und Forschung im Bereich der Kreislaufwirtschaft entstehen. Die Ergebnisse werden dabei für viele verschiedene Nutzergruppen von hoher Relevanz sein. Dazu gehören u.a. folgende:


Projektteam

Zur Bearbeitung des Projekts kann das Institut für Gebäudetechnik (IGE) der Hochschule Luzern von langjährigen Erfahrungen im bautechnischen Bereich sowie insbesondere in den Themenfeldern Graue Energie, Lebenszyklusbetrachtungen und Ökobilanzierungen profitieren. Dabei sind bspw. Projekte wie «SYGREN» oder «Graue Energie versus Ökonomie - Vergleich der Nachhaltigkeit von Hochhausfassaden» zu nennen. Erfahrungen im Bereich «Kreislaufwirtschaft» konnten ebenso in verschiedenen Projekten aufgebaut werden, dazu gehören u.a. die Projekte «ITC - Akzeptanz und Hemmnisse der Kreislaufwirtschaft», «Alternative Lüftungsmaterialien», «Re-Use von Lüftungsleitungen», etc. Für die Bearbeitung der Projektidee ist geplant, auch das Departement für Wirtschaft der Hochschule Luzern einzubeziehen. Ebenso soll ein enger Austausch mit Partnern aus der Praxis stattfinden.


Wie wirkt sich die Idee positiv auf die Umwelt aus?

Durch den Bauteilkatalog CE soll eine wichtige Wissengrundlage im Bereich der Kreislaufwirtschaft entstehen. Dieser soll die Bau- und Immobilienbranche dabei unterstützen zukünftig zirkulärer zu Bauen. Dadurch können langfristig wichtige Ressourcen geschont und die CO2-Emissionen gesenkt werden.


Wurde die Idee bereits getestet?

Die Projektidee findet sich noch in der frühen Phase. Laufende Projekte (insbesondere im Gebäudetechnikbereich) liefern bereits erste Inhalte, welche in den Bauteilkatalog einfliessen können.


Booster-Förderung: Woran wird gearbeitet, was wird am Ende geliefert? Was erhofft ihr euch?

Mit diesem Call soll die Möglichkeit genutzt werden, die Grundlage für den Bauteilkatalog CE zu legen. Die zu evaluierenden Bauteile /- systeme, die Struktur und die Bewertungsmethode werden definiert. Ebenso werden erste Inhalte erarbeitet - Abhängig von der Förderhöhe ist geplant, zunächst einen Teil des Bauteilkatalogs zu erarbeiten (bspw. Fokus: Gebäudetechnik).


Durch den Innovation Booster erhoffen wir uns eine erste Finanzierungsgrundlage für den "Bauteilkatalog CE". Dadurch könnten wir die Projektidee ebenso innerhalb eines internen Calls unserer Hochschule (ITC - Interdisziplinäres Themencluster) als Hauptprojekt eingeben. Gespräche haben bereits stattgefunden und es besteht ein grosses Interesse seitens der Initiatoren. Zudem wurden bereits verschiedene Wirtschaftspartner angefragt, welche Ihr Interesse an dem Projekt bekundet haben.


Die Projektergebnisse werden abschliessend in Form eines Katalogs zusammengetragen und für alle Interessierten frei zugänglich sein. Eine spätere Umsetzung in Form eines Planer-Tools ist ebenso denkbar.

Mit dem Bauteilkatalog CE sollen diverse Bauteile/-systeme (bspw. Fenster, Türen, Stützen, Fassadenelemente, Aufzüge...), aber auch verschiedene Gebäudetechniklösungen (bspw. Wärmepumpen, Kältemaschinen, Rückkühler, Wärmetauscher, Speicher, Sanitärapparate (WC, Waschtisch etc.) oder auch Elektrohauptverteilungen, Batteriespeicher, PV-Anlagen…) betrachtet und deren Re-Use-Potential bewertet werden. Ein Hilfmittel für die Bau- und Immobilienbranche soll entstehen.