AlpErgy
Project Idea Metadata
- Project Idea Name: AlpErgy
- Date: 3/8/2022 5:13:20 PM
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Project Idea Description
Der Zu- und Ausbau von PV-Anlagen in besiedelten Regionen steigt Jahr für Jahr. Jedoch ist gerade im dicht besiedelten Schweizer Mittelland von November bis März aufgrund von Hochnebel mit wenig Sonnenstunden zu rechnen. Dazu muss in diesen Monaten zukünftig mit einem deutlich höheren Elektrizitätsbedarf gerechnet werden, da viele der bisherige fossilen Heizungssysteme durch Wärmepumpen abgelöst werden (Raumwärme und Warmwasser stellen zusammen den grössten Teil des Schweizerischen Endenergiebezuges). Darum gilt es nun, diesen Bedarf an zusätzlicher Elektrizität gerade für die besagten Monaten - die sogenannte Winterstromlücke - zu decken. Eine interessante Möglichkeit hierzu könnte die PV-Stromgewinnung aus hochalpinen Regionen darstellen. Aufgrund der dort deutlich niedrigen Nebelbelastung, tiefen Umgebungstemperaturen sowie Strahlungsreflexionen durch Schnee und Eis sind gemäss verschiedenen Studien enorme Energie(mehr)erträge zu erwarten. Bisherige Ansätze, grossflächige PV an bestehende Infrastrukturen zu binden, resultierten meistens darin, die Metallkonstruktionen von Lawinenverbauungen zu verwenden. Jedoch scheiterten viele Versuche aufgrund erheblicher Schneelasten und -Schiebungen. Um nicht weiter in das Landschaftsbild eingreifen zu müssen, macht es darum durchaus Sinn, bestehende Infrastrukturen sowie bebaute Flächen für den Ansatz der hochalpinen PV-Stromproduktion einzusetzen.
Innerhalb dieses Projektes soll die Machbarkeit (mechanische, elektrische sowie ökonomische Fragestellungen) sowie eine Ertragsabschätzungen bearbeitet werden. Bei entsprechenden Ergebnissen soll die Idee als mögliche Alternative zum Rückbau der bestehenden Infrastruktur (Masten, Fundamente, Netzanbindungspunkte) bei Swissgrid eingereicht und im Weiteren auf weitere hochalpine Regionen übertragen werden.
Es soll das Potenzial sowie die Machbarkeit von hochalpiner Stromproduktion mittels bestehender Infrastruktur untersucht werden. Namentlich soll die Studie am Beispiel der Nord-Süd-Freileitung zwischen Göschenen und Airolo im Gotthardgebiet Anwendung finden. Die bestehende 220 kV Freileitung soll beim Neubau der 2. Gotthard Autobahnröhre in die Strassentrasse verlegt werden. Die Masten sowie Netzanbindungspunkte werden damit überflüssig und könnten für hochalpine PV-Stromproduktion umgenutzt werden.