SolarStream - Die Schnittstellensoftware für Schweizer Solarunternehmen
Project Idea Metadata
- Project Idea Name: SolarStream - Die Schnittstellensoftware für Schweizer Solarunternehmen
- Date: 7/25/2024 1:15:54 PM
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Project Idea Description
Kontext
Die Schweiz hat im vergangenen Jahr das Netto-Null-Ziel bis 2050 in ihre Verfassung aufgenommen. Städte wie Zürich streben sogar an, dieses Ziel bereits bis 2040 zu erreichen. Dies stellt Gesellschaft und Industrie vor große Herausforderungen. Insbesondere die Solarenergie, als CO2-arme Technologie, gewinnt dabei an Bedeutung und wächst stetig. Doch selbst mit den aktuellen Wachstumsraten werden die Ziele bis 2040 bzw. 2050 nicht erreicht. Es braucht daher einen Beschleunigungshebel. Hier setzt SolarStream an.
Projektidee
Welches Problem möchten Sie lösen?
In Gesprächen mit über 20 Installationsunternehmen haben wir herausgefunden, dass der größte Zeitverlust derzeit beim Dokumentenmanagement, der Dokumentation während der Montage und der Kommunikation mit Kunden und Partnern entsteht. Die Installation einer Solaranlage erfordert bis zu 25 verschiedene Dokumente (Datenblätter, Anträge, Pläne etc.), die oft manuell ausgefüllt werden müssen, obwohl die Daten bereits mehrfach erfasst wurden. Auch der Transfer von Bildern vom Montageort ist zeitaufwendig und kompliziert.
Viele bestehende Softwarelösungen decken nur Teilbereiche des Prozesses ab, wie Angebotserstellung, Auslegung oder Materialmanagement.
Wer sind die Kunden und wie profitieren sie von der Lösung?
Unsere Lösung ersetzt bestehende Software nicht, sondern verknüpft diese miteinander und ermöglicht so den automatischen Datentransfer zwischen den Systemen. Dadurch können Daten zentral strukturiert und für die entsprechenden Formulare zusammengeführt, automatisch ausgefüllt und versendet werden. Eine einfache Projektübersicht ermöglicht es Projektleitern und Geschäftsführern jederzeit, den Status des Projekts zu verfolgen. Zudem haben wir eine „Kunden Status Seite“ entwickelt, über die Kunden den Fortschritt ihres Projekts einsehen können, was zu weniger Kundenanrufen führt und die Effizienz der Mitarbeiter erhöht.
Der größte Bedarf besteht derzeit bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Schweiz, die oft weniger digitalisiert sind als große Konzerne und eine einfach zu bedienende Lösung suchen. Unsere Interviewpartner aus dieser Zielgruppe haben großes Interesse an unserem Projekt gezeigt und möchten während der Entwicklung eng mit uns zusammenarbeiten.
Zukünftig werden wir auch Montagefirmen ansprechen, die einspringen, wenn KMUs nicht genug Kapazitäten haben. Mit einem Klick können dem Montagepartner alle relevanten Informationen bereitgestellt werden, und das auftraggebende Unternehmen kann den Baufortschritt überwachen.
Typische Nutzer unserer Software sind Projektleiter, Geschäftsführer und Solarteure. Monteure werden über eine Webapp direkt vor Ort auf unsere Lösungen zugreifen.
Ausgewählte Zitate von unserer Validierung mit KMUs und Verbänden:
„Das ist endlich das Produkt, wonach ich schon lange gesucht habe.“ – Dieter Baumann, Geschäftsführer bei Sunconnect
„Das ist genial – Stell dir mal vor, wenn die ganzen Kundenanrufe für Updates endlich wegfallen.“ – Ardit Ukaj, Projektleiter und Mitglied des Kaders bei Solarmotion
„Eine solche Lösung ist genau das, was die Solarbranche nun braucht.“ – Fabio Giddey, Mitarbeiter Swissolar und ehemaliger Projektleiter Solar
„In einem idealen Szenario würden wir unsere Kunden proaktiv informieren, aber dafür bleibt im Tagesgeschäft einfach zu wenig Zeit.“ – Fridolin Sprecher, Bereichsleiter Energie/PV bei Greencover
„Man kopiert die selben Informationen zehnmal von links nach rechts – da brauchen wir endlich ein einheitliches Interface.“ – Stefan Merz, Geschäftsführer Merz+Egger AG
Wie beeinflusst Ihre Herausforderung Energieeinsparungen oder CO2-Emissionen?
Wir reduzieren den administrativen Aufwand bei der Installation von Solaranlagen von etwa 40 Stunden pro Projekt auf 4 Stunden. Die eingesparte Zeit kann für weitere Projekte genutzt werden, was zu einer zusätzlichen installierten Kapazität für erneuerbare Energien von durchschnittlich 2,57 kW pro Projekt führt. Bei einem angestrebten Marktanteil von 20 % resultiert dies in einer zusätzlichen installierten Solarleistung von 36 MW pro Jahr bei gleichbleibender Teamgröße.
Ein weiterer positiver Effekt unserer Software ist die Reduzierung von Planungs- und Materialbestellfehlern, was weniger Material- und Ressourcenverbrauch bedeutet.
Aktueller Status und bisherige Aktivitäten
Anfangs wollten wir alle relevanten Prozessschritte selbst abdecken, doch nach Kundeninterviews erkannten wir, dass dies mit unseren Ressourcen nicht möglich ist und uns als Konkurrent zu bestehenden Lösungen positionieren würde. Daher konzentrieren wir uns auf die Schnittstellenfunktion, um bestehende Lösungen zu integrieren und deren Marktposition zu stärken.
Ursprünglich planten wir ausserdem ein % basiertes Preismodell, das sich als nicht umsetzbar erwies. Daher haben wir nun eine fixe Gebühr pro Projekt eingeführt, die etwa 10 % der durch SolarStream eingesparten Zeit entspricht.
Benötigte Ressourcen
Aktuell arbeiten wir an der Integration der wichtigsten Software-Tools und einem Partner- und Terminprogramm-Koordinationsmodul. Vom Energy Lab erhoffen wir uns Input für Marktchancen und Netzwerkkontakte zu Installationsunternehmen, Netzbetreibern und Behörden. Außerdem freuen wir uns auf den Austausch mit anderen Unternehmern, um ein Ökosystem für Solaranlagen-Installationen und nachhaltige Unternehmen zu schaffen und Synergien zu nutzen.
Den finanziellen Zuschuss möchten wir nutzen, um unsere Prozess- und Aufgabenautomatisierung zu verbessern und ein KI-Modell zu entwickeln, das die Abwicklung von Solarprojekten weiter automatisiert und die Planung auf fehlende Unterlagen prüft. Zusammen mit der ETH Zürich planen wir ein Risikomodell für Hagelschäden an Solaranlagen.