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Open Source Register für THG-Emissionen in ReUse-Bauprozessen

Project Idea Metadata

Project Idea Description

Die Wiederverwendung von Bauteilen bietet einen enormen Hebel zur Emissionseinsparung bei der Erstellung von Gebäuden. Werden Bauteile wiederverwendet, fallen lediglich für Rückbau, Aufbereitung und Transport THG-Emissionen an z.B. beim Schneiden von Betonteilen oder beim Abschleifen von Parkett. Aktuell fehlen Daten, um die Emissionen aus Rückbau und Aufbereitung zu quantifizieren. Gleichzeitig gibt es neben Zirkular immer mehr Expert*innen die in ihren konkreten Projekten solche Daten recherchieren oder messen.


Aktuelle ermitteln wir diese Daten jeweils für jeden spezifischen Fall. Wird beispielsweise ein Betonelement aus- und wieder eingebaut, recherchieren wir alle dafür nötigen Maschine und die Einsatzszeiten. Mit Hilfe der Infos aus Datenblättern, Gesprächen mit Ausführenden und Rückfragen an Hersteller*innen kann so eine Aussage über die CO2e-Emissionen für die einzelnen Arbeitsschritte getroffen werden. Diese Recherchen sind jedoch entsprechend mühsam und zeitaufwändig, lassen sich jedoch aktuell nicht umgehen.


Sind diese Daten für viele unterschiedliche Arbeitsschritte besser bekannt und auffindbar, können nachfolgende Projekte im Hinblick auf die Emissionen optimiert werden, in dem Prozesse oder Maschinen mit möglichst geringem Fussabdruck gewählt werden. Dies ermöglicht allen beteiligten Planenden, Ausführenden und selbst Hersteller*innen informierte emissionsärmere Entscheidungen zu treffen und dieses Thema auf vielen Ebenen bewusster voranzutreiben. Für Auftraggeber*innen von Bauprojekten ist eine Abschätzung der Emissionen ein wichtiges Kriterium; mithilfe der Daten können mehr Entscheidungsträger*innen überzeugt werden mit ReUse zu bauen.


Das Open Source Register soll es ermöglichen, diese Daten kollaborativ zu erfassen, um möglichst schnell Rechengrundlagen zu schaffen und Erfahrungswerte unter allen ReUse-Akteur*innen der Schweiz zu teilen. Aus diesem Grund wird das Projekt von Anfang an im innerhalb des bestehenden Netzwerks verankert. Dazu zählen Institute und Verbände, Behörden, Planungsbüros und Einzelpersonen. Konkret eingebunden in die Idee sind bereits das Structural Exploration Lab der EPFL, verschiedene Masterstudenten unterschiedlicher Hochschulen und Universitäten, die zur Thematik arbeiten. Mit dem Hochbauamt der Stadt Zürich ist nicht nur die Auftraggebende Seite im Netzwerk vertreten, sondern auch Anschluss an die Öffentliche Hand. Über den Verein Cirkla sind wir eingebettet in das Netzwerk der Akteur*innen der Wiederverwendung in der Schweiz.


Das Projekt sieht vor - während der Booster-Förderung:


· Eine einfache, online zugängliche Open Source Plattform zu entwickeln. Für die Entwicklung von Struktur und Methodik erfolgt zu Beginn eine Abfrage von Wissen und Bedürfnissen innerhalb des ReUse-Netzwerks.

Die Daten sollen ähnlich strukturiert sein, wie die KBOB-Liste und diese um Prozess und Maschinensätzen ergänzen.

In einer zweiten Ebene werden Hintergrundinformationen abgespeichert z.B. genaue Beschreibungen eines Prozesses, Datenblätter zu spezifischen Werkzeugen etc.

· Es werden Vorgaben zur Sicherstellung der Datenqualität erarbeitet, hier wird eine Zusammenarbeit mit den Erstellern der KBOB-Liste angestrebt. Ziel dieser Datensammlung ist es, eine Übergangslösung zu schaffen, bis genauere wissenschaftlich geprüfte Branchendaten vorliegen. Wichtig ist dennoch, die Sicherstellung der Qualität und Methode auf Konformität und Kompatibilität mit den aktuellen Standards.

· Im Anschluss werden fortlaufend recherchierte Daten eingetragen. Zur Erfassung der Daten wird das bereits bestehende Netzwerk eingebunden und vergrössert.


Über die Booster-Förderung hinaus:


· Verwaltung und Betreuung der Datenbank durch Zirkular. Die neu eingegebenen Daten werden von Zirkular einer Qualitätskontrolle unterzogen, Zirkular ist Ansprechpartnerin für Rückfragen zur Eingabe oder zu den Datensätzen.


Durch die Booster-Förderung würde es uns ermöglicht, die Datensammlung so aufzusetzen, dass sie für das ganze Netzwerk von Nutzen ist und das Wissen, das an unterschiedlichen Stellen bereits existiert und laufend erweitert wird, einfach geteilt werden kann. Die Förderung würde uns ermöglichen, dies nicht nur im Rahmen unserer laufenden Projekte zu tun, sondern gezielt an einer Lösung für dieses immer wiederkehrende Problem der fehelenden Daten zu arbeiten, dazu Expert*innen hinzuzuziehen und das ganze Netzwerk zu stärken.

Werden Bauteile wiederverwendet, fallen lediglich für Rückbau, Aufbereitung und Transport THG-Emissionen an. Aktuell fehlen Daten, um die Emissionen aus Rückbau und Aufbereitung zu quantifizieren. Das Open Source Register soll es ermöglichen diese Daten kollaborativ zu erfassen, um möglichst schnell Rechengrundlagen zu schaffen und Erfahrungswerte unter allen ReUse-Akteur*innen der Schweiz zu teilen.