Umfrage zur Community Kreislaufwirtschaft (SHIRCLE sharing circle)
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- Project Idea Name: Umfrage zur Community Kreislaufwirtschaft (SHIRCLE sharing circle)
- Date: 5/17/2025 6:26:46 PM
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Project Idea Description
Welches grundlegende Problem adressiert ihr? Welche systemischen Problemhypothesen sind Ausgangspunkt für Euren Mainstreaming-Ansatz?
Unser Planet wird durch Fast-Fashion vermüllt. Die globale Fashion-Industrie produziert jährlich über 100 Milliarden Kleidungsstücke – genug, um die Bedürfnisse der nächsten sechs Generationen zu decken. In der Schweiz werden jedes Jahr über 100'000 Tonnen Kleider weggeworfen.
Gleichzeitig existieren Second-Hand-Alternativen, die jedoch oft umständlich (Flohmärkte), zeitlich unpassend (gelegentliche Walk-in-Closets, jährliche Annabelle-Tausch-Events), nicht attraktiv genug (schmuddelige Brockenhäuser) oder zu teuer sind (Luxus-/Vintage-Second-Hand), um mit dem einfachen, billigen Einkaufserlebnis von Fast-Fashion zu konkurrieren.
Unsere Hypothese: Menschen würden häufiger leihen, teilen und gebraucht kaufen – und vor allem weniger Fast-Fashion-Neuware konsumieren –, wenn es eine bequeme, qualitativ ansprechende und kostengünstige Circular-Shopping-Infrastruktur gäbe. Diese müsste ein ähnliches Fashion-Dopamin liefern wie konventionelles Shopping, aber ohne die ökologischen Nachteile.
Wir wollen zeigen, dass Community-Kreislaufwirtschaft den Planeten und das Portemonnaie schonen kann und dass bezahlbare Pre-loved-Qualitätsware billiger, wegwerfbarer Neuware die Stirn bieten kann.
Soziale Innovation bedeutet für uns der Versuch alltägliche Gewohnheiten, die von vielen Menschen in einer Gesellschaft geteilt werden, zu verändern oder neu zu gestalten (z.B. unsere gewohnte Arten und Weisen zu reisen, zu wohnen, uns zu ernähren etc.). Welche Gewohnheiten möchtet Ihr durch welchen Ansatz wie verändern oder mainstreamen?
Mit BRING-BORROW-BUY im Community-Kreislauf wollen wir ein neues Verständnis von Kleiderbesitz schaffen, bei dem Zugang wichtiger ist als Eigentum. Unser Ansatz führt drei Kernelemente in einem Kreislauf zusammen:
BRING: BesitzerInnen hochwertiger Kleidung können diese bei SHIRCLE einbringen, behalten das Eigentumsrecht und können ihre Kleider jederzeit zurückholen. Gleichzeitig sparen sie Platz im eigenen Schrank und ermöglichen anderen Zugang zu ihren Stücken. Bringende können entscheiden, ob ein mitgebrachtes Stück nur ausgeliehen oder auch gekauft werden kann.
BORROW: Für bis zu 5.-/Woche können MitgliederInnen hochwertige Markenkleidung ausleihen – ideal für besondere Anlässe oder um neue Styles risikofrei auszuprobieren (Try-Before-You-Buy). Ausgeliehene Artikel müssen sauber zurückgebracht werden.
BUY: Alle kaufbaren Artikel sind für unter 100.- erhältlich, wobei hochwertige Markenware typischerweise zwischen 20.- und 70.- kostet – deutlich günstiger als Neuware bei vergleichbarer Qualität. Die Preise entsprechen Online-Pre-Loved-Schnäppchen, bieten aber den grossen Vorteil, dass die Waren vorher angefasst, anprobiert oder ausgeliehen werden können.
Was uns einzigartig macht: Bei SHIRCLE kann man hochwertige Brands für den Preis eines Kaffees ausleihen, in einem physischen Walk-in Community Closet mit Selbstbedienung und Self-Checkout.
Unser Ziel ist es, "Think First, Buy Second" zum neuen Normal für preisbewusste Fashionistas zu machen und zu zeigen, dass kreisläufiges Shopping umweltschonend, budgetfreundlich und sozial bereichernd sein kann.
Wer wird vom Mainstreaming profitieren und wie?
Von unserem BRING-BORROW-BUY Community-Kreislauf profitieren verschiedene Gruppen:
BRING: Personen in Lebensphasen, in denen Kleider zurzeit nicht, aber künftig wieder benötigt werden (z.B. Schwangere), oder diejenigen, die zu viele schöne Stücke für den eigenen Schrank haben und diese nicht verkaufen möchten. Zusätzlich können Pre-loved Online-Fehlkäufe zum Verkauf abgegeben werden (bis max. 80.-) und stehen der Community zum Ausleihen/Kauf zur Verfügung (Ausleihe bis max. 5.-/Woche, Kauf bis max. 99.-).
BORROW: SHIRCLE bietet MitgliederInnen eine einzigartige Kleiderschrank-Erweiterung (Extend-Your-Wardrobe) – sei es für bestimmte Anlässe oder einfach aus Spass.
BUY: Mode- und preisbewusste Personen, die nachhaltige und erschwingliche Alternativen zur Fast-Fashion-Neuware suchen, profitieren besonders von unserem High-Quality-Low-Price-Ansatz.
Darüber hinaus wird die Schweiz insgesamt vom Vorzeigeprojekt profitieren, da die Plattform skalierbar ist und überall in der Schweiz umsetzbar wäre. Und natürlich werden wir unserem Planeten einen weiteren Textilmüll-Berg ersparen.
Welche Personen/Organisationen gibt es in Eurem Team und was ist ihre Rolle?
silden ag: Margie Silao Gulden - Lead / Timon Gulden - Technischer Lead / Aila von Gunten - Young Fashion, Communications
BFH: Prof. Dr. Nicola Blum - Forschungspartnerin
Wurde die Idee (in Varianten) bereits getestet? Wenn ja, mit welchen Erkenntnissen?
Für das Pilotprojekt in Meilen haben wir eine skalierbare Infrastruktur für kreisläufiges Teilen aufgebaut (siehe shircle.ch und instagram.com/shircle.sharingcircle). SHIRCLE ist zugleich Fashion-Bibliothek (Ausleihen), kuratierter Flohmarkt (Kaufen/Verkaufen) und Walk-in-Community-Closet (Selbstbedienung & Self-Checkout).
Obwohl wir mit Enthusiasmus in Meilen empfangen wurden, zeigt sich ein interessanter Kontrast: An der Goldküste hören wir meist "Wie können wir schöne Kleider spenden?", während ZürcherInnen hauptsächlich wissen wollen: "Wann eröffnet ihr in Zürich?"
Zentrale Erkenntnis: Personen, die ausserhalb des Bezirks Meilen wohnen, nehmen selten den Weg nach Meilen auf sich. Unser jetziger Standort ist trotz Bahnhofsnähe nicht zentral genug, um die gewünschte Besucherfrequenz und damit den maximalen Social Impact zu erreichen. Ursprünglich planten wir organisches Wachstum, sehen jedoch, dass unser Einfluss am aktuellen Standort begrenzt bleibt. Deshalb suchen wir Partner für die Expansion im Kanton Zürich oder in der Nähe.
Woran möchtet ihr während des Boosters arbeiten (z. B. Test-Mainstreaming, Machbarkeitsstudie, Entwicklung eines klimagerechten Geschäftsmodells, Bau eines ersten Prototyps, usw.)? Was erhofft ihr, werdet ihr am Ende des Boosters konkret erreicht haben? Was erhofft ihr Euch von dem Booster (z. B. Suche nach bestimmten Partner:innen (wenn ja, wem?), Verknüpfung mit der Verwaltung usw.)?
Primäres Ziel: Durchführung einer umfassenden Marktforschung durch eine Umfrage, um die Voice-of-the-Customer zu erfassen: Ist Bring-Borrow-Buy ein attraktives Angebot? In welchem Kreis/welcher Gemeinde soll das SHIRCLE-Zentrum angesiedelt werden? Welche Styles/Brands/Mitgliedschaftsmodelle wären zu welchen Preisen attraktiv genug, um vom Kauf billiger, wegwerfbarer Fast-Fashion-Neuware abzuhalten? Welche Styles/Marken würden man gerne ausleihen? Welche zusätzlichen Community-Angebote wären anreizend (z.B. kostenlose Fashion-Bring-und-Holstangen, Repair-/Upcycling-Workshops, #NoNewClothes-Mitgliedschaften)?
Konkretes Ziel: Feedback von mindestens 1'000 Personen im Kanton Zürich bis Ende des FUS-Boosters.
Wen braucht ihr als Expert:in, um die Idee weiter voranzutreiben?
Wir benötigen ExpertInnen mit Social-Media-Präsenz, um auf unsere Umfrage aufmerksam zu machen (z.B. @aninamutter, @nathistyle_).
Wie viel Budget fordert ihr von uns für was (maximal CHF 22'500 inkl. Expert:innen-Gutscheine)?
CHF 3'000-6'000: Werbung und Marketing
CHF 13'000-16'000: Technische Umsetzung, Auswertung und Analyse
bis CHF 3'500: ExpertInnen-Gutscheine
Total: CHF 22'500
Wir würden uns freuen, wenn FUS uns dabei hilft, die soziale Innovation des Teilens in der Community-Kreislaufwirtschaft im Kanton Zürich zu etablieren!
Unser Planet wird mit Fast-Fashion vermüllt. Für ein Pilotprojekt in Meilen haben wir eine skalierbare Infrastruktur für kreisläufiges Teilen gebaut: Bring-Borrow-Buy. SHIRCLE ist zugleich Fashion-Bibliothek (Ausleihen), Flohmi (Kaufen/Verkaufen) und Walk-In-Community-Closet (Selbstbedienung & Self-Checkout). Wir wollen, dass "Think First, Buy Second" zum Alltag gehört, was schonend für Planet und Portemonnaie ist! Eine Umfrage im Kanton ZH soll zeigen: Wo wäre Bring-Borrow-Buy anreizend?