Inclusive Design / Accessibility - Leitfaden am Beispiel eines Videokonferenztools o.ä.
Project Idea Metadata
- Project Idea Name: Inclusive Design / Accessibility - Leitfaden am Beispiel eines Videokonferenztools o.ä.
- Date: 6/10/2022 11:09:02 AM
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Project Idea Description
Ausgangslage und Problemstellung
Im UX-Umfeld ist Accessibility ein wichtiges Thema, allerdings wird es oft auf Blindheit oder Farbensehschwächen beschränkt. Der Begriff "Inclusive Design" ist breiter abgestützt und beinhaltet vor allem die Vielfalt der Nutzenden: unterschiedliche Fähigkeiten, Bedürfnisse oder Kontexte. Diese Arbeit fokussiert sich auf die Design-Aspekte bei der Entwicklung von Applikationen.
Ziel der Arbeit und erwartete Resultate
Das Ziel ist es, einen Best-Practice-Leitfaden für Designer:innen zu gestalten, wie Applikationen inklusiv gestaltet werden können.
Um eine Ausgangslage zu schaffen, wird bis am 23. Oktober 2022 eine IST-Analyse vorgenommen, welche die bereits vorhandenen Methoden und den Forschungsstand für Inclusive Design in Applikationen aufzeigt. Die Arbeit orientiert sich an den W3C Accessibility Guidelines (WCAG) 3.0. Die Ausgangslage wird mittels Literaturrecherche erhoben. Die Ausgangslage wird mit den Ergebnissen aus mindestens 2 Expertinnen- und Experteninterviews aus dem Design-Bereich erweitert.
Die wichtigsten zu berücksichtigen Guidelines werden bis am 23. Oktober 2022 anhand von mindestens 4 Szenarien identifiziert und priorisiert. Diese Szenarien ergeben sich aus der erarbeiteten Ausgangslage im Kontakt mit Designer:innen.
Damit UX-Designer:innen für unterschiedliche Nutzer:innen inklusiv gestalten können, wird bis am 23. Dezember 2022 ein Leitfaden erstellt, der mindestens 10 der wichtigsten Aspekte von Accessibility bei der Gestaltung von Applikationen beinhaltet.
Der Leitfaden wird anhand der Entwicklung eines grafischen Prototyps eines Videokonferenztool für die Hochschullehre bis am 23. Dezember 2022 entwickelt. Während der iterativen Entwicklung entstehen mindestens 2 Prototyp-Varianten. Beide Prototypen werden von einer Testgruppe aus mindestens 4 Personen getestet und vom Projektteam überarbeitet. Der finale Leitfaden wird mindestens zweimal von einem/einer Designer/in reviewt und vom Projektteam überarbeitet.
Gewünschte Methoden, Vorgehen
Folgende Methoden und Vorgehensweisen werden verwendet:
- ISO 9241 Teil 210 wird als grundlegendes Vorgehensmodell verwendet
- Literaturrecherche für die Erarbeitung der Ausgangslage
- Qualitative Interviews mit Expertinnen und Experten aus dem Fachgebiet Design
- Prototyping für die Entwicklung und als praktisches Beispiel für die Anwendung des Leitfadens
- Iteratives Vorgehen mit User-Tests zur Entwicklung des Prototyps
- Experten und Expertinnen-Testing zur Verifikation des Leitfadens
Kreativität, Varianten, Innovation
Bei der Erarbeitung der Heuristiken und besonders beim Entwickeln des Prototyps können kreative Lösungen gesucht werden und verschiedene Varianten erarbeitet werden.
Das Ziel ist es, sich im Sinne von best-practice mit Inclusive Design auseinander zu setzen. Die Arbeit soll mittels Leitfaden oder Heuristiken zeigen, wie Applikationen inklusiv gestaltet werden können. Der Leitfaden entsteht dabei während der Entwicklung eines HiFi-Prototyps.