B2B Sharing – nachhaltige Baustellen in Städten
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- Project Idea Name: B2B Sharing – nachhaltige Baustellen in Städten
- Date: 4/26/2023 9:32:02 PM
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Project Idea Description
Um die Klimaziele der Schweiz zu erreichen, ist es erforderlich, die Emission von Treibhausgasen zu reduzieren. Dies betrifft auch die Baubranche, die u.a. durch den Betrieb von Baumaschinen und Transportfahrzeugen zum Klimawandel und zur Luftverschmutzung beiträgt. Ein Umstieg von konventionellen auf elektrische Maschinen und Fahrzeuge würde dazu führen, dass keine direkten Treibhausgase und Luftschadstoffe ausgestossen werden. Hierdurch könnten nachhaltige bzw. CO2-neutrale Baustellen betrieben werden.
Elektrogeräte im Bauwesen sind in der Schweiz bereits im Einsatz, bisher jedoch sehr selten. Dies ist einerseits auf die vergleichsweise hohen Anschaffungskosten von Elektrogeräten und -fahrzeugen zurückzuführen. Andererseits besteht eine gewisse Skepsis gegenüber den neuartigen Geräten. Aufgrund der geringen Verbreitung elektrischer Maschinen und Fahrzeuge ist es bei der Vergabe von Bauprojekten bisher kaum möglich, eine rein elektrische Ausführung zu fordern. Im Hinblick auf die Klimaziele von Städten und Gemeinden, z.B. der Stadt Zürich, wäre dies jedoch wünschenswert. Eine Lösung dieses Problems besteht in der Schaffung eines Pools von Elektrogeräten, auf den Baufirmen über unsere Sharing-Plattform faroo zugreifen können. Bereits heute bietet faroo Bauunternehmen die Möglichkeit, Maschinen und Fahrzeuge untereinander zu verleihen. Neu für faroo wäre der Fokus auf Elektrogeräte/-fahrzeuge und damit die Förderung nachhaltiger Baustellen.
Profitieren würden von einer solchen Plattform verschiedene Stakeholder: (1) Städte, welche nachhaltige Baustellen realisieren möchten, können Vorgaben zu elektrischen Maschinen und Fahrzeugen machen, ohne Gefahr zu laufen, dass Aufträge aufgrund fehlender Geräte abgelehnt oder nur zu deutlich höheren Kosten durchgeführt werden. (2) Bau- und Logistikfirmen, welche den Bauherren nachhaltigere Dienstleistungen anbieten. Diese können durch Sharing bedarfsgerecht, kosteneffizient und ohne grosses Risiko auf die Maschinen zugreifen und erste Erfahrungen mit diesen sammeln. Das könnte zu einer besseren Einstellung gegenüber E-Geräten, und damit zu einer erhöhten Nachfrage führen. Davon würden sowohl Hersteller als auch Anbieter von E-Geräten auf der Plattform (Baufirmen oder professionelle Vermieter) profitieren. (3) Anwohner:innen in der unmittelbaren Umgebung der Baustellen sowie Mitarbeitende der beauftragten Bauunternehmen profitieren von geringeren Lärmemissionen sowie einer deutlich besseren Luftqualität.
1. Neuheit in Bezug auf zwei Aspekte: Erstens steckt das sharing zwischen Unternehmen noch in den Kinderschuhen. Studien zeigen, dass ein regionaler oder ressourcenspezifischer Fokus nötig ist, um die Sharing-Aktivitäten zu steigern. Deshalb haben wir den ersten Cluster für die gemeinsame Nutzung von Elektrogeräten auf Baustellen in der Region Zürich gegründet, um die Ressourceneffizienz und -nutzung zu steigern und die Treibhausgasemissionen deutlich zu senken.
2. Die Energieeffizienz ist bei Elektrogeräten viel höher als bei herkömmlichen Geräten auf Baustellen. Darüber hinaus haben Studien gezeigt, dass die Treibhausgasemissionen durch den Einsatz von E-Geräten in diesem Bereich um 63% reduziert werden können. Dies ist vor allem im Hinblick auf die zunehmende Zahl von Sanierungen und Neubauten im Zusammenhang mit Verdichtungsmassnahmen hier in der Schweiz von grosser Bedeutung.
3. Generell steht unsere Plattform allen Unternehmen der Baubranche offen. Mit dem Amt für Hochbau Zürich haben wir aber einen starken Partner an unserer Seite. Sie sind daran interessiert, alle Baustellen im Raum Zürich auf E-Geräte umzustellen. Da die meisten Firmen selbst keine E-Geräte besitzen und zögern, diese anzuschaffen, werden wir von dieser Kooperation profitieren. Sobald wir das Pilotprojekt abgeschlossen haben, werden wir andere große Städte in der Schweiz kontaktieren.
4. Die Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt werden als Best Practice vom Amt für Hochbau Zürich und natürlich von uns veröffentlicht. Durch unser bestehendes Sharing-Geschäft sind wir in der Branche gut vernetzt und haben bereits mehrere Unternehmen, die an den Ergebnissen interessiert sind. Zudem werden wir unsere bestehende Plattform an die spezifischen Bedürfnisse der Vermietung von E-Geräten anpassen, um das Kundenerlebnis zu verbessern.
5. Unser Team ist vielfältig, da es Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund und unterschiedlicher Berufserfahrung umfasst. Wir profitieren von der Unterstützung durch Vertreter etablierter Unternehmen aus diesem Bereich und auch von der akademischen Unterstützung durch verschiedene Abteilungen der HSLU. Die Auswirkungen unseres Projekts werden nicht nur die Lebensbedingungen der Stadtbevölkerung aus allen sozialen Schichten durch sauberere Luft und weniger Lärm verbessern, sondern insbesondere auch die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten auf den Baustellen.
Elektrische Baumaschinen könnten dazu beitragen, die Klimaziele der Schweiz zu erreichen. Jedoch sind diese aufgrund der hohen Kosten und geringen Verbreitung noch selten im Einsatz. Eine Sharing-Plattform namens "faroo" könnte das ändern, indem sie Bauunternehmen Zugang zu einem Pool von Elektrogeräten bietet. Dadurch könnten nachhaltigere Baustellen betrieben werden und verschiedene Stakeholder wie Städte, Bauunternehmen und Anwohner:innen würden davon profitieren.