Kommunikations-Modell für kooperativ klimagerechtes Wohnen
Project Idea Metadata
- Project Idea Name: Kommunikations-Modell für kooperativ klimagerechtes Wohnen
- Date: 6/18/2024 11:10:03 AM
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Project Idea Description
Projektidee: Kommunikations-Modell für kooperativ klimagerechtes Wohnen
Die IG KG (Klimagenossenschaft) will eine tragfähige Kommunikations-Strategie entwickeln, um die grundlegenden Ideen der
Klimagenossenschaft umzusetzen: Wie ist klimagerechtes Wohnen, resp. Leben in unserer Gesellschaft möglich?
Dieser gesellschaftlich relevanten Fragestellung geht die Klimagenossenschaft nach. Im Rahmen des FUS Boosters
sollen innovative Strategien und partizipative Grundsätze in einem Kommunikations-Modell zum Tragen kommen. Dies
mit dem Ziel, die Grundlagen zu schaffen, für eine individuelle Reflexion der eigenen Werte und des eigenen Verhaltens. In einem
zweiten Schritt anvisiert die IG KG die Bewerbung für das “Pilotquartier Netto-Null Binz/Altwiedikon” der Stadt
Zürich für den Aufbau einer dezentralen Klimagenossenschaft. Die Erkenntnisse werden "open source" geteilt und dadurch verbreitet.
Welches Problem möchten wir lösen?
Grundsätzlich fragen wir, wie die Vorstellungen eines klimagerechten Lebens umgesetzt werden können und
haben in zahlreichen Projekten und Initiativen Erfahrungen gesammelt, die uns als Grundlagen dienen. Inhalte
transformatorischer Ideen und strategischen Wissens müssen vermittelt und tragfähig kommuniziert werden. In
diesem Antrag anvisieren wir die Entwicklung eines Kommunikations-Modells, das Menschen informiert und
über unsere vermittlerische Tätigkeit hinaus motiviert, Teil einer Wertegemeinschaft zu werden, mit dem Fokus
eines klimagerechten Lebens. Letzteres schliesst, neben dem Wohnen, die Bereiche Ernährung, Konsum,
Mobilität und Freizeit ein und ist konsequent im Ansatz.
Wer profitiert von der Lösung und wie?
Von dem durch das Kommunikations-Modell vermittelten klimagerechten Leben profitieren:
- Bewohner:innen, durch einen nachhaltigeren, gesünderen und wirtschaftlich effizienteren Umfeld
- Wohnbaugesellschaften, Genossenschaften und Projektentwickler, durch höhere Attraktivität ihrer Immobilien, langfristige Kosteneinsparungen sowie Erfüllung gesetzlicher Anforderungen
- Städte, durch umweltbewusstes Verhalten der Bevölkerung und einen reduzierten CO₂-Ausstoss, und der Erhöhung von Lebensqualität
- Politische Entscheidungsträger:innen, z.B. durch bessere Gesundheitsquoten
Das Kommunikationsmodell fördert:
- Alle, durch Vermittlung
- NGOs und Umweltgruppen, durch effektiv gestaltete eigene Kampagnen und Bildungsprogramme
- Bildungsinstitutionen, durch Bereitstellung des Kommunikations-Modells zur Integration in ihre Lehrpläne
- Wissenschaftler:innen und Studierende, durch die Bereitstellung einer Grundlage für Forschung und innovative Projekte im Bereich des nachhaltigen Lebens
- Kollaborationen und Netzwerke, als Grundlage um im Bereich klimagerechtes Leben zusammenzuarbeiten
- Zivilgesellschaften, zur Umsetzung des gesellschaftlichen Wandels mit dem Ziel klimagerechtes Leben als neue soziale Norm zu etablieren
- Künftige Generationen, durch Transformation zu klimaneutralen und lebenswerten Städten
Wer sind die Personen/Organisationen in eurem Team und welche Rolle spielen sie?
- Kathrin Abt (Energieplanerin): Vorstand IG Klimagenossenschaft
Fachexpertise: Klimawandel, Nachhaltigkeit und ökologische Zusammenhänge
Rolle im Projekt: Projektkoordination, Evaluation & Monitorin
- Martin Schick (Partizipation Genossenschaft Kalkbreite): Vorstand IG Klimagenossenschaft
Fachexpertise: Verhaltensökonomie, Sozialpsychologie, kulturelles und gesellschaftliches Verständnis
Rolle im Projekt: Partizipation & Kollaboration, Moderation & Facilitation der Ateliers
- Thomas Sacchi (Architekt, selbständig): Vorstand IG Klimagenossenschaft
Fachexpertise: nachhaltiges Bauen/Wohnen sowie soziale Innovation
Rolle im Projekt: Balance wahren zwischen radikaler Kreativität und "altbewährtem"
- Tobija Fischer (Webdesign & Entwicklung, selbständig): Sounding Board
Fachexpertise: digitale Kommunikation und Design Thinking
Rolle im Projekt: Kommunikation (strategische Kommunikation, Public Relations und Medienarbeit, visuelles Design und Branding)
Unsere Partner bringen die geforderten Kompetenzen und das notwendige Wissen zu einer erfolgreichen Projektumsetzung mit und tragen zur Qualitätssicherung des Kommunikations-Modell bei.
Forschungspartner*innen
- Stephanie Moser, stellt den Wissensaustausch und -transfer zur Forschung sicher. Zudem können Erkenntnisse ausgetauscht und Synergien genutzt werden, da Stephanie in ihrem Forschungsprojekt "COMMONPATHS - Transitionspfade zur städtischen Nachhaltigkeit" ebenfalls transformative Prozesse betrachtet. (Expertise: Zentrum für Nachhaltige Entwicklung und Umwelt (CDE) der Universität Bern, hat sich auf die Erforschung von nachhaltigen Konsum- und Lebensmustern spezialisiert.)
- Anke Kaschlik, bringt ihre Forschungssicht ein und ist motiviert, das Kommunikations-Modell mit ihren Studierenden zu testen. Expertise: Stadt- und Regionalforschung, Partizipation, Quartiere, Dozentin Community Development, Institut für Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe (ZHAW)
- Alessandro Rearte, kümmert sich um den Aspekt Partizipation in den Ateliers sicher. Exertise: Participatory Research and Citizen Science, Community Manager an der ETH / Uni Zürich (UZH), Master in Critical Urban Studies.
- Gabor Doka, unterstützt als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Expertise: Ökobilanzen, Life Cycle Assessments.
Umsetzungspartner*innen
- ARC Collective, Lead Kommunikation. Die Agentur, die den Fokus auf Menschen und ihre Zukunft legt, nicht nur auf Konsument*innen. Zusammen entwickeln sie Kommunikationsstrategien und Kreativkonzepte im Sinne der ökologischen Nachhaltigkeit. Immer mit dem Ziel, gemeinsam an einer lebenswerten Zukunft zu arbeiten. Referenzprojekt: MoveTheDate.
- Keenminds.ch/Nicole Haiderer, bringt ihre Erfahrung in der Erstellung von Kommunikations-Modellen ein und weiss, wie sensible Themen "verträglich" kommuniziert werden können. Zudem können wir sie bei der Workshop- und Seminargestaltung hinzuziehen. Expertise: Umweltpsychologie, Nachhaltigkeitskommunikation.
Punktuelle Begleitung
- Dezentrum, Expertise Klimakommunikation sowie Support in Workshopgestaltung, Facilitation und Netzwerk.
- BKW - Atelier Lebenswerte Quartiere, Erfahrungsaustausch zu veränderten Bedürfnissen im Wohn-, Arbeits- und Freizeitraum im urbanen Raum aufgrund des Klimawandels.
Wie wirkt sich die Lösung positiv auf den Planeten aus?
Klimagerechtes Wohnen und Leben im urbanen Raum führt zu einer Reduktion der CO₂-Emissionen, die den
Planeten belasten. Durch das Mainstreaming und die Verbreitung nachhaltiger Wohnformen senken wir den
ökologischen Fussabdruck städtischer Gemeinschaften und fördern den sparsamen Umgang unserer
Ressourcen. Indem das Projekt urbane Lebensweisen ökologisch transformiert und skaliert, tragen wir zu einem
gesunden und resilienten Planeten mit einer intakten Biosphäre bei.
Der vorliegende Projektantrag ist strukturell ein erster Schritt in der Umsetzung hin zu einem langfristig
klimagerechten Fokus. Diesen gehen wir durch einen ersten vermittlerischen Schritt mit dem vorgeschlagenen
Kommunikations-Modell an.
Wurde die Idee schon einmal getestet?
Es gibt inzwischen gute Grundlagen und Ideen für die konkrete Umsetzung von Klimagenossenschaften, z.B.
Bolobolo (1984). Eine Forschungslücke besteht im Bereich der Vermittlung der betreffenden Ansätze. Eine
Skalierung der bestehenden Projektideen ist das Ziel der IG Klimagenossenschaft. Siehe hierzu auch im
Abschnitt “Hintergrund”.
Woran möchtet ihr während der Förderphase arbeiten (z. B. Machbarkeitsstudie, Entwicklung des Geschäftsmodells, Aufbau und Test eines ersten Prototyps usw.)?
1. Grundlagenforschung und Take-off: Oktober und November 2024
- Ermittlung Forschungsstand
- Recherche zur Debatte
- Schärfung Projekt Foki
- Definition der Workshop-Teilnehmenden, Coaches und Expert:innen
2. Workshop-Prozess: November 2024 - Februar 2025
Der Workshop-Prozess ist das Herzstück des Projektes und findet innerhalb von 4 Atelier-Phasen statt. Innerhalb
der 4 Ateliers soll das Kommunikations-Modell inhaltlich und strategisch aufgebaut und geplant werden. Die drei
globalen Ziele in dieser 2. Phase sind die Erarbeitung eines Narrativs und einer starken visuelle Linie (1), die
Integration bestehender und neuer Tools (2) und die Erarbeitung einer einschlägigen Kampagne für eine gezielt
entworfene Klimagenossenschaft (3).
Planung Workshop-Prozess: provisorisch, kann im Verlauf angepasst werden
- Atelier 1: Grundlagen, Zielsetzung
- Atelier 2: Strategien, Massnahmen
- Atelier 3: Politierung und Feedback
- Atelier 4: Skalierung und Dissemination
Die Workshops finden in den Räumlichkeiten des L200 statt.
3. Implementierung und Nachbearbeitung: März 2025
Die grafische Ausarbeitung und Lancierung des Kommunikations-Modells steht im Zentrum der 3. Phase.
Konkret werden eine Website, Social Media und die Resultate aus Ateliers sowie geeigneter Work-in-Progress
lanciert. Sie bilden die Grundlage des Kommunikations-Modells.
Was werdet ihr am Ende des Boosters abliefern?
Ein funktionsfähiges Kommunikations-Modell für die Vermittlung des langfristig angelegten Fokusprojektes der
Klimagenossenschaft. Das Modell wird mit der Eingabe für das “Pilotquartier Netto-Null Binz/Altwiedikon” im
Sommer 2025 seine erste Anwendung finden, als Grundlage einer eigenen Projekteingabe hin zum langfristigen
Fokusprojekt der Klimagenossenschaft.
Was erwartet ihr vom FUS-Booster-Team (z. B. Suche nach konkreten Partnern, fachkundige Unterstützung etc.)?
Als junge IG erwarten wir vom FUS - Booster, neben einer finanziellen, vor allem eine Unterstützung bei der
Vernetzung mit relevanten Akteur*innen und Expert*innen.
Wen benötigt ihr als Expert:in, um das Projekt voranzutreiben?
In der oben erwähnten Abschnitten zu den Projektpartner:innen geht es im Kern um folgende Themen:
- positive Klimakommunikation und Story Telling
- Coaching in Kommunikation und Social Media
- Gemeinschaftsbildung und Partizipation
- Technologische Integration und digitale Umsetzung
Wie viel Budget fordert ihr von uns für was?
Die Summe des finanziellen Rahmens beträgt CHF 25’000 (inkl. CHF 4'000 Expert*innen-Gutscheine zur
punktuellen Verwendung im Projektprozess).
Wir fordern die CHF 21'000 sowie die CHF 4'000 Expert*innen-Gutscheine.
Grundlage für die Kostenschätzung:
- Es werden nur Honorare für Expert*innnen bezahlt, die Aufwendungen von Worshopteilnehmer*innnen werden nicht vergütet.
- Für Recherarbeiten wird ein Honorar von 30.- / Stunde bezahlt und es wird ein max. Budget von 800.- pro Person festgelegt.
- Die Kosten der IG Klimagenossenschaft für die parallen Aktivitäten werden nicht vergütet
- Für die Umsetzung der Resultate zu einem Klimamodell wird ein Budgetbetrag festgelegt
Die CHF 21'000 benötigen wir für folgende Aktivitäten (die CHF 4'000 Expert*innen-Gutscheine möchten wir punktuell im Projektprozess einsetzen, wenn es gerade sinnvoll ist).
Schritt 1: Kosten für Rerchere und Zusammentragen der Resultate = 3'200.-
- Entschädigung eines kleinen Rercheteams von 4 Leuten für die Bereitstellung und Aufarbeitung der Grundlagen für den gesamten Prozess
- Budget Entschädigung pro Person je 800.-
Schritt 2: Kosten für 4 Workshops (4x CHF 3'200) = CHF 12'800
Aufschlüsselung Kosten für 1 Workshop
- Professionelle Vor- uns Nachbereitung und Moderation des Workshops 1'000.-
- Honorar Expert*innen (inkl. Vor- und Nachbesprechung, Annahme: 2 Expert*innen): CHF 2x CHF 800 = CHF 1'600
- Tagesmiete für einen geeingeten Raum inkl. Technik: CHF 200
- Verpflegung Expert*innen und Teilnehmer*innen: CHF 200
- Druck- und Schreibmaterialien, Präsentationsunterlagen: CHF 100
- Werbung für den Workshop, Einladungen: CHF 100
Schritt 3: Zusammentragen der Resultate zu einem Kommunikationsmodell 5'000.-
- Für das Zusammentragen der Resultate zu einem kommunizierbaren Modell in Form einer Broschüre und einer Webseite beantragen wir eine Kostenbeteiligung von 5'000.-
- Die darüber hinausgehenden Kosten werden in Fronarbeit ausgeführt.
Hintergrund
Als Grundlagen für das Fokusprojekt der Klimagenossenschaft, der Schaffung einer Wertegemeinschaft für
klimagerechtes Wohnen und Leben, dienen die von Neustart Schweiz dokumentierten Projekte und
Publikationen. Es geht der IG Klimagenossenschaft dezidiert darum, diese Ideen zu konsolidieren und
weiterzuentwickeln.
https://neustartschweiz.ch/aktuell/
Erarbeitung eines Kommunikation-Modells "How to tell?" für kooperativ klimagerechtes Wohnen
Die IG Klimagenossenschaft setzt sich für klimagerechten Wohnraum ein.
Mit Unterstützung des FUS soll ein tragfähiges Kommunikations-Modell entwickelt werden, welches als Basis für den Aufbau einer dezentralen Klimagenossenschaft im Pilotquartier Netto-Null der Stadt Zürich dient.