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Schweizer Standard zur Messung der Kreislauffähigkeit von Gebäuden

Project Idea Metadata

Project Idea Description

Welches Problem löst die Idee?

Das grösste Potential, wenn es um kreislaufgerechtes Bauen geht, geht in der Entwurfsphase verloren. Solange den Planern kein konsistenter Indikator an die Hand gegeben wird, der ihn bezüglich der Kreislauffähigkeit der geplanten Materialien und basierend darauf des ganzen Baus leitet, werden wir die Transformation zur Kreislaufwirtschaft nur schleppend erreichen. Durch die Schaffung eines Schweizer Standards zur Messung der Kreislauffähigkeit von Gebäuden geht in Zukunft in der Entwurfsphase kein Potential mehr verloren.

Wer sind die Kunden und wie werden sie von der Lösung profitieren?

Eine Standardisierung der Messung der Kreislauffähigkeit von Gebäuden, basierend auf den am Bau eingesetzten Produkten und Elementen, hat indirekt einen Mehrwert für die Kunden zur Folge. Einerseits schafft ein Schweizer Standard Klarheit für die ganze Branche. So wird es einerseits für die Planer einfacher, kreislauffähig zu planen. Andererseits wird es für die Produzenten von Baustoffen und Bauelementen möglich, diesen wichtigen Aspekt der Bauteile basierend auf einem Schweizer Standard zu bewerten.

Die Schaffung eines Standards ist schlussendlich die Grundlage, damit die Frage der Kreislauffähigkeit von Baumaterialien und Bauelementen zu einem wichtigen Aspekt eines Produkts wird. So wird es schlussendlich möglich, in der Planung von Bauten deren Kreislauffähigkeit als Kriterium mitaufzunehmen.

Welche Personen / Unternehmen sind Teil des Teams und welche Rolle spielen sie?

Madaster ist eine Initiative aus den Niederlanden, welche sich bereits in mehreren europäischen Ländern etablieren konnte. Auch in der Schweiz ist Madaster verfügbar. Neben der operativ tätigen Gesellschaft Madaster Service Schweiz gibt es den Verein Madaster Schweiz. Der Verein wurde im Dezember 2018 gegründet. Im Verein haben sich die Unterstützer der ersten Stunde der Madaster Plattform Schweiz zusammengeschlossen. Ziel des Vereins ist es, in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein die Prinzipien einer Kreislaufwirtschaft im Bau-, Infrastruktur- und Immobiliensektor zu fördern. Durch die Registrierung und Dokumentation von Produkten und Materialien in unserer gebauten Umgebung wird es möglich, die Materialien in einer Kreislaufwirtschaft wiederzuverwenden.

Bei der Madaster Plattform ist eine Messung der Kreislauffähigkeit der einzelnen Materialien und Elemente nach Niederländischem Vorbild integriert. Der Verein Madaster Schweiz strebt bis Ende 2023 eine Standardisierung der Messung der Kreislauffähigkeit in der Schweiz an.

Wie wirkt sich die Idee positiv auf die Umwelt aus (z. B. Materialeinsparung, Reduzierung der CO2-Emissionen)?

Durch eine Standardisierung der Messung der Kreislauffähigkeit von Gebäuden wird die Grundlage gelegt, damit Gebäude kreislauffähig gebaut werden. Sobald Gebäude nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft geplant werden, wird das Potential der Wiederverwendung erst realisierbar. Das entsprechende Potential für die Einsparung von Ressourcen und grauer Energie liegt auf der Hand.

Wurde die Idee bereits getestet? Wenn ja, wie?

Der aktuell bei der Madaster Plattform hinterlegte Kreislaufindikator basiert auf dem Standard der Niederlande. Dort wird die Kreislauffähigkeit bereits entsprechend gemessen. Aktuell läuft in Deutschland die Standardisierung zur Messung der Kreislauffähigkeit von Gebäuden.

Basierend auf diesen internationalen Erfahrungen, aber auch aufbauend auf dem bereits in der Schweiz vorhandenen, soll ein Schweizer Standard erarbeitet werden.

Woran würdet ihr während der Booster-Förderung arbeiten? Was werden ihr am Ende des Booster-Programms als Endprodukt der Förderung vorlegen?

Die Booster Förderung soll dazu beitragen, dass die Erarbeitung des Standards breit abgestützt ist. Gemeinsam mit den verschiedenen Akteuren (öffentliche Hand, Labels, Normen, Hochschulen, Wirtschaft) soll bis Ende 2023 ein national gültiger Standard zur Messung der Kreislauffähigkeit von Gebäuden erarbeitet werden.

Was erhofft ihr euch vom Booster (z. B. Suche nach bestimmten Partnern, Unterstützung durch Experten usw.)?

Die Initiative für eine Standardisierung stammt aus dem Verein Madaster Schweiz, in welchem sich verschiedene Akteure der Wirtschaft zusammengeschlossen haben. Zur Etablierung eines Standards müssen weitere Parteien, wie beispielsweise die öffentliche Hand, Normen, Labels, Hochschulen mit von der Partie sein. Mit der Unterstützung vom Booster erhoffen wir uns die Unterstützung dieser Parteien zu sichern.

Die Einführung eines Standards zur Messung der Kreislauffähigkeit von Gebäuden basierend auf den am Bau eingesetzten Produkten und Elementen ist die Grundlage, um die Transformation des Bauwesens in die Kreislaufwirtschaft zu unterstützen.